Handball, 2. Bundesliga: DJK Rimpar Wölfe – HSG Konstanz (Donnerstag, 20 Uhr, s.Oliver Arena Würzburg). – Eine ähnliche Herausforderung in dieser Art und Weise ist selbst für die HSG Konstanz neu. Zwar ist sie mit über 19 000 Reisekilometern pro Saison einiges gewohnt, der anstehende Doppelspieltag ist aber auch für die Konstanzer Neuland. Heute müssen sie um 20 Uhr in Würzburg bei den Rimpar Wölfen antreten, nur 47 Stunden später beim TuS N-Lübbecke. Das heißt: Drei Tage unterwegs, keine Zwischenstation mehr daheim. „Rumheulen macht doch keinen Sinn“, nimmt es Daniel Eblen jedoch pragmatisch hin. „Natürlich ist das keine einfache Situation, aber wir beschweren uns nicht.“

Jammern verboten

Statt mit dem für den Aufsteiger sehr ungünstigen Spielplan zu hadern, stand die Aufarbeitung der eigenen Unzulänglichkeiten im Spiel gegen Emsdetten im Fokus. Ein Tiefschlag, der mit dem entscheidenden Gegentor durch einen Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit nachwirkte. Doch selbst angesichts vieler leichter technischer Fehler und einer nicht besonders guten ersten Halbzeit nimmt der HSG-Coach seine Spieler in Schutz. „Wenn man über Einstellung spricht, wird schnell der Vorwurf laut, man hätte nicht gewollt“, erklärt er. Dem sei bei seinem Team allerdings mitnichten so. Vielmehr habe in den wichtigen Situationen im Angriff die Genauigkeit gefehlt. Doch nun wird nach vorn geschaut.

Wichtige Regeneration

Das spielfreie Wochenende nutzte Konstanz zur Regeneration. „Die freien Tage waren wichtig“, meint der 44-Jährige. „Jetzt hoffen wir, dass sich Regeneration und Training an den Schwachstellen bezahlt machen.“ Zunächst steht das Spiel bei den Rimpar Wölfen, die nach zwei Niederlagen vor der Pause vom zweiten auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht sind, auf der Agenda. Ein weiterer Beleg dafür, wie eng es in der Liga zugeht – auch für die Gelb-Blauen. Im Moment stehen sie auf dem Relegationsrang, das rettende Ufer ist nur ein Zähler entfernt.

Rimpar mit starker Defensive

In Bayern erwartet die HSG eine starke Abwehr. Mit lediglich 205 Gegentoren in neun Begegnungen stellt Rimpar die beste Defensive der Liga. Der seit Jahren kompakte 6:0-Abwehrriegel kann inzwischen mit Trainer Ceven Klatt auch recht offensiv agieren. Außerdem pariert Torwart Max Brustmann über 36 Prozent der Würfe auf sein Tor: Ligabestwert der Stammkeeper der Liga! Dazu stehen Ausnahmekönner wie Ex-Nationalspieler Benjamin Herth, Benedikt Brielmeier, Patrick Schmidt und Benedikt Kaufmann im Aufgebot. „Mit der sehr, sehr guten Abwehr werden wir alle Hände voll zu tun haben“, prognostiziert Eblen.

TuS N-Lübbecke – HSG Konstanz (Samstag, 19 Uhr, Merkur-Arena). – Direkt danach spielt das Thema Regeneration die größte Rolle. In Lübbecke, mit knapp 700 Kilometern Entfernung zu Konstanz eine der weitesten Auswärtsreisen der HSG, wird am Freitag trainiert. Tags darauf wartet „eine hohe Qualität“, so Eblen, beim Ex-Erstligisten, der bislang unter seinen Möglichkeiten blieb.

Lübbecke im Aufwind

Mit zuletzt zwei Erfolgen in Serie scheint der TuS aber zu alter Stärke zurück gefunden zu haben. Spielgestaltung, Dynamik und Wurfkraft aus dem Rückraum haben den Konstanzer Übungsleiter dabei besonders beeindruckt. „Sie sind in jeglicher Hinsicht sehr ausgeglichen“, analysiert er. Will sich die mit einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren sehr junge Konstanzer Mannschaft behaupten und zum ersten Punkt in der Fremde kommen, „müssen wir zusehen, besser ins Spiel zu kommen. In der Aggressivität und Kommunikation erwarte ich mir mehr.“ Mehr als gegen Emsdetten, mit viel Bewegung im Angriff.“ Wieder wird die Balance zwischen Geduld und Zug zum Tor die Schwierigkeit sein. Mit etwas Zählbarem im Gepäck wären dann auch sämtliche Reisestrapazen schnell vergessen. Positiv betrachtet bietet sich innerhalb von nur 47 Stunden gleich zweimal die Chance auf die ersten Zähler in fremder Halle.

Überschrift Info

Haupttext Info

  • Aufzaehlung_Info_Symbol

.SK Plus