Fußball, Landesliga

FC Singen 04

FC Neustadt

3:3 (1:1)

Das Spiel der beiden Verbandsligaabsteiger stand anfangs ganz im Zeichen der Hausherren. Die Hohentwieler dominierten zwar, waren aber selten gefährlich vor dem Tor. Die Gäste igelten sich zunächst ein und hatten mit Samma lediglich einen Spieler ganz vorn. Gelegentlich kamen die Schwarzwälder in die Nähe des 04-Tores, ohne jedoch Wirkung zu zeigen. Nach einer halben Stunde wurden die Neustädter etwas offensiver und hatten in Samma einen ständigen Unruheherd. In der 36. Minute wurde der Singener Möhrle im Strafraum gefoult. Den Strafstoß verwandelte Jeske sicher zum 1:0. Kurz vor der Pause nutzten die Gäste einen Eckball, den Samma mit dem Kopf in die Singener Maschen zum 1:1 (42.) setzte. Der Pausenstand war etwas glücklich für Neustadt. Nach dem Wechsel passierte zunächst nicht viel. Bis zur 64. Minute gab es keine nennenswerten Szenen auf beiden Seiten. Dann erzielte Samma, nach einem klaren Foulspiel an Narr das 2:1. Alle Diskussionen nutzten nichts, der Treffer zählte. Neustadt dezimierte sich selber durch eine unnötige Gelb-Rote Karte (76.), jetzt wollten die Gastgeber unbedingt den Ausgleich. Doch erneut Samma erzielte einen Treffer der Marke Traumtor. Er überwand mit einem Weitschuss aus der eigenen Hälfte den Singener Schlussmann zum 3:1 (77.). Die Antwort der Einheimischen folgte postwendend. Nur eine Minute später nutzte der eingewechselte Vogt nach einem Eckball die Chance zum 2:3. Jetzt spielten beiden Teams mit offenem Visier, es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Im Schlussspurt warfen die Blau-Gelben noch einmal alles nach vorn und wurden in der Nachspielzeit belohnt. Nach einem unnötigen Foul an Martinelli gab es den zweiten Strafstoß für die 04er. Wiederum Jeske schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher zum 3:3. Unterm Strich ein gerechtes Ergebnis in einem Spiel mit kuriosem Verlauf. (mab)

Tore: 1:0 (36./FE) Jeske, 1:1 (42.) Samma, 1:2 (64.) Samma, 1:3 (77.) Samma, 2:3 (78.) Vogt, 3:3 (90./FE) Jeske. – SR: Schmidt (Haslach i.K.). – Z: 220. – Bes. Vork.: Gelb-Rot (76. Tritschler/FCN).

FV Walbertsweiler-Rengetsw.

SV Geisingen

2:0 (1:0)

Das Spielsystem des FV wurde schon vor dem Anpfiff über den Haufen geworfen, weil sich Offensivverteidiger Florian Fürst beim Aufwärmen verletzte. Dennoch war die Mannschaft gewillt, die schlechte Vorstellung gegen Stockach vergessen zu machen. Aber der Gast war in der Anfangsphase das aktivere Team. Mehrfach musste Torspieler Specker klären, um einen frühen Rückstand zu verhindern. So in der zehnten Minute, als er den Flachschuss von Fabian Federle zur Ecke lenkte. Als der FV angriff, prallte Steffen Erbe mit Torhüter Fadera zusammen. Zum Entsetzten der Gäste zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Florian Müller verwandelte den Strafstoß sicher. In der 34. Minute stand der Gästehüter wieder im Blickpunkt. Mit einer spektakulären Flugeinlage entschärfte er eine scharfe Flanke von Spielertrainer Bach. Die Gäste tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor von Nico Specker auf, der alle Chancen unaufgeregt und sicher vereitelte. Luca Arceri scheiterte (38. Minute) bei einer Doppelchance. Noch vor der Pause hatten die Platzherren zwei weitere gute Möglichkeiten. Nach der Flanke von Bach setzte Müller den Kopfball neben das Gästegehäuse und bei einem scharf getretenem Eckball bewies Fadera seine Klasse. Nach der Pause hämmerte Adrian Strobel einen Freistoß auf die Torwartecke, und Klasen versuchte, den Abpraller mit der Hacke zu versenken. Die Gäste waren mit schnellen Angriffen und guten Kombinationen stets gefährlich, doch ihnen fehlte Durchschlagskraft. Kurz vor Schluss wurde es noch zwei Mal brenzlig für die Heimmannschaft. Ein direkter Freistoß strich knapp am Tor vorbei und bei einem Zweikampf im Strafraum reklamierten die Gäste lautstark einen Strafstoß. Als sie in der Nachspielzeit alles nach vorn warfen, spielte bei einem Konter Pascal Wachter überlegt auf Fabian Roth, der mit dem 2:0 den Deckel drauf machte. Mit dem SV Geisingen hat sich ein guter Aufsteiger in der Alber-Fußball-Arena vorgestellt, der mit etwas Glück einen Punkt verdient gehabt hätte.

