Ausdauersport: Bei idealen äußeren Bedingungen konnte am Sonntag die 14. Auflage des Bodensee-Megathlons im Radolfzeller Herzenbad gestartet werden. Bei den Teams wiederholte das Quintett von „Happy Fit“ recht souverän den Erfolg vom Vorjahr und ist auf dem besten Weg, die Rolle der früheren Dauersieger, der „Black Forest Youngster“, die wie im Vorjahr auf Rang zwei kamen, zu übernehmen. Bei den „Singles“ setzte sich der Schweizer Debütant Thomas Rusch durch. Er hatte im Ziel mehr als fünf Minuten Vorsprung auf Matthias Dippong (DJK Singen).

Bei den Frauen standen am Ende die gleichen Athletinnen wie im Vorjahr auf dem Treppchen, allerdings in anderer Reihenfolge. Die Vorjahresdritte, Anja Sturm aus Regensburg, verdrängte die Titelverteidigerin Lisa Teichert (Heidleberg) auf den zweiten Rang. Und die Zweitplatzierte des Vorjahres, Eva Hürlimann, kam nicht an ihre Zeit vom Vorjahr heran und landete schließlich auf dem dritten Platz.

Nach 1,5 km Schwimmen, 42 km auf dem Rennrad, 20 km Inlineskaten, 36 km über den Schienerberg auf dem Mountainbike und dem abschließenden 10km-Lauf erreichte das Singener „Happy Fit“-Team als erstes das Ziel im Radolfzeller Herzenbad. Max Novosad sorgte bereits nach der Schwimmstrecke für die Führung, und schon nach der zweiten Disziplin, der Rennradrunde, war der Vorsprung auf die „Black Forest Youngster“ auf über sechs Minuten angewachsen, sodass es ein eher einsames Rennen wurde. „Es macht einfach Spaß, wenn man das Rennen von vorne kontrollieren kann“, verriet der Inliner des Teams, Michael Puderbach, dass der fehlende Gegnerdruck kein Problem darstellte. Und auch die Tatsache, dass diesmal ohne Neopren-Anzug geschwommen wurde, da die Wassertemperaturen bei etwa 25 Grad lagen, entwickelte sich eher zum Vorteil der Titelverteidiger. „Ich schwimme eigentlich immer ohne Anzug“, so der „Happy Fit“-Schwimmer Max Novosad.

Auch bei den Singles kam kaum Spannung auf, denn in der zweiten Hälfte dominierte der Appenzeller Thomas Rusch, legte auf Inlines, auf dem Mountainbike und beim Laufen Bestzeiten hin und distanzierte damit das Feld deutlich. „Ich bin ein schlechter Schwimmer. Das Radfahren kommt mir mehr entgegen“, verriet der Sieger seine Stärken und Schwächen. Seine Eindrücke bei der ersten Teilnahme am Bodensee fasste der Schweizer im Ziel zusammen: „Das hier ist nur zu empfehlen.“ Immer ganz vorne mit dabei war Matthias Dippong (DJK Singen). Als Zweiter kam er aus dem Wasser, konnte Rusch jedoch auf den letzten vier Teil-Etappen nicht mehr unter Druck setzen, doch es reichte für ihn bei seiner ersten Single-Teilnahme zu einem ungefährdeten zweiten Platz.

Bei den Frauen kam Vorjahressiegerin Lisa Teichert als Erste aus dem Wasser, danach dominierte Anja Sturm, die letztlich über sechs Minuten Vorsprung auf Teichert hatte und auch Teicherts Zeit vom Vorjahr deutlich unterbot. In der Couples-Wertung waren Katja Ulbrich und Jan Höme als Erste im Ziel.

„Das war ein tolles Sportwochenende! Fast keine Stürze, keine schweren Verletzungen“, konnte Veranstalter Rik Sauser ein zufriedenes Fazit nach der 14. Auflage ziehen. Bei der Streckenführung sorgte lediglich ein kurzes Kiesstück für Probleme auf Inlineskates, und die Teilnehmerzahlen sind konstant hoch – einem Zuwachs bei den Singles und den Couples stand ein Rückgang bei der Anzahl der Teams gegenüber. Der Bodensee-Megathlon ist längst ein fester Termin für Ausdauersportler im Bodenseeraum.