Handball, 2. Bundesliga: VfL Lübeck-Schwartau – HSG Konstanz (Samstag, 19 Uhr, Hansehalle). – Durch den 28:24-Erfolg gegen Eisenach ist die HSG Konstanz wieder voll mit dabei im Rennen um den Klassenverbleib. Am Samstag, 19 Uhr, steht ihr nach einer fast 900 Kilometer langen Anreise beim VfL Lübeck-Schwartau aber das nächste wichtige Duell bevor. Nur ein Punkt trennt die Hansestädter derzeit von den Gelb-Blauen in der Tabelle.

Lübeck unter Druck

Die Statistik spricht allerdings nicht für die Konstanzer. Die HSG konnte bislang lediglich ein Remis in der Hansehalle erkämpfen. Doch aktuell steht der VfL nach einem so nicht erwarteten Saisonverlauf gehörig unter Druck. So ist dem Konstanzer Trainer Daniel Eblen bewusst, welch‘ schweren Gang seine Mannschaft an der Ostsee anzutreten hat. Die Halle stehe hinter der Heimmannschaft, so der 45-Jährige. „Aber“, fügt er an, „manchmal kann uns das auch pushen. Wir konzentrieren uns auf uns und versuchen das zu bringen, was wir uns vornehmen.“

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Das gelang zuletzt gegen Eisenach hervorragend. Insbesondere in Sachen Cleverness und Konstanz präsentierte sich seine junge Mannschaft deutlich gereifter und weiter als etwa noch im ersten Vergleich mit den Thüringern. „Das hat funktioniert. Jetzt ist es wichtig, dass wir dies fortsetzen, auch wenn es irgendwann Rückschläge geben wird.“ Mit einem Erfolg würde die HSG an den Schleswig-Holsteinern vorbeiziehen und nach 22 Begegnungen auf jeden Fall einen Nichtabstiegsplatz belegen.

Viel Selbstvertrauen getankt

Allerdings bereiten den Konstanzer Verantwortlichen einige Blessuren aus dem gerade am Ende doch recht harten Spiel gegen Eisenach Sorgen. Doch die Partie hat vor allem viel Selbstvertrauen für die kommenden Herausforderungen gegeben, nachdem man dem erfahrenen Gegner in der Relegation zuletzt zweimal deutlich unterlegen war. Die beiden Vergleiche in dieser Saison sprechen dafür, dass sich die HSG Konstanz kontinuierlich weiterentwickelt hat. Für Eblen ist es nun ganz wichtig, weiter die Balance zu finden. Aber auch er sagt: „Es war wichtig, die Punkte zu holen und das Spiel nach Hause zu bringen.“

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Viertbeste Defensive der Liga

In Lübeck muss sich sein Team in erster Linie auf eine sehr starke Defensive des Gegners einstellen. Vergangene Saison kassierte Lübeck die mit Abstand wenigsten Gegentore der Liga, aktuell stellt der VfL die viertbeste Deckung der 2. Bundesliga. „Das ist ganz schwer zu bespielen“, erinnert der Cheftrainer an das kompakte, aggressive und darüber hinaus sehr variable Abwehrspiel der Ostseestädter. „Das wird kein Spaziergang, die werden alles daran setzen, uns zu schlagen.“

VfL im neuen Jahr noch sieglos

Sein eigener Plan unterscheidet sich davon jedoch nicht. Noch ist der VfL Lübeck-Schwartau im neuen Jahr sieglos. Kein Selbstläufer, so Daniel Eblen, war es gegen Eisenach – und dazu „höchst respektabel“, was die HSG Konstanz gezeigt hat. Doch zwei von sechs möglichen Punkten – trotz der schweren Auswärtsspiele in Bietigheim und Hamm – stellen ihn noch nicht zufrieden. Nachlegen heißt das Motto, während ganz im Süden der Fastnachts-Wahnsinn tobt. Hoch im Norden soll der Wahnsinn auf dem Spielfeld stattfinden. Es wäre ein großer Schritt für die HSG Konstanz.