Handball-Oberliga: TSB Schwäbisch Gmünd – HSG Konstanz II 26:29 (10:13). – Der Mini-Lauf geht weiter: Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison verbesserte die Zweitliga-Reserve ihre Ausbeute in den vergangenen vier Spielen auf 7:1 Punkte. Grundstein war einmal mehr eine starke Defensive, mit der sogar der Ausfall zweier Leistungsträger während des Spiels und eine Rote Karte kompensiert werden konnten.

Traumstart für die HSG II

In einem sehr unterhaltsamen, guten Spiel bescherten der überragende Samuel Löffler, Kai Mittendorf und Youngster Felix Fehrenbach der HSG einen Traumstart. Die körperlich starken, robusten Württemberger kamen allerdings bald zum 6:6. Eine Führung sollte ihnen aber nicht ein einziges Mal gelingen. Großen Anteil daran hatte die erneut bärenstarke, leidenschaftliche Verteidigung der Gäste, die mit Moritz Ebert im Tor einen weiteren überragenden Spieler in ihren Reihen hatten. Nicht nur, dass sich der junge Keeper selbst in die Torschützenliste eintragen konnte, in der ersten Halbzeit war er bei knapp 50 Prozent gehaltenen Würfen. Weil allerdings die Gelb-Blauen einige freie Chancen ausließen, konnten sie sich nur mit drei Toren absetzen.

Großes Pech bremst Konstanz aus

Mit dem 17:12 kurz nach der Pause schien die Mannschaft endgültig die Kontrolle zu übernehmen. Bis großes Pech sie ausbremste: Erst verletzte sich Jonas Hadlich, dann erwischte es auch noch den groß aufspielenden Samuel Löffler. Zudem fehlte Simon Storz bald nach einer Roten Karte. „Ohne die beiden etatmäßigen Rückraumspieler wurde es schon schwierig“, erklärte Trainer Matthias Stocker. „Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um neu dagegen zu halten.“

Schwäbisch Gmünd nutzt Unordnung beim Gegner

Schwäbisch Gmünd machte es mit einem massiven Abwehrblock den Gästen nun schwer und nutzte die Unordnung beim Gegner (42.). Stocker: „Beim 16:17 kann die Partie kippen.“ Dank einer „überzeugenden Mannschaftsleistung“ sollte dies jedoch nicht passieren. Konstanz kämpfte, fand Lösungen und setzte sich immer wieder auf drei Tore ab. Als dann vor allem Jerome Portmann und Carl Gottesmann immer wieder Nadelstiche setzten und der eingewechselte Lukas Herrmann in den letzten Minuten der Begegnung das Konstanzer Tor vernagelte, war der hart erarbeitete erste Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach.

Trainer Matthias Stocker: „Kompliment an die Mannschaft“

„Kompliment an die Mannschaft“, sagte Trainer Matthias Stocker. „Wie die Jungs die Rückschläge immer wieder weggesteckt haben, war toll. Wir haben uns diesen Sieg und das nötige Glück verdient.“

HSG Konstanz II: Ebert (1), Herrmann (beide Tor), Mauch (4/3), Mittendorf (3), Portmann (5), Michelberger, Fehrenbach (2), Schweda (1), Gottesmann (4), Hadlich, Volz (1), Löffler (8), Dahm, Storz.