2. Handball-Bundesliga: ThSV Eisenach – HSG Konstanz (heute, 19.30 Uhr, Werner-Aßmann-Halle). – Gemeinsame Erlebnisse verbinden. Vor allem die ganz Außergewöhnlichen. So wie zwei Relegationsspiele in die 2. Bundesliga. Längst hat sich zwischen Eisenach und Konstanz ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Heute wird diese Freundschaft für 60 Minuten ruhen.

Trainer will eine Reaktion sehen

Die Thüringer gewannen ihr erstes Heimspiel souverän mit 30:25 gegen Hüttenberg, auswärts war zweimal nichts zu holen. Gerade nach der 24:34-Schlappe in Dormagen war die Enttäuschung groß und die Ansagen eindeutig. „Wir erwarten eine Reaktion“, verlangen Trainer Sead Hasanefendic und Geschäftsführer Rene Witte. Die Konstanzer wissen, was sie erwartet: Ein hoch motivierter Gegner. Vor allem in der Anfangsphase wird der Ex-Erstligist versuchen, die HSG zu überrollen.

Eisenach noch nicht so eingespielt

Das gelang schon einmal. In den zwei Duellen der Relegation. Nach den schwerwiegenden Abgängen der damals besten Akteure, Daniel Luther (Karriereende) und Marcel Schliedermann (TV Emsdetten), sind die Karten neu gemischt. „Wir haben uns verändert“, sagt der 71-jährige Trainer, und schiebt hinterher: „Vom Kader her haben wir eine stärkere Mannschaft. Aber wir sind noch nicht so eingespielt wie im Vorjahr.“

Punkt gegen Hamm sorgt für Rückenwind

So ruhen die Konstanzer Hoffnungen darauf, dass die famose Aufholjagd gegen den bisherigen Tabellenführer Hamm viel Rückenwind für diese schwere Auswärtsaufgabe gibt. „Diese Schlussphase hat besonders gezeigt“, ist Trainer Daniel Eblen immer noch begeistert, „dass die Jungs nicht bereit sind, aufzuhören. Sie wurden nun auch dafür belohnt. Ich hoffe, dass wir nun einen Schritt weiter sind.“ Defensiv konnte sein Team überzeugen. Ein wichtiger Baustein ist Neuzugang Michael Haßferter, der mit zahlreichen Paraden zum sicheren Rückhalt avancierte. „Man merkt ihm an, dass er Erfahrung mit Würfen auf diesem Niveau hat. Davon profitieren wir.“

HSG kann jeden Gegner ärgern

Das gilt für den nächsten Gegner, der an Qualität und Erfahrung gewonnen hat; zudem ist er körperlich sehr stark, mit großgewachsenem Rückraum und Kreisläufern sowie beweglichen, schnellen Aufbauspielern. Als Außenseiter habe man jedoch zeigen können, so Eblen, „dass wir jeden Gegner ärgern können. Es macht Spaß, aus dieser Position heraus Handball zu spielen.“ (joa)