Handball-Oberliga: TuS Steißlingen – HSG Konstanz II (Samstag, 20 Uhr, Mindlestalhalle). – Am Samstag wollen die Blau-Weißen Revanche für das Hinspiel. Damals war die HSG lange Zeit einem zum Teil deutlichen Rückstand hinterhergelaufen, fuhr erst gegen Ende des Spiels mit einem Kraftakt des Willens ein knappes 31:28 ein. Allerdings lag das vor allem an vielen TuS-Unkonzentriertheiten, die den Gegner ins Spiel zurückbrachten. Seit diesem Duell der beiden Teams hat sich beim Kader der HSG etwas getan. Kapitän Marius Oßwald wechselte zum Drittligisten TV Willstätt, mit Manuel Both und Benjamin Schweda sind aber zwei alte Bekannte in den Kader der Konstanzer Drittligareserve zurückgekehrt.

Steißlingen sinnt auf Revanche

Der TuS will natürlich Revanche nehmen für die bittere Niederlage im Hinspiel, in dem er fünfzig Minuten lang die klar bessere Mannschaft war und durch eigene Unzulänglichkeit beide Punkte der HSG überlassen musste. Dies soll sich am Samstag nicht wiederholen. Allerdings hat der TuS Verletzungssorgen. So steht hinter dem Einsatz von Marvin Storz, Steffen Maier und Lennart Sieck ein Fragezeichen, langzeitverletzt wird Maurice Wildöer ohnehin nicht mitwirken können. Trotz allem gibt sich TuS-Trainer Jonathan Stich kämpferisch: „Es bringt nichts, mit dem Verletzungspech zu hadern. Natürlich ist es für uns sehr bitter, dass uns mit Maurice Wildöer der wichtigste Spieler der Vorsaison schon seit mehr als der Hälfte der Saison fehlt. Wir stecken das, sowie die vielen kurzen Verletzungspausen von Schlüsselspielern besser weg, als uns das viele zugetraut hätten.“

Keine Schwächephasen erlaubt

Um gegen die HSG zu bestehen, darf sich Steißlingen keine Schwächephasen erlauben wie gegen Köndringen/Teningen. Insbesondere die technischen Fehler müssen die Hegauer abstellen, spielt Konstanz doch eine hervorragende erste und zweite Welle. In der Defensive wird es vor allem darauf ankommen, Rückraumspieler Samuel Löffler in den Griff zu bekommen. „Natürlich sind wir angesichts des Saisonverlaufs und der drohenden Ausfälle Außenseiter. Wenn wir aber die Liga halten wollen, dürfen wir zuhause keine Spiele mehr verlieren. Alles andere als ein Derbysieg wäre daher ein herber Rückschlag im Abstiegskampf“, warnt TuS-Trainer Jonathan Stich. (mw)

Matthias Stocker muss lächeln

Matthias Stocker muss lächeln beim Gedanken an das Derby. Ihm steht, stellvertretend für die Mannschaft, die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. „Das ist eines der schönsten Spiele der Saison“, sagt er und erinnert sich gerne an das hitzige Hinspiel, in dem Konstanz vor prächtiger Kulisse nach einer tollen Aufholjagd und Leistungssteigerung die Oberhand behielt.

Hochinteressantes Duell

Der HSG-Trainer verspricht sich auch dieses Mal ein hochintensives Duell. Weil Steißlingen und die HSG dringend Punkte benötigen. Stocker sieht das Bezirksduell dennoch nicht als über den Abstieg entscheidend an. „Klar“, sagt er, „es geht um Big Points. Wir haben ein kleines Polster und wollen das gerne anwachsen lassen.“

"TuS muss einen Tick mehr gewinnen

Doch das wird alles andere als einfach. „Einen Tick mehr gewinnen muss der TuS“, meint Stocker beim Blick auf die Tabelle. „Wir haben noch ein schweres Restprogramm. Daher sind alle Zähler, die wir uns jetzt holen, sehr wichtig. Wir müssen gut abschließen“, lautet die Forderung. Und: „Keine leichten Gegentore zulassen.“ Da hat Stocker keine Bedenken. Nach einer Schwächephase präsentiert sich seine Mannschaft in den vergangenen Wochen äußerst entschlossen und nervenstark. (joa)