Handball, 2. Bundesliga

DJK Rimpar Wölfe

HSG Konstanz

26:24 (13:13)

Die vielen vergebenen Siebenmeter – vier waren es bei den DJK Rimpar Wölfen – und die zahlreich ausgelassenen Großchancen ließen die Fans der HSG an Halloween gruseln. Diese Themen ziehen sich nun schon einige Wochen durch die ansonsten ansprechenden Leistungen der Konstanzer – allein ohne die Effektivität im Abschluss war auswärts wieder nichts zu holen.

Lange gut mitgespielt

Dabei hatten die Konstanzer den Gegner lange gut im Griff. Zwar noch nicht in den ersten Minuten, die mit 3:0 an die Unterfranken gingen, doch nach knapp acht torlosen ersten Minuten mit dem ersten Treffer durch Samuel Wendel. Denn fortan hatte sich die Deckung stabilisiert und Michel Haßferter kam gut ins Spiel. Gleiches galt für die Offensive, die wieder einen schnellen, flüssigen Ball spielte und so schnell den 3:4-Anschluss ermöglichte. Nach 13 Minuten besorgte Fabian Wiederstein folgerichtig den 5:5-Ausgleich. Wenngleich Fynn Beckmann durch sein hervorragendes Auftreten vor allem im Eins-gegenEins viele Lücken in der Rimparer Defensive riss, spätestens bei den Würfen von der Siebenmetermarke wurde Joschua Braun schmerzlich vermisst. Der Linkshänder wird mit schlimmen Brüchen im Gesicht und einer Handverletzung – beides erlitten gegen Emsdetten – noch rund acht Wochen ausfallen.

Schlechte Siebenmeter-Quote

So scheiterten Paul Kaletsch, Tom Wolf, Fabian Schlaich und Tim Jud von der Strafwurfmarke. Der fünfte Schütze war schließlich Fabian Maier-Hasselmann, der zweimal sicher verwandelte. Allerdings sollten sich die Fehlwürfe bitter rächen. Genauso wie jene aus nächster Entfernung, aus besten Positionen und immer wieder völlig frei. „Die Jungs haben gekämpft, haben mit Tempo und diszipliniert im Angriff gespielt, kaum Fehler gemacht, gut Abwehr gespielt“, meinte Trainer Daniel Eblen. Das große Aber: „Die Bälle bringen wir einfach nicht rein. Wir müssen jede Chance zweimal herausspielen, bis es dann irgendwann einmal einer macht.“

Wölfe-Keeper entscheidender Faktor

Wölfe-Keeper Andreas Wieser, eingewechselt in der 42. Spielminute, wurde im zuvor engen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorteilen auf Seiten der HSG zum entscheidenden Faktor. Bis hierhin hatte die HSG mit 18:17 geführt. Selbst bis zum 21:20 der Hausherren (47.) war es ein Spiel auf Messers Schneide, doch Konstanz packte die Chance auf den ersten Coup in fremder Halle einfach nicht. Als Rimpar auf 25:21 weg war, kam Konstanz mit toller Moral zwar nochmal auf zwei Treffer heran, musste aber wieder mit leeren Händen direkt Richtung Lübbecke aufbrechen, wo am Samstag ab 19 Uhr das nächste Duell ansteht.

HSG Konstanz: Tölke, Haßferter, M. Wolf (Tor); Beckmann (6), Wendel (3), Jud (3), Maier-Hasselmann (3/2), Wiederstein (2), Schlaich (2), Kaletsch (2), Stotz (1), Hild (1), T. Wolf (1), Krüger, Keupp, Czako.

Der Gegner am Samstag

Der TuS N-Lübbecke blieb bislang unter seinen Möglichkeiten. Mit zuletzt zwei Erfolgen in Serie scheint der Ex-Erstligist aber zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Besonders beeindruckt ist der Konstanzer Trainer Daniel Eblen von der Wurfkraft aus dem Rückraum, der Spielgestaltung und der Dynamik der Ostwestfalen. Spielbeginn am Samstag in der Lübbecker Merkur-Arena ist um 19 Uhr.