Tore: 1:0 (17./FE) Müller, 2:0 (94.) Roth. – SR: Lorenz. – Z: 160.

FC Löffingen

SG Dettingen-Dingelsdorf

1:1 (0:1)

Eine starke Vorstellung lieferte die Spielgemeinschaft Dettingen-Dingelsdorf in der ersten Spielhälfte. Mit engagiertem Spiel nach vorn setzten die Gäste die heimische Abwehr mächtig unter Druck, und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Einen Flankenball (6. Minute) von rechts in den linken Löffinger Strafraum brachten die Abwehrspieler nicht unter Kontrolle. Daniel Berg nutzte dies zum 1:0 für die SG. Löffingen hatte in der Anfangsphase kaum Zugriff aufs Spiel und Glück, dass Büttner, der sich (12.) über die rechte Außenbahn in den Strafraum durchsetzte, den Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unterbrachte. Der erste Vorstoß in Richtung Dettinger Strafraum gelang Löffingen in der in der 14. Minute. Hoheisel scheiterte mit einem vom Dettinger Leifert aufgelegten Ball im Alleingang an Torhüter Petersohn. Der wehrte den Schuss zur Ecke ab. Eine Minute später köpfte Hirschbolz einen Flankenball von Isele aus sechs Metern über die Querstange. Das war’s dann aber mit Löffinger Ausflügen in die gegnerische Hälfte. Die Gäste unterbanden mit frühem Pressing und hohem Tempo die Angriffsbemühungen der Gastgeber, die sich mit Ballverlusten häufig selbst in Bedrängnis brachten. Erst in der 42. Minute konnten sich die Gastgeber wieder Richtung SG-Tor durchspielen, Isele scheiterte an Torhüter Petersohn, der den Schuss reaktionsschnell um den Pfosten drückte. Im zweiten Durchgang konnten die Gäste, die läuferisch in den ersten 45 Minuten viel investiert hatten, das hohe Tempo nicht mehr halten. Löffingen kam nun besser ins Spiel, ohne sich aber entscheidend durchzusetzen. Torraumszenen blieben auf beiden Seiten Mangelware. In der 72. Minute brachten sich die Gäste um den möglichen Sieg, als Gaudig zu Fall gebracht wurde und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Den Strafstoß verwandelte Gaudig selbst zum 1:1. Die restlichen Minuten gestalteten beide Mannschaften offen, in der 76. Minute setzte der Dettinger Krieg einen Kopfball übers Tor, im Gegenzug verpasste Scher nur knapp das Gästetor. Die letzte Möglichkeit des Spieles bot sich der SG. Aber Osek (82.) war auf dem Posten und wehrte den Schuss von Büttner zur Ecke ab. Es blieb beim 1:1, für Löffingen ein gewonnener Punkt, den es sich aufgrund der zweiten Halbzeit verdient hatte.

Tore: 0:1 (6.) Berg, 1:1 (74./FE) Gaudig. – SR: Kaya (Freiburg).

