Handball, 3. Liga Frauen: TV Nellingen – SV Allensbach 27:31 (14:15). – Die Partie begann ausgeglichen. SVA-Linksaußen Laura Epple erzielte nach etwas über einer Minute das erste Tor. Die ehemalige Allensbacherin Chiara Baur sorgte dann für den Ausgleich. Auch nach zehn Minuten beim Stand von 5:5 war alles offen. Bis dahin zeigten die Allensbacherinnen aber schon, dass sie bereit waren, dahin zu gehen, wo es weh tut.

Zufriedener Teamchef

Das sah auch Teamchef Oliver Lebherz so: „Wir sind im Angriff gut in die Zweikämpfe gekommen und haben uns stark reingehängt.“ Vier Strafwürfe bekam seine Mannschaft in der Anfangsviertelstunde zugesprochen, alle verwandelte Nadja Greinert souverän. Am Ende traf sie sieben Mal bei sieben Versuchen von der Linie und war mit ihren zusätzlichen vier Feldtoren die erfolgreichste SVA-Spielerin.

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Beim Stand von 7:10 konnten sich die Gelb-Blauen dann erstmals auf drei Tore absetzen. Doch ein paar einfache Fehler verhinderten, dass die Gäste ihre Führung weiter ausbauen konnten. Ganz im Gegenteil – die abstiegsbedrohten Nellingerinnen witterten ihre Chance und kamen heran. Bis zur Pause (14:15) stand die Partie wieder auf Messers Schneide.

Hart umkämpftes Spiel

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den 230 Zuschauern in der Sporthalle 1 das gleiche Bild. In einem hart umkämpften Spiel mussten die Allensbacherinnen ab der 34. Minute eine doppelte Unterzahl überstehen. Das gelang ganz gut, trotzdem erzielten die Gastgeberinnen mit dem 18:17 eine ihrer wenigen Führungen.

Starke Phase des SVA

Dann folgte die stärkste Phase der Allensbacherinnen. Durch einen 5:0-Lauf gingen sie ihrerseits wieder mit vier Toren in Führung und bauten diese bis zur 45. Minute auf 26:20 aus – die Vorentscheidung. „In dieser Phase hatten wir dann auch in der Abwehr wieder deutlich besseren Zugriff“, analysierte SVA-Teamchef Lebherz. Der TV Nellingen, der vor der Saison seine Mannschaft aus der ersten Bundesliga zurückgezogen hatte, konnte sich von dieser Phase des Spiels nicht mehr erholen und fand keine Lösungen mehr, das Spiel zu drehen.

Enttäuschte Gastgeberinnen

„Wir versuchen alles, aber am Ende fehlt uns auch eine, die uns raus zieht“, erklärte eine enttäuschte Leonie Strack auf Seiten der Gastgeberinnen. Dass die Allensbacherinnen deutlich cleverer und zielstrebiger agierten, zeigte sich in den letzten fünf Minuten des Spiels nochmals. Hier gab es eine erneute doppelte Unterzahl für die Gäste, in der sie zwar einen Treffer kassierten, aber durch Julia Willauer auch selbst trafen.

Tradition fortgesetzt

Mit dem 31:27-Auswärtssieg, dem ersten in der Rückrunde, setzt der SV Allensbach seine siegreiche Tradition am Fasnacht-Samstag fort und hält mit dem zweiten Sieg in Folge den Anschluss an die Spitzengruppe.

Neben Nadja Greinert mit elf Toren waren Tabea Maier (6) und Dovile Ilciukaite (5) die besten Torschützinnen. Letztere erzielte alle ihre Tore in Hälfte zwei. (asp)

SV Allensbach: Kuntz, Leenen (Tor); Grathwohl, Rothmund (1), Willauer (1), Greinert (11/7), Maier (6), Bok (2), Gisa, von Kampen (1), Epple (2), Rinkeviciute, Allgaier, Scholl, Strosack (2/1), Ilciukaite (5). – Z: 230.