Oberliga: HSG Konstanz II – Neckarsulmer SU 33:26 (13:16). – Die HSG Konstanz II und die Neckarsulmer Sport-Union leisteten sich unzählige Fehler, sodass lange Zeit keinerlei Spielfluss aufkommen konnte. Doch insbesondere die Gastgeber zeichneten sich durch eine meisterliche Einstellung und beeindruckenden Kampf aus.

Trotz vier Toren Rückstand und sage und schreibe sechs verworfenen Siebenmetern bei insgesamt 26 Fehlwürfen wurde die Zweitliga-Reserve für ihren unbändigen Willen mit einem klaren 33:26 (13:16)-Heimsieg belohnt.

Bild: Peter Pisa
„Wir haben zwei Gesichter gezeigt.“
Matthias Stocker, Trainer der HSG Konstanz II

Dank des ersten Saisonsieges kletterten die Konstanzer auf Rang neun der Oberliga. Dabei schien das Happy End in einer niveauarmen ersten Hälfte weit weg für die HSG. „Wir haben zwei Gesichter gezeigt“, meinte Trainer Matthias Stocker. Das der ersten Hälfte war definitiv zum Abgewöhnen.

Glücklich konnte sich Konstanz schätzen, dass der Gegner selbst mit einer hohen Fehlerzahl zu kämpfen hatte. Mit dem 13:16-Pausenrückstand war die verunsicherte HSG noch gut bedient.

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Zumindest kämpferisch war Konstanz nach der Besprechung in der Kabine nicht mehr wiederzuerkennen. Spielerisch wollte in der Offensive weiterhin wenig zusammenlaufen und die mit viel Leidenschaft erkämpften Ballgewinne und spektakulären Paraden von Torwart Moritz Ebert verliefen reihenweise im Sand, doch Konstanz ließ nicht locker – und wurde für die nun ausgesprochen starke Verteidigung belohnt (17:17/42.). Jonas Hadlich sorgte mit dem Treffer zur ersten Führung im zweiten Durchgang (21:20) schließlich für den Brustlöser.

Kempa-Trick als finaler Leckerbissen

Nun war der Knoten geplatzt und die HSG-Reserve spielte wie befreit auf – auch im Angriff. Von Minute zu Minute wirkte das Zusammenspiel flüssiger und die Führung wuchs bis zum 33:26 an. Der Schlusspunkt sprach Bände: Mit einem perfekt ausgeführten Kempa-Trick gelang sogar noch ein absoluter Leckerbissen.

„Das war bärenstark in der Abwehr und im Tor“, lobte Stocker. „Die Jungs haben unfassbar im Verbund gearbeitet und sich immer weiter gepusht. Jetzt können sie Selbstvertrauen tanken, nachdem sie gezeigt haben, zu was sie imstande sind.“

Konstanz II: Ebert, Herrmann (Tor); Mauch (5), Mittendorf, Portmann (3), Mack (3), Schweda (2/1), Gottesmann, Storz (1), Hadlich (5), Fehrenbach (1), Volz (8/2), S. Löffler (4), Dahm (1).