FC 08 Villingen II

FC Hilzingen

4:0 (2:0)

Einen verdienten und ungefährdeten Sieg landete die Oberliga-Reserve nach einer guten Leistung. Bei einer Vielzahl von weiteren Tormöglichkeiten wäre sogar ein höherer Erfolg möglich gewesen. Was ein großer Spielerkader ausmacht, zeigte sich gegen den Tabellenvorletzten: 19 Akteure im Kader und selbst auf der Torhüterposition gab es einen Wechsel: Da Marcel Bender fehlte, kam Ersatzkeeper Jonas Huchler zum Zuge, um Spielpraxis zu sammeln. Er erlebte einen ruhigen Spatnachmittag, da seine Vorderleute konzentriert und konsequent zu Werke gingen. Hilzingen war einfach zu schwach, um Druck aufzubauen, die spielerische Überlegenheit der Hausherren in allen Belangen sichtbar. Der Ballbesitz wurde in viele Chancen umgesetzt. Mit Erfolg: Timo Wagner sorgte (18. Minute) für das 1:0. Die Führung bauten die Nullachter (31.) durch Marcel Jerhof auf 2:0 aus. Zur Pause hätten es schon drei oder vier Tore werden können. So blieb das Hausherren-Team nach dem Seitenwechsel am Drücker, um die Entscheidung so früh wie möglich zu erzwingen. Das gelang nach gut einer Stunde: Wagner wurde im Sechzehner zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte Manuel Passarella zum 3:0. Die Partie war gelaufen, der Gast versuchte sich in Schadensbegrenzung. Villingen ließ etliche weitere Möglichkeiten liegen, die Gesamtleistung stimmte jedoch. Zum guten Schluss setzte Passarella in der Nachspielzeit mit seinem Doppelpack zum 4:0 noch das i-Tüpfelchen auf einen gelungenen Auftritt.

Tore: 1:0 (18.) Wagner, 2:0 (31.) Jerhof, 3:0 (63./FE) Passarella, 4:0 (92.) Passarella. – SR: Matthias Heilig (Erzingen). – Z: 200.

SV Denkingen

SpVgg F.A.L.

2:1 (1:1)

Mit dem ersten Angriff hätten die Gäste in Führung gehen können. Der Schuss von Timo Senn ging aber knapp am kurzen Pfosten vorbei. F.A.L. fand besser in die Partie und hatte durch einen Distanzschuss von Tobias Schuhmacher die nächste Gelegenheit. Nach zehn Minuten fand dann auch der Gastgeber besser in die Partie. Und in der 15. Minute war Jonathan Scheike zur Stelle und erzielte den Führungstreffer für die Schwarz-Gelben. Lukas Kaltenstadler war aus der eigenen Hälfte gestartet, spielte mit einem doppelten Direktpass Scheike frei. Der hatte wenig Mühe, den Ball über die Linie zu bringen. Die Gäste zeigten sich von dem Rückstand aber wenig beindruckt und erzielten durch Torsten Ruddies aus kurzer Distanz den Ausgleichstreffer. Beide Mannschaften spielten in der Folgezeit auf Sieg, sodass die zahlreichen Zuschauer eine temporeiche und gute Landesligapartie zu sehen bekamen. Der SV Denkingen kam mit mehr Schwung aus der Halbzeitpause. Die erste Chance ergab sich aber für die Gäste. Mark Burgenmeister ließ in der 50. Minute die komplette Denkinger Hintermannschaft stehen, fand aber in Ingo Schwäger im Tor der Gastgeber seinen Meister. Auf der Gegenseite ging ein Kopfball von Jonathan Scheike am Tor vorbei. Nach einem zu kurzen Rückpass erlief sich Daniel Bezikofer den Ball. Sein Pass in die Mitte fand mit Jonathan Scheike einen dankbaren Abnehmer. Jonathan Scheike hatte wenig Mühe den neuerlichen Führungstreffer für die Schwarz-Gelben zu markieren. Die Gäste drängten nun auf den Ausgleichstreffer, Denkingen auf die Entscheidung. In der 79. Minute musste Ingo Schwägler gegen den Schuss des eingewechselten Qendrim Krasniqi Kopf und Kragen riskieren. Je mehr es gegen Spielende ging, schwanden die Kräfte bei den Platzherren. Die Denkinger Hintermannschaft wankte in den Schlussminuten, fiel aber nicht. So rettete der SV Denkingen mit allerletzter Kraft den Derbysieg über die Ziellinie.

Tore: 1:0 (15.) Scheike, 1:1 (27.) Ruddies, 2:1 (60.) Scheike. – SR: Baran (Weil am Rhein). – Z: 330.

