3. Handball-Liga, Frauen: Endlich ist es wieder soweit – Spitzenhandball in der Riesenberghalle! Die Drittligafrauen des SV Allensbach starten am Samstag, 19.30 Uhr, beim Autohaus-Brodmann-Spieltag mit einem Heimspiel gegen den HCD Gröbenzell in die Saison. Gleich ein echter Härtetest für die Mannschaft von Sandra Reichmann und Oliver Lebherz.

Zwei prominente Abgänge

Die Bayern landeten in der Vorsaison einen Platz vor dem SVA auf Rang drei, mussten allerdings mit den beiden Nationalspielerinnen Amelie Beyerl und Lisa Antl zwei prominente Abgänge verkraften. Auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel. Auf Hendrik Pleines folgte Konstantin Schlosser. Doch der HCD hat weiterhin eine starke Mannschaft und wird den Gastgeberinnen alles abverlangen. In den Griff bekommen müssen die Allensbacherinnen vor allem die pfeilschnelle Beatrice Mazzucco auf Linksaußen, sowie Neuzugang Lena Klingler im Rückraum.

Umbruch beim SV Allensbach

Auch im Team vom Bodensee gab es einen Umbruch. Sieben Abgängen (Steffi Hotz, Justine Bickel, Nathalie Wörner, Anna Mayer, Franziska Höppe, Svenja Hübner und Chiara Baur) stehen sechs Zugänge gegenüber. Katharina Bok (SG BBM Bietigheim II), Dovile Ilciukaite (DJK MJC Trier), Greta Rinkeviciute (HC Garliava SM Cascada), Jennifer Grathwohl (HSG Mimmenhausen/Mühlhofen) sowie Laura Epple und Laura Strosack (beide 2. Mannschaft) tragen erstmals das gelb-blaue Drittligatrikot. Zudem sind die beiden Talente Leonie Kuntz und Kimberly Gisa voll integriert, was dem Trainerteam auch in der Kaderbreite mehr Möglichkeiten bietet. Und eine weitere erfreuliche Nachricht ist, dass auch Teamcaptain Julia Willauer nach ihrer langen Verletzungspause rechtzeitig zum Saisonbeginn wieder zurück ist.

Handballerisch zu einigem fähig

Beim Skoda Cup ließen die Gelb-Blauen bereits aufblitzen, zu was sie handballerisch imstande sind. Trotzdem wird es im Wettkampfmodus noch einige Zeit dauern, bis sich die Mannschaft auch spielerisch gefunden hat. Neben dem athletischen Bereich lag der Fokus in der Vorbereitung deshalb auch sehr stark auf der Gruppentaktik in Angriff und Abwehr. „Wir haben sowohl qualitativ als auch quantitativ einen tollen Kader. Wichtig ist nun, dass die einzelnen Rädchen schnell ineinander greifen, damit wir eine ähnlich erfolgreiche Hinrunde spielen wie in der Vorsaison“, erklärt HSA-Vorstand Andreas Spiegel. Nur eine Sache soll in dieser Saison anders laufen, als in den vergangenen beiden Spielzeiten. „Wir würden unser Auftaktspiel vor heimischem Publikum sehr gerne gewinnen und werden uns voll reinhängen“, gibt sich der 33-Jährige kämpferisch.

Eine personelle Änderung vor dem Saisonauftakt

Mit Lucy Dzialoszynski wird eine der Spielerinnen, die aus der zweiten Mannschaft aufgerückt sind, aus beruflichen Gründen in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Die 22-Jährige zieht es für ihr Masterstudium nach Saarbrücken. „Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt, bedanke mich beim SVA für die schöne Zeit und wünschen den Mannschaften eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison“, so die Rückraumspielerin. „Mit Lucy verlässt uns eine super Handballerin und ein toller Mensch. Sie hat bei uns alle Jugendmannschaften durchlaufen und auch im Aktivenbereich immer zu den Leistungsträgerinnen gezählt. Als Jugendtrainerin konnten wir uns immer auf sie verlassen. Wir wünschen ihr alles Gute und hoffen, dass sie nach ihrem Studium den Weg zurück an den Bodensee findet“, so Andreas Spiegel. (as)

Laura Epple: „Das wird ein besonderes Spiel“

Für Laura Epple ist diese Partie eine besondere. Sie trifft am Samstag, 19.30 Uhr, auf ihre Schwester Jana, die bei Gröbenzell im Rückraum spielt, und es ist ihr erstes Spiel in der ersten Mannschaft.

Frau Epple, am Samstag werden Sie das erste Mal in den Farben blau-gelb in der 3. Handball-Bundesliga auflaufen. Wie fühlen Sie sich bei dem Gedanken?

Ich freue mich riesig auf das Spiel – auch wegen der tollen Kulisse mit den super Fans. Die Vorbereitung war lang und nicht nur ich, sondern die gesamte Mannschaft ist heiß darauf, wieder um Punkte zu kämpfen.

Beim HCD Gröbenzell spielt Ihre jüngere Schwester Jana und somit kommt es ja quasi zu einem kleinen Familienduell. Wie gehen Sie damit um?

Das erste Mal gegen meine Schwester zu spielen, macht das Ganze schon sehr besonders für mich. Gerade weil wir ein super Verhältnis haben und uns leider nicht mehr so oft sehen.

Wie wurden Sie in der Mannschaft aufgenommen und was sind Ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison?

Ich wurde super aufgenommen und fühle mich sehr wohl! Ich hatte es aber auch nicht schwer, weil ich den Großteil ja schon davor kannte. Meine Ziele für diese Saison sind, dass ich mich persönlich weiter entwickle, verletzungsfrei bleibe und mit der Mannschaft viel Spaß und Erfolg habe!

Fragen: Andy Spiegel