Handball, Oberliga: HSG Konstanz II – TSB Schwäb. Gmünd 33:21 (13:11). – Die HSG Konstanz II eilt weiter von Erfolg zu Erfolg. Der Lohn nach dem deutlichen 33:21 (13:11)-Heimsieg gegen den TSB Schwäbisch Gmünd und dem Patzer von Neuhausen in Baden-Baden: Platz zwei der Oberliga, der am Ende der Saison den Aufstieg in die 3. Liga bedeuten würde, sofern die erste Mannschaft den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sicherstellt.

Schweres Stück Arbeit

Bis es allerdings soweit war, hatte die Zweitliga-Reserve erst einmal ein schweres Stück Arbeit zu bewältigen. Schwäbisch Gmünd, mitten im Kampf um den Klassenerhalt, stellte sich als der erwartet schwere Gegner dar. Zwar stellte Kapitän Benjamin Schweda nach sieben Minuten auf 4:1, die Württemberger zeigten sich davon jedoch wenig beeindruckt. Stattdessen schlossen sie zum 7:8 auf, ehe sich Konstanz zum 13:11-Halbzeitstand mühte.

Starke Phase nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel hatte das Konstanzer Talentteam eine starke Phase. Mit guter Deckung und rasantem Tempo wurde der Gast teilweise überrollt. Nur sechs Minuten im zweiten Abschnitt waren nötig, um auf 20:13 zu erhöhen. In diesem Tempo ging es weiter. Über 23:15 und 27:18 zeigte sich Konstanz erbarmungslos und legte immer weiter bis auf 33:21 nach. Mit vielen klugen Entscheidungen spielten sich dabei vor allem die beiden Mittelmänner Joel Mauch und Benjamin Schweda in den Vordergrund. So wurde etwa Kreisläufer Pascal Mack gut in Szene gesetzt, als Schwäbisch Gmünd den zuvor toll aufspielenden Lars Michelberger im Rückraum kurz deckte. „Lars, Benni und Joel haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt, das hat mir gut gefallen“, lobte HSG-Trainer Matthias Stocker. „Am Ende war das ein verdienter Sieg, wir haben nie nachgelassen.“

Gute Defensive, starke Torhüter

Zudem hatte sich die deutlich geringere Fehleranzahl und Geduld im Angriff ausgezahlt, in Kombination mit leidenschaftlicher Arbeit in der Defensive und guten Torhütern. Denn auch Lukas Herrmann knüpfte in den letzten zehn Minuten nahtlos an die starke Vorstellung von Ebert an und feierte nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback. So konnte Trainer Stocker nach der Partie doch noch einen Blick auf die zuvor gemiedene Tabelle riskieren. Vor der jetzt folgenden Pause rangiert die HSG auf Platz zwei. „Das passt, ich bin sehr zufrieden“, grinste der 32-Jährige dabei. „Für unser Ziel Top Fünf sind wir auf einem guten Weg. Alles andere ist Zukunftsmusik – aber eine schöne Momentaufnahme.“

HSG Konstanz II: Herrmann, Ebert (beide Tor); Mauch (4/1), Mittendorf (2), Schweda (5/2), Dahm, Michelberger (5), Mack (6), Volz (1), Lauber (2), Storz (3), Löffler (1), Hadlich (1), Fehrenbach (3). – Z: 200.