Herr Jehle, Gratulation zur Auszeichnung. Wie groß war die Freude?

Riesig, vor allem, weil ich total überrascht wurde. Unser Vereinsvorsitzender hat mich gebeten, etwas früher zum Spiel des SVD zu kommen. Und dann hat mir der Bezirksvorsitzende Konrad Matheis die Urkunde überreicht. Eine Riesensache, man bekommt ja nicht jeden Tag eine Auszeichnung vom DFB.

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Wie haben Ihre Teamkollegen reagiert?

Die haben meine Entscheidung damals akzeptiert und sich jetzt mit mir gefreut. Für mich ist Fairplay eben sehr wichtig. Einen Sieg will ich erreichen, indem ich besser bin als der Gegner – und nicht durch eine Fehlentscheidung.

Statt Strafstoß gab es durch Ihre Ehrlichkeit nur Freistoß für Ihre Mannschaft. Waren Sie froh, dass der Freistoß dann zu einem Treffer geführt hat?

Gefreut habe ich mich natürlich über den Treffer von Joshua Fischer. Aber wenn der nicht reingegangen wäre, hätte ich mich eben noch ein bisschen mehr reingehängt.

Hand aufs Herz: Wären Sie auch zum Schiedsrichter gegangen, wenn Ihr Team in Rückstand gewesen wäre?

Wahrscheinlich hätte ich ein bisschen länger überlegt, bevor ich zum Schiri gegangen wäre. Aber ich hätte trotzdem so gehandelt.