2. Handball-Bundesliga: HSG Krefeld – HSG Konstanz (heute, 19 Uhr, Glockenspitzhalle). – Nach durchweg guten Leistungen, aber auch einer kleinen Durststrecke ohne doppelten Punktgewinn zählt für die HSG beim Tabellenschlusslicht nur ein Sieg – doch HSG-Coach Daniel Eblen warnt eindringlich vor dem Gegner.

Gegen HSG ist Krefeld wieder komplett

Zwar warten die Krefelder seit sieben Partien auf Punkte, doch die Liste der Verletzten war deutlicher länger als die der Negativerlebnisse. Zeitweise fiel fast der komplette Rückraum aus. Pünktlich zum Spiel gegen Konstanz sind Toni Sario, spanischer Junioren-Nationalspieler, und Kevin Christopher Brüren wieder dabei, ebenso wie Mike Schulz. Die beiden Erstgenannten waren bei ihren Comebacks die besten Krefelder Torschützen. Trotz des großen Umbruchs – sieben neue Spieler, sechs gingen – möchte Eblen deshalb differenziert auf die Tabelle blicken. „Aus der Relegation wissen wir, wie stark Rostock war“, so der 45-Jährige. „Krefeld hat Rostock geschlagen.“ Mit dem ungarischen Torhüter Norman Toth, Toni Sario und dem kroatischen Kreisläufer Josip Cutura wurden erstmals drei Profis geholt. Dazu der dänische Keeper Frederik Stammer – und mit Arnar Gunnarrson ein neuer Chefcoach aus Island. Karl Roosna ist zudem estnischer Nationalspieler. Für Eblen alles Gründe, den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. „Wir wissen, was uns erwartet.“

Konstanz ist weder klarer Favorit noch Außenseiter

Klarer Außenseiter ist die HSG dieses Mal nicht, bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt jedoch auch nicht der haushohe Favorit. Bislang ist Konstanz ohne Auswärtssieg in dieser Saison. „Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt Eblen. Krefeld kämpft um die wohl letzte Chance, noch einmal mit einem Erfolg in das Rennen um den Klassenverbleib eingreifen zu können. Insofern ist sich der Konstanzer Trainer sicher, dass es „interessant und spannend werden wird“.

Daniel Eblen wählt die deutlichsten Worte

So wählt Eblen deutlichste Worte: „Wir müssen mit einem ganzen Sack voll Einstellung hinfahren. Wir wollen die zwei Punkte und zeigen, dass wir nicht nur gut spielen, sondern auch gewinnen können.“ Die von außen herangetragene Favoritenrolle lässt ihn kalt. Wiewohl seine Mannschaft vergangene Saison schon mit dem Druck sehr gut umzugehen wusste. Kapitän Tom Wolf, vor einer ganz besonderen Partie in seiner Heimatstadt und gegen einen seiner besten Freunde, freut sich auf die Aufgabe. „Geschenkt wird uns nichts, die Rollenverteilung mag eine andere sein. Aber wir können diese Rolle ausfüllen. Dann zählt nur der Sieg. Darauf haben wir hintrainiert und den Fokus gelegt.“