Handball, Oberliga: SV Fellbach – HSG Konstanz II 33:34 (22:18). – Dabei schienen Punkte schon vor dem Anpfiff in weite Ferne gerückt zu sein. Mit Samuel Löffler, Benjamin Schweda, Jonas Löffler, Balthes Reiff und Lukas Herrmann fehlten gleich fünf wichtige Spieler. Gerade im Rückraum war die Not so groß, dass Trainer Matthias Stocker gezwungenermaßen sein Comeback geben musste. „Das war nicht gut“, meinte er zwar hinterher – aber der ehemalige Zweitliga-Spieler konnte es nach zwei Treffern auch mit einem Lächeln sagen und stellte klar: „Ich hoffe, dass das nie wieder vorkommt. Ich brauche jetzt erst einmal ein paar Tage.“

Scheibenschießen in Halbzeit eins

„Scheibenschießen“, nannte Stocker das, was in den ersten 30 Minuten mit 40 Toren passierte. Die Württemberger hatten sich eine 22:18-Führung erarbeitet. Nach etwas mehr als 35 Minuten erzielte Fellbach sogar das 27:20. Konstanz war angezählt. Doch dann begann die Aufholjagd der HSG: Durch einen 5:0-Lauf war der Rückstand der Gäste innerhalb von vier Minuten auf nur noch zwei Treffer geschmolzen: 25:27. Und in Moritz Ebert hatte Konstanz einen hervorragenden Rückhalt. Es dauerte bis zur 56. Spielminute, bis der Ausgleich zum 32:32 durch Joel Mauch fiel. Dann setzte Jerome Portman der Aufholjagd die Krone auf und traf zum 33:32. Wieder war es dann Joel Mauch, der auf 34:32 erhöhte.

Clever in der Schlussphase

Damit war aber immer noch nicht Schluss, denn Konstanz musste die letzten 74 Sekunden mit nur vier Feldspielern überstehen. Doch die HSG spielte clever und ließ keinen Gegenangriff mehr zu. Stocker jubelte: „Nur elf Gegentore in der zweiten Hälfte, das war stark. Darauf können die Jungs stolz sein. Für uns war der Sieg überragend wichtig, um uns weiter von unten abzusetzen.“ (joa)

HSG Konstanz II: Ebert, Gemeinhardt (beide Tor); Mauch (4/1), Mittendorf, Portmann (6), Mack (1), Fehrenbach (1), Stocker (2), Michelberger (4), Gottesmann (2), Volz (11/3), Dahm, Storz (3). – Z: 220.