Ringen, Regionalliga: Eigentlich waren die Taisersdorfer Ringer nach dem Ende der vergangenen Saison bereits in die Oberliga Südbaden abgestiegen. Wegen der Querelen zwischen dem Deutschen Ringerbund und der neu gegründeten Deutschen Ringerliga wurde der Regionalligameister ASV Nendingen II jedoch nachträglich in die württembergische Verbandsliga zurückgestuft. Dadurch verblieben die Linzgauer als Tabellenneunter in der Regionalliga. Sie gehen nun seit dem erstmaligen Aufstieg im Jahr 2001 in ihre 14. Saison in dieser starken Liga.

Auf der einen Seite herrschte Freude über den Klassenerhalt, auf der anderen Seite wusste man, was auf einen zukommen wird. Denn der Ligaverbleib bedeutet durch die gleichzeitige Auflösung der 2. Bundesliga den indirekten Aufstieg in die zweithöchste deutsche Liga. Die Verantwortlichen und Aktiven nehmen es sportlich und lassen die Dinge auf sich zukommen. Sie haben in der zweithöchsten DRB-Liga, wo wieder eine Reihe deutscher und ausländischer Spitzenringer am Start sind, nichts zu verlieren.

Erneut wird es bei zwei bis drei möglichen Absteigern sehr schwer werden, den Klassenerhalt zu schaffen. Dem nicht aufstiegsberechtigten TUS Adelhausen II werden aufgrund des großen Bundesligakaders der ersten Mannschaft die größten Chancen auf den Meistertitel eingeräumt. Laut Reglement muss mindestens ein Team ins Oberhaus aufsteigen. Aufgrund ihrer Kader zählen der KSV Tennenbronn, die RG Hausen/Zell und der KSV Schriesheim zu den heißesten Kandidaten.

Favorit ist immer die gegnerische Mannschaft, so könnte man die kommende Saison für die Taisersdorfer kurz beschreiben. Der erste Vorsitzende Daniel Höfler sieht die Lage so: „Für uns ist das dennoch kein Grund, in teure Neuzugänge zu investieren, vielmehr wollen wir unserer Vereinsphilosophie treu bleiben und weiterhin auf den eigenen Nachwuchs setzen, auch wenn wir sportlich eine schwierige Saison erwarten.“ Einziger Neuzugang ist Niklas Hermann vom KSV Wollmatingen, der seinem Bruder Samuel in den Linzgau gefolgt ist. Er soll in der neu geschaffenen Gewichtsklasse bis 80kg im klassischen Stil zum Einsatz kommen. Aus dem eigenen Nachwuchs stoßen die 14-Jährigen Marc Gering und Dominik Wilhelm zu den Männerteams.

Im Trainerbereich ergab sich eine kleine Änderung. Aus dem bisherigen Trio ist nach dem Ausscheiden von Ernst Martin ein Duo geworden. Das Freistiltraining wird von Remo Martin geleitet, Andreas Rinderle ist weiter für die Griechisch-Römisch-Ringer zuständig und geht selbst noch auf die Matte. Mannschaftsführer des Regionalligateams ist Sportwart Helmut Rinderle.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wurden die Gewichtsklassen leicht modifiziert. So fallen die doppelten Klassen 66Bkg und 86Bkg weg und werden durch die Klassen 71kg und 80kg ersetzt. Dies ermöglicht eine größere Variationsmöglichkeit bei der Aufstellung, da die Gewichtsunterschiede in den mittleren Klassen nicht mehr so groß sind. Somit ergeben sich folgende Gewichtsklassen: 57, 61, 66, 71, 75A, 75B, 80, 86, 98 und 130.

Die Verantwortlichen beim KSV Linzgau Taisersdorf hoffen, dass ihre Ringer von Verletzungen verschont bleiben. Ziel ist es, den Zuschauern wieder spannende und interessante Heimkämpfe zu bieten. Vielleicht gelingt es auch, den einen oder anderen der Favoriten zu besiegen. (fm)

Die Termine

2.9., 20 Uhr: Tennenbronn – Taisersdorf

9.9., 20 Uhr: Taisersdorf – Aichhalden

16.9., 20 Uhr: Rheinfelden – Taisersdorf

23.9., 20 Uhr: Schriesheim – Taisersd.

30.9., 20 Uhr: Taisersd. – Weitenau/W.

3.10., 17 Uhr: Hausen/Zell – Taisersdorf

7.10., 20 Uhr: Taisersd. – Adelhausen II

14.10., 20 Uhr: Reilingen/H. – Taisersd.

21.10., 20 Uhr: Taisersdorf – AV Sulgen

28.10., 18 Uhr: Taisers. – Tennenbronn

1.11., 17 Uhr: Aichhalden – Taisersdorf

4.11., 20 Uhr: Taisersdorf – Rheinfelden

11.11., 20 Uhr: Taisersd. – Schriesheim

18.11., 20 Uhr: Weitenau/W. – Taisersd.

25.11., 20 Uhr: Taisersdorf – Hausen/Z.

2.12., 20 Uhr: Adelhausen II – Taisersd.

9.12., 20 Uhr: Taisersd. – Reilingen/H.

16.12., 20 Uhr: AV Sulgen – Taisersdorf