FC Furtwangen

VfR Stockach

1:3 (0:0)

Der FC Furtwangen kommt einfach nicht in Schwung und bleibt nach der erneuten Niederlage auf einem Ab-
stiegsplatz hängen. Dabei starteten die Gastgeber furios, hatten in den ersten 20 Minuten vier gute Einschusschancen. Markus Ringwald und Jens Fichter scheiterten je zweimal im Abschluss oder am VfR-Torhüter Mathias Wind. Mario Hinz (35.) schoss auf die Querlatte. Stockach hatte in den ersten 45 Minuten nicht einen Torschuss. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel bot sich Fichter die Chance zur Führung, bevor sich die Bregtäler rund 20 Minuten eine Auszeit nahmen, in der nahezu nichts ging. Dafür aber bei den Gästen. Streckel (63.) schoss zunächst über das Tor, bevor er drei Minuten später ein Durcheinander im Strafraum zum 1:0 nutzte. Fichter hatte anschließend die Chance zum schnellen Ausgleich. Nach einem Eckball der Gastgeber wurde Furtwangen klassisch ausgekontert. Hablani lief alleine von der Mittelfeldlinie los und ließ Schlussmann Wehrle keine Chance. Furtwangen bäumte sich noch einmal auf und tatsächlich gelang Felix Ganter das 1:2, er traf mit dem Kopf nach einem Eckball. Drei Minuten später war Ganter bei einem erneuten Kopfball das Glück nicht hold. Der VfR-Schlussmann wuchs, wie in einigen Situationen zuvor, über sich hinaus und wehrte ab. Furtwangen drängte weiter, doch bei einem Stockacher Angriff in der Schlussminute wurde ein Gästespieler im Strafraum gelegt. Den Strafstoß nutzte Henkel zum Endstand. (daz/wd)

Tore: 0:1 (56.) Xani, 0:2 (68.) Hablani, 1:2 (77.) Ganter, 1:3 (90./FE) Henkel. – SR: Fesenmeier (Freiburg). – Z: 150.

SC Markdorf

FC Schonach

0:2 (0:2)

Dass die Partie zwischen Markdorf und Schonach kein Leckerbissen werden würde, dessen war sich nicht nur Gerhard Klank, der Abteilungsleiter des SC Markdorf, schon vor dem Anpfiff bewusst. „Sowohl wir als auch Schonach leiden derzeit unter Personalmangel. Das war schon ein deutliches Minimalaufgebot“, verdeutlicht der Markdorfer Funktionär. Genau elf Spieler aus der ersten Mannschaft konnte der SCM aufbieten, „vier aus der zweiten Mannschaft saßen auf der Bank“. Nicht verwunderlich, dass es schon aus diesem Grund nur zu einer „mäßigen Landesligapartie“ zwischen dem Tabellenletzten und dem nur drei Punkte besser da stehenden Gast aus dem Schwarzwald reichte. Wenig Torszenen kreierten die beiden Kontrahenten, Schonach aber habe im Vergleich die besseren gehabt, sagt Klank fairerweise. Die beiden Treffer resultierten nach seiner Meinung aber mehr aus den „krassen Markdorfer Fehlern“. „Wir haben die Schonacher in Ballbesitz gebracht“, sagt Klank, und die Gäste haben die Geschenke dankend angenommen.

Nach dem Wechsel verteidigten sie den Vorsprung gegen einen Gastgeber, der zwar „noch einmal alles versuchte“, aber mit Kraft und langen Bällen nicht wirklich durchdrang. „Drei halblebige Chancen“ hat Gerhard Klank gezählt, keine konnte genutzt werden, in einer Partie, in der „beide Mannschaften ihr Bestes“ gegeben haben. Aber bei Markdorf fehlte die Durchschlagskraft, der Schonacher Sieg ist „aufgrund der besseren Möglichkeiten verdient“, fasst Klank zusammen. Wenngleich er vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen sei.

Tore: 0:1 (12.) Hettich, 0:2 (42.) Schneider. – SR: Guth.

Stenogramm

DJK Donaueschingen

FC Bad Sürrheim

6:3 (2:3)

Tore: 0:1 (1.) Fantov, 1:1 (16.) Ohnmacht, 1:2 (38.) Germann, 1:3 (43.) Schaplewski, 2:3 (44.) Ohnmacht, 3:3 (46.) Ohnmacht, 4:3 (49.) Ohnmacht, 5:3 (74.) Wild, 6:3 (89.) Sauter. – SR: Barisic (Sigmaringen).