Oberliga: TSG Söflingen – HSG Konstanz II 26:26 (15:11). – Wieder ging es drunter und drüber im Spiel der HSG Konstanz II. Von „desaströs“ bis „bemerkenswert“, so Trainer Matthias Stocker, bot die Zweitliga-Reserve alles. Am Ende durfte sie sich dank einer Aufholjagd in den letzten fünf Minuten beim 26:26 (15:11) bei der TSG Söflingen allerdings über den ersten Punkt der Saison freuen.

Nein, leicht hat es Stocker mit den Talenten im jüngsten Team der Oberliga nicht. Nach einem guten Start und guter Leistung vor allem in den ersten zehn Minuten mit einer Zwei-Tore-Führung war nach dem 10:9 (20.) durch den siebenfachen Torschützen Patrick Volz plötzlich wie der Stecker gezogen.

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„Das war desaströs, richtig schlecht“ schimpfte Stocker. „Vorne wie hinten. Wir haben das Abwehrspiel komplett eingestellt.“ Dabei hatte gerade die Defensive zuvor gut funktioniert. Dazu kamen nun etliche technische Fehler. So führten die Gastgeber nach der ersten Hälfte mit 15:11.

Laut wurde es zwar nicht in der Kabine, versichert der HSG-Coach. Aber deutlich. Das zeigte die erhoffe Wirkung. Stocker hatte von der 6:0- auf eine 3:2:1-Abwehr umgestellt und seine Spieler präsentierten sich nun mit einer ganz anderen Körpersprache. Statt fehlenden Selbstvertrauens und Fehlern war von Verunsicherung trotz des Rückstandes nichts zu sehen.

Ein Lob vom Trainer ans Kollektiv

So deutlich der HSG-Coach bei seiner Kritik bezüglich der Vorstellung vor der Pause war, so sehr musste er seine Schützlinge für die Reaktion nach dem Seitenwechsel loben: „Das war bemerkenswert. Ein Lob an das Kollektiv, wie sich die Jungs reingekämpft haben.“

Dabei war das alles andere als ein leichtes Unterfangen, denn Söflingen verschleppte das Tempo nun extrem und setzte auf bis zum allerletzten Pass vorgetragene Angriffe, um möglichst viel Zeit von der Uhr und Konstanz nicht in das Tempospiel kommen zu lassen.

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„Gefühlt standen wir 25 Minuten in der Abwehr“, konnte der 31-Jährige darüber zum Schluss doch lachen. Denn seine Mannschaft stand fünf Minuten vor Schluss beim 26:23 am Abgrund – fiel aber nicht. Mit einer fulminanten Aufholjagd ließ die HSG keinen Treffer mehr zu, kam innerhalb von 117 Sekunden zum 26:26-Ausgleich und hatte sogar die Chance zum Sieg.

Nach einer Achterbahn der Gefühle war Stocker mit dem Punkt zufrieden. „Nach der ersten Halbzeit war das nicht zu erwarten, umso schöner ist es“, sagte er, andererseits „können wir mehr und rufen es 40 Minuten nicht ab. 15 technische Fehler sind zu viel. Doch die Reaktion zeigt: Wenn wir unsere Leistung abrufen, haben wir unsere Chancen.“

HSG Konstanz II: Ebert, Herrmann (Tor); Mauch (3/3), Mittendorf, Portmann, Hild, Mack (3), Schweda (1), Gottesmann, Storz, Hadlich (5), Fehrenbach (4), Volz (7), S. Löffler (3).