Fußball, Teststpiel: SC Freiburg – FC St. Gallen 0:0. – Torlos endete das Testspiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC St. Gallen gestern in Pfullendorf. Die beiden Profiteams nutzten die Länderspielpause zu einem Vergleich, bei dem es für die beiden Trainer in erster Linie darum ging, Spieler aus der zweiten Reihe zu testen. Für den SC Pfullendorf als Gastgeber war das Spiel vor 2400 Zuschauern – darunter auch Jürgen Klinsmann – ein sportlicher Höhepunkt im Jubiläumsjahr.

Vincent Rüfli (links, FC St. Gallen) im Zweikampf mit dem Freiburger Jerome Gondorf. Das Testspiel in Pfullendorf endete 0:0.
Vincent Rüfli (links, FC St. Gallen) im Zweikampf mit dem Freiburger Jerome Gondorf. Das Testspiel in Pfullendorf endete 0:0. | Bild: Fischer, Eugen

Kein Fußball-Leckerbissen

Aufgrund der Aufstellung und des tiefen Platzes in der Geberit-Arena war ein Fußball-Leckerbissen nicht zu erwarten. Die eine oder andere sehenswerte Aktion war zwar zu sehen, über die gesamte Spieldauer jedoch blieb vieles Stückwerk. Immerhin bekamen die SC-Fans Asse wie Vincenzo Grifo, Christian Günter, Mike Frantz sowie zumindest in der ersten Hälfte Torhüter Mark Flekken, der zuletzt mit starken Leistungen als Schwolow-Ersatz glänzen konnte, zu sehen.

Der Freiburger Yoric Ravet (links) kommt gegen Sankt Galler Andre Ribeiro (rechts) zu spät.
Der Freiburger Yoric Ravet (links) kommt gegen Sankt Galler Andre Ribeiro (rechts) zu spät. | Bild: Fischer, Eugen

Jonathan Klinsmann im Tor

Jonathan Klinsmann, Sohn des Ex-Bundestrainers, im Tor des FC St. Gallen.
Jonathan Klinsmann, Sohn des Ex-Bundestrainers, im Tor des FC St. Gallen. | Bild: Fischer, Eugen

Auch das St. Galler Tor war prominent besetzt – Jonathan Klinsmann, Sohn des ehemaligen Nationaltrainers, stand hier zwischen den Pfosten. Sicherlich der Grund dafür, dass auch Jürgen Klinsmann den Weg in die Geberit-Arena gefunden hatte.

Partie auf Augenhöhe

Im Spiel selbst gab es zwischen dem Tabellenvierten der Bundesliga und dem Dritten der Schweizer Super-League keinen Unterschied zu sehen, sondern ein ausgeglichenes Match auf Augenhöhe mit Chancen für beide Teams. Unnötig hart, vor allem bei einem Testspiel, stieg der St.Galler Milan Vilotic auf Höhe der Mittellinie gegen Marco Terrazino ein.

Hier versucht der Freiburger Dominique Heintz (hinten), den Sankt Galler Andre Ribeiro (vorne) bei der Ballannahme zu stören.
Hier versucht der Freiburger Dominique Heintz (hinten), den Sankt Galler Andre Ribeiro (vorne) bei der Ballannahme zu stören. | Bild: Fischer, Eugen

Eigentlich eine klare Notbremse, doch der Sünder verletzte sich bei dieser Aktion in der 28. Spielminute selbst und musste ausgewechselt werden, sodass Schiedsrichter Robert Kempter die Rote Karte stecken ließ.

Schweizer Siegchance

Die zweite Hälfte begann sehr temperamentvoll, doch auf dem rutschigen Platz misslang oft der Abschluss oder der letzte Pass. In der Schlussphase waren es dann zunächst die Schweizer Gäste, die mit drei Chancen noch auf den Siegtreffer hofften, doch auch Freiburgs Torhüter Nummer drei, Niclas Thiede, ließ sich nicht überwinden. Auf der Gegenseite musste Klinsmann Junior dann bei der letzten Aktion nicht mehr eingreifen, denn der Schuss von Vincenzo Grifo, der für drei Spiele gesperrte Freiburger war der auffälligste SC-Akteur, ging knapp über das St. Galler Tor.

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Streich nimmt sich viel Zeit

In der Schlussphase kam bei den Freiburgern auch der ehemalige Pfullendorfer Sandrino Braun-Schumacher noch zum Einsatz. Ein anderer Ex-Pfullendorfer, Nicolas Höfler, war ebenso wie Torjäger Nils Petersen gar nicht erst im Kader. SC-Coach Christian Streich hingegen nahm sich noch nach dem Abpfiff reichlich Zeit für die Fans.

Christian Streich, Trainer des SC Freiburg.
Christian Streich, Trainer des SC Freiburg. | Bild: Fischer, Eugen