Volleyball, 2. Bundesliga: SV Schwaig – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19.30 Uhr, Hans-Simon-Halle). – Donnerstag ist Klettertag für Christian Pampel. Auf dem Weg zur Spitze sucht der Spielertrainer des TSV Mimmenhausen in der Kletterhalle die schnellste und beste Route. Im Hinterkopf hat der begeisterte Kletterer natürlich schon den einen oder anderen Lösungsansatz für die Partien seines TSV Mimmenhausen. Ob Pampel sich am vergangenen Donnerstag eine besonders knifflige Strecke bis zum Ziel an der Hallendecke ausgesucht hat, ist nicht bekannt. Möglich wäre es, denn am Samstag haben der Spielertrainer und seine Mitspieler auf dem Volleyballparkett eine besonders hohe Hürde zu überwinden.

Herausforderung für den TSV

Nicht dass die bisherigen Gegner den Mimmenhausern weniger Konzentration abverlangt hätten. Aber die Partie beim SV Schwaig ist eine der letzten Herausforderungen für den TSV in dieser Saison. „Gegen Schwaig haben wir noch nicht gewonnen.“ Ein unschöner Fleck auf der sportlich doch so reinen Weste des Tabellenführers. „Das ist ein besonders schwerer Brocken“, sagt er, „Schwaig war bisher ein sehr unangenehmer Gegner für uns.“

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Schwaig macht wenig Fehler

Der Erfolg der Mittelfranken kommt nicht von ungefähr. Das Team von Trainer Milon Maric macht wenig Fehler. Das haben die Mimmenhauser Volleyballer zuletzt am 9. November im Bildungszentrum Salem zu spüren bekommen. Beim 1:3 im Hinspiel. Unter anderem schuld an der Niederlage: Mimmenhausen spielte nicht immer auf höchstem Leistungsniveau – mit den entsprechenden Konsequenzen.

Fehlerquote gering halten

Wollen Kapitän Michael Diwersy & Co. am Samstag nach Spielschluss nicht wieder ein Ergebnis kommentieren müssen, in dem mehr drin gewesen wäre, sollten sie vor allem ihre Fehlerquote so gering wie möglich halten. Gegen einen SV Schwaig, der nicht nur auf dem Papier Potenz zeigt. Nur zehn Mann hat der SV auf dem Spielberichtsbogen. Aber acht davon sind schon einmal „Wertvollster Spieler“ geworden. Der Kroate Perica Stanic sechsmal (dreimal Gold, dreimal Silber), Florian Tafelmayer (auch er ist Außenangreifer) und Zuspieler Daniel Schmitt wurden je zweimal mit Gold dekoriert. Apropos Schmitt. Er gehört zum Trio, das weiß, wie Meister werden geht. Er, Max Bibrack und Sven Kellermann wechselten von Meister Heitec Eltmann, der jetzt in der Bundesliga Insolvenz angemeldet hat, zum Tabellendritten.

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„Ein Spiel wie jedes andere auch“

Trotz der Fakten: Pampel sieht keinen Grund für erhöhte Aktivitäten beim Spitzenreiter. „Ich gebe der Mannschaft das mit, was ich ihr immer sage.“ Die Partie in Schwaig sei ein Spiel wie jedes andere auch, nimmt er Dampf aus dem Kessel. Wichtig sei, dass sich seine Spieler auf das konzentrieren, was sie können. Rufen sie das ab, sei auch in Schwaig etwas Zählbares drin.

„Nicht besser als Schwaig“

„Das heißt nicht, dass wir dort gewinnen“, bleibt der Ex-Nationalspieler Realist. „Wir sind gut, aber nicht besser als Schwaig.“ Gelingt es dem TSV, die Gastgeber unter Druck zu setzen mit seinem Aufschlag und wenig ausrechenbaren Angriffen, stets aufs Neue „Gas zu geben und das Glück zu suchen, statt darauf zu warten, dann läuft‘s“. Wozu Mimmenhausen in Fahrt in der Lage ist, haben die vergangenen Spiele gezeigt. Die Route an die Tabellenspitze haben Pampel & Co. ja schon erklettert.