Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – TVS Baden-Baden 29:28 (12:14). – Es wurde das erwartete Spitzenspiel: Mit einer bärenstarken Leistung entschied die HSG Konstanz II das Duell gegen den TVS Baden-Baden für sich.

HSG Konstanz legte gut los

Die Konstanzer legten gut los. Carl Gottesmann erzielte nach sieben Minuten bereits das 4:1. Baden-Baden präsentierte sich jedoch als der erwartet starke Gegner. Jonas Schuster traf nach knapp 19 Minuten zum 8:8, und ein Siebenmeter für Christian Fritz brachte die erste Führung für die Gäste. In einem Spiel mit relativ vielen Zeitstrafen, fünf für Konstanz, sieben für Baden-Baden, übernahm nun der TVS das Kommando – und die Führung. Kurz vor der Pause sogar mit drei Toren, Joel Mauch konnte zur Pause immerhin noch auf 12:14 verkürzen.

Offensive Abwehr unterbindet Kreisläuferspiel

Nach der Pause stellte die HSG auf die offensive Abwehrvariante um und konnte damit das starke Kreisläuferspiel der Gäste unterbinden. Nach 35 Minuten markierte der viermal erfolgreiche Felix Fehrenbach das 15:15 und belohnte sein Team für die immer größer werdende Spielkontrolle. Samuel Löffler war dabei überragender Lenker, zehnfacher Torschütze und wichtiger Eckpfeiler in der Deckung der Gastgeber. Baden-Baden ließ sich zwar nicht abschütteln, lag aber wenige Minuten danach immer zurück. Nach 48 Minuten sogar mit drei Toren, die bis zum 26:23 (55.) Bestand hatten.

In der Schlussphase wurde es noch mal eng

Zum Schluss wurde es noch einmal eng. In Überzahl verkürzte Baden-Baden 41 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 28:29. Konstanz nahm die Auszeit und ergänzte durch einen zusätzlichen Feldspieler. Dann der Schockmoment: Der letzte Wurf wenige Sekunden vor dem Ende der Partie prallte an den Pfosten und von dort direkt in die Hände der Gäste. HSG-Trainer Matthias Stocker: „Überall hin, bloß nicht dorthin dürfen wir den Ball hinwerfen. Zum Glück haben wir ihn vor dem leeren Tor noch geblockt.“ Für ihn ein verdienter Erfolg, weil „wir in der Abwehr bereit waren, alles zu geben und vorne viele gute Aktionen hatten.“

Bloß keine Arroganz entwickeln

Das stetig gewachsene Selbstvertrauen dürfe nun nicht in Arroganz umschlagen, fordert der HSG-Coach. „Das können wir am Samstag zeigen“, nimmt er seine Schützlinge in die Pflicht, die um 17 Uhr direkt vor dem Zweitliga-Kracher gegen Gummersbach gegen Zizishausen gefordert sind. (joa)

HSG Konstanz II: Herrmann, Ebert (beide Tor); Mauch (6/3), Schweda (3/1), Dahm, Michelberger (2), Gottesmann (2), Volz (2), S. Löffler (10), Portmann, Storz, J. Löffler, Sahin, Fehrenbach (4).