Handball-Oberliga: SG Köndringen-Teningen – HSG Konstanz II (Samstag, 20 Uhr, Ludwig-Jahn-Halle Teningen). – Eine vergleichsweise kurze, aber intensive Vorbereitung ist schon wieder Geschichte. Das ehrgeizige Ziel der mit durchschnittlich 21 Jahren erneut jüngsten Mannschaft der Liga ist deshalb ambitioniert: Die Top Fünf streben Matthias Stocker und seine Talente an.

Erfolge in der Vorbereitung

Anlass zur Hoffnung geben fast durchweg hohe Erfolge in der Vorbereitung – bis auf eine knappe 17:18-Niederlage gegen Köndringen-Teningen. Doch genau gegen diese Mannschaft muss sich die Stocker Equipe im ersten Spiel der neuen Saison beweisen. Vor den Toren von Freiburg hängen die Trauben seit Jahren stets besonders hoch.

Ein Vorteil könnte sein, dass die HSG II fast komplett in der Besetzung wie vor der Sommerpause antreten kann. Lediglich Manuel Both hat sich nach seinem Studium verabschiedet, dafür kam Benjamin Schweda aus der ersten Mannschaft hinzu und wurde vom Team als Kapitän bestimmt. Mit Felix Fehrenbach, Balthes Reiff, Moritz Ebert sowie Rohat Sahin kamen außerdem vier aus der eigenen Bundesliga-A-Jugend hinzu. Trainer Matthias Stocker bekam Verstärkung durch den neuen Co-Trainer Fabian Wiederstein, der das Trainerteam um Jens Kluzik (Athletik) erweitert.

„Wir freuen uns auf den Wettkampf“
Matthias Stocker, Coach der HSG II

Die Vorbereitung, inklusive Trainingslager in der Sportschule Ruit, bezeichnet Stocker als sehr gelungen. „Wir haben uns die Grundlagen erarbeitet“, so der HSG-Coach. Der Spielrhythmus und das blinde Verständnis im Zusammenspiel müssen aber erst noch kommen. „Wir freuen uns auf den Wettkampf“, sagt der 31-Jährige und strahlt. Der Matchplan ist derselbe geblieben: Eine gute Deckung mit guten Torhütern soll der Grundstein für attraktiven Tempohandball „mit Vollgas nach vorne“ sein, erklärt Stocker.

Der Angriff soll effektiver werden

Besonders wichtig ist ihm, dass dies nicht die einzige Waffe seiner Mannschaft bleibt. Der stehende Angriff soll noch effektiver und gefährlicher als zuletzt werden. Variabler, flexibler. „Wir haben genug Rüstzeug, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein.“ Was ihm genau vorschwebt: „Hohes Tempo, wenig Fehler. Das Tempo haben wir schon, die geringe Fehlerquote noch nicht.“

Starke Absteiger

Das Saisonziel mutet angesichts der starken Absteiger Baden-Baden und Neuhausen/Filder sowie guter Aufsteiger wie Schwäbisch Gmünd sehr ambitioniert an. Zumal Köndringen-Teningen, Pforzheim und auch Stuttgart über exzellentes Personal verfügen. Doch Stocker liebt, genau wie seine Mannschaft, ambitionierte, hohe Ziele – genauso wie Klartext statt Understatement. „Wir wollen uns schon gerne da oben einnisten“, macht er aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Das wird nicht einfach, das wissen wir. Wir werden nicht mehr unterschätzt. Durch unseren Endspurt haben wir eine brutale Platzierung erreicht.“

Ehrgeizige Ziele

Nach Platz drei wollte sich sein Team deshalb wieder ehrgeizige Ziele setzen, die schwer zu erreichen, aber deshalb umso reizvoller sind. „Dafür muss es optimal laufen“, weiß der Konstanzer Übungsleiter. „Aber Ziele kann und muss man ohnehin immer wieder anpassen.“

Los geht‘s gegen Köndringen

Wo die HSG II steht, wird sich bei Aufstiegskandidat Köndringen-Teningen zeigen. Mit Spielern aus der Ukraine und Slowenien verstärkt, möchte der Drittliga-Dino zurück in 3. Liga. „Sie haben sich in der Breite deutlich verstärkt“, hat Stocker beobachtet. „Das ist eine super Truppe.“ Dennoch ist die Vorfreude da auf eine überaus attraktive Liga, wie der ehemalige Zweitligaspieler findet.