Handball-Südbadenliga: TuS Steißlingen – SG Muggensturm/Kuppenheim (Samstag, 20 Uhr, Sportpark Mindlestal). – Enorm stark gestartet, nach der deutlichen Hinspielniederlage gegen den TuS Steißlingen dann aber nachgelassen: So verlief die Saison bisher für die SG Muggensturm/Kuppenheim.

Klarer Sieg im Hinspiel

War beim letzten Heimspiel der Steißlinger gegen den TuS Helmlingen noch die Rede vom Angstgegner, dann gilt wohl das Gegenteil für die SG. Die letzten fünf Partien gegen die Spitzenmannschaft aus dem Murgtal gewann der TuS Steißlingen, dabei häufig mit überzeugenden Leistungen. Auch im Hinspiel, beim damaligen Tabellenführer in Kuppenheim, zeigten sich die Blau-Weißen von ihrer besten Seite und gewannen 31:23.

Hohe Qualität im SG-Kader

Ein Grund für den klaren Fokus und die hohe Motivation des TuS gegen die „Mukus“ ist die hohe Qualität im Gäste-Kader. Angeführt von Spielertrainer Benjamin Hofmann und dem sehr athletischen Marvin Charles bildet der Rückraum das Prunkstück des Gästeangriffs. In der Abwehr ist die SG bekannt für ihre Robustheit und die kämpferischen Qualitäten. „Der SG-Kader muss sich vor keiner Mannschaft in der Liga verstecken. Wenn sie ihre hohe individuelle Qualität voll auf die Platte bringen, sind sie ganz schwer zu schlagen“ spricht TuS-Trainer Jonathan Stich in den höchsten Tönen vom kommenden Gegner.

Schlechte Trainingsbeteiligung

Bei den Männern aus dem Mindlestal hat sich in den vergangenen Wochen etwas der Schlendrian eingeschlichen. Die Trainingsbeteiligung war durch viele Blessuren und berufliche Verpflichtungen deutlich rückläufig. Die Auswirkungen zeigten sich in den beiden wenig überzeugenden Offensivleistungen gegen den TuS Helmlingen und den BSV Sinzheim. Glücklicherweise konnte sich der TuS auf seine starke Defensive um Abwehrchef Maurice Wildöer und Torhüter Leon Sieck verlassen. Doch TuS-Coach Stich erwartet auch im Angriff eine Weiterentwicklung seines Teams.

Trainer Stich mit langer Mängelliste

Die Mängelliste der beiden letzten Spiele ist lang: „Viele Unsicherheiten im Passspiel, zu frühe Abschlüsse, überhastete Kreisanspiele und eine schwache Chancenverwertung“ attestierte Stich seinem Team zuletzt. Hier gilt es anzusetzen, denn man kann nicht jedes Wochenende Wunderdinge von der Abwehr erwarten. Für das letzte Spiel vor der einwöchigen Fasnachtspause haben die TuS-Spieler sich einiges vorgenommen. Es ist der Auftakt in eine Serie von sechs sehr schweren Spielen gegen starke Gegner für die Hegauer, an deren Ende die Meisterschaft winken könnte. „Mit viel Beinarbeit und einer gesunden Härte verteidigen, schnell und genau nach vorne spielen und eiskalt im Abschluss sein“, gibt TuS-Trainer Stich das altbewährte Konzept als Vorgabe fürs Wochenende aus. (jos)