Fußball, Landesliga:SC Markdorf – FV Walbertsweiler-Rengetsweiler (Samstag, 18 Uhr). – Der Viertletzte gastiert beim abgeschlagenen Schlusslicht – in einer Saison, in der es bis zu fünf Absteiger geben kann, dürfte hier am letzten Spieltag der Hinrunde eindeutig Abstiegskampf auf dem Programm stehen. Die große Frage wird hier sein, wer mit seiner Rolle besser klar kommt. „Wir sind es gewohnt, hinten zu stehen, die nicht“, sieht der Markdorfer Spielertrainer Bahadir Livgöcmen hier einen kleinen psychologischen Vorteil, obwohl er glaubt: „Der FV Walbertsweiler-Rengetsweiler gehört zu den stärksten Teams der Landesliga und steht völlig zu Unrecht da hinten. Wenn da der Knoten platzt, dann wird die Mannschaft wieder deutlich weiter oben mitspielen!“ Doch natürlich hofft er mit Blick auf das Wochenende, dass der Walbertsweiler Knoten nicht unbedingt am Samstag platzen wird.

Immerhin konnte seine Elf am vergangenen Wochenende erstmals seit dem ersten Spieltag mit dem 1:1 in Geisingen wieder etwas Zählbares verbuchen. „Das war aufgrund der kämpferischen Einstellung hochverdient“, sagt der Markdorfer Coach.

Bis zu Winterpause, so Livgöcmen, wolle man jedes Spiel wie ein Endspiel angehen, zumal sich die personelle Situation, die ihn oft zu Kompromissen gezwungen habe, bis zur Winterpause besser gestalten soll. Zwar plane man schon zweigleisig, was jedoch nicht heißt, dass die Markdorfer das Rennen um den Klassenerhalt bereits aufgegeben haben. Die Serie des FC Hilzingen, der vor Kurzem ebenfalls ganz hinten stand, macht Markdorf Mut, denn es hat sich gezeigt, dass es durchaus noch den Anschluss an das Mittelfeld herstellen kann. In der Winterpause soll dann personell ein wenig nachgebessert werden. Vor allem in der Offensive besteht Bedarf. „Je mehr Qualität man vorn hat, desto mehr entlastet man die Hintermannschaft“, glaubt Livgöcmen.

Auch der FV Walbertsweiler-Rengetsweiler lieferte am vergangenen Wochenende ein gutes Spiel ab. Die Elf von Stefan Bach verbuchte ebenfalls ein 1:1 – gegen den FC Singen 04.

Am Samstag sollen gegen einen Gegner, der seit 14 Spielen nicht mehr gewonnen hat und 58 Gegentore in 15 Spielen hinnehmen musste, aber wieder drei Zähler eingefahren werden, das erwartet der FV-Spielertrainer: „Wir müssen in Markdorf gewinnen, da gibt es keine Ausrede. Unser Anspruch sind drei Punkte, um dann auch wieder den Anschluss ans Mittelfeld herstellen zu können. Ob der Sieg ein klarer oder ein dreckiges 1:0 wird, ist mir egal!“

Interessant dabei: Auf dem Feld könnten sich die Spielertrainer durchaus begegnen. Bach zählt zu den torgefährlichen FV-Akteuren, Livgöcmen hütete zuletzt das Markdorfer Tor.

Die weiteren Spiele in der Landesliga

FC Singen 04 – FC Furtwangen (Samstag, 15 Uhr). – Seit Wochen punktet der FC Singen 04 konstant, doch drei der zurückliegenden Spiele brachten nur einen Punkt. Mit einem Heimsieg könnte der derzeitige Tabellensechste wieder ganz oben dabei sein.

SG Dettingen-Dingelsdorf – SV Geisingen (Samstag, 15 Uhr). – Bei den Ergebnissen der SG wechseln Licht und Schatten. Gegen den Vorletzten Geisingen sollten die Gastgeber die drei Punkte behalten, um wieder etwas Distanz zur Abstiegszone zu gewinnen.

FC Neustadt – SpVgg F.A.L. (Samstag, 15 Uhr). – Beide Teams stehen überraschend in der unteren Tabellenhälfte. Nun zeigt die F.A.L.-Formkurve nach oben, sodass die Elf sicher mit Ambitionen in den Schwarzwald fährt.

FC Bad Dürrheim – FC Hilzingen (Samstag, 15 Uhr). – Noch vor wenigen Wochen hätte wohl kaum jemand auf den FC Hilzingen gewettet. Nach vier Hilzinger Siegen in Folge wird wohl auch der Titelanwärter dem Gast etwas vorsichtiger gegenübertreten.

FC Löffingen – FC Überlingen (Sonntag, 14.30 Uhr). – Der FC Überlingen musste zwar vor drei Wochen den Spitzenplatz räumen, doch das kommt für das Team von Florian Stemmer nicht überraschend. Entspannt können sie daher nach Löffingen fahren.

DJK Donaueschingen – SV Denkingen (Sonntag, 14.30 Uhr). – Beim SV Denkingen hat man sich an die „Höhenluft“ in der oberen Tabellenregion gewöhnt. Auch beim Tabellenführer sind die Linzgauer nicht chancenlos.

FC Schonach – VfR Stockach (Sonntag, 14.30 Uhr). – Die Gastgeber haben eine Englische Woche in den Beinen. Die Chance für den VfR, sich weiter an die Spitzenteams heranzuarbeiten. (jr)