3. Liga Frauen: SV Allensbach – Kappelwindeck/Steinbach 26:26 (10:14). – Das war nichts für schwache Nerven. Die 230 Zuschauer in der Riesenberghalle sahen ein turbulentes und kurioses Drittligaspiel, in dem sich der SV Allensbach mit 26:26 von der SG Kappelwindeck/Steinbach trennte.

Die Mannschaft vom Bodensee ist nun seit acht Heimspielen ungeschlagen. Bei den Allensbacherinnen fehlte weiterhin Hannah Person, zudem mussten Nadja Greinert wegen einer Operation und auch Laura Strosack passen. Somit fehlten zwei der erfolgreichsten Torschützinnen der letzten Spiele.

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Die Anfangsphase der Partie gehörte den Gästen. Sie zeigten, dass sie jeden Punkt im Abstiegskampf brauchen. Schon da bekam der SVA die elffache Torschützin der SG, Stephanie Elies, nur schwer in den Griff. Überhaupt agierten die Gastgeberinnen zu Beginn ungewohnt schwach in der Defensive. Im Gegensatz dazu sah der sportliche Leiter der Gäste, Arnold Manz, „die beste Abwehrleistung meiner Mannschaft in der ganzen Saison“. So spielte sich die SG in einen Rausch und führte nach zehn Minuten mit 9:3.

In den folgenden zehn Minuten wurde die SVA-Defensive stabiler, im Angriff jedoch fehlten die Lösungen (4:12). Zudem verloren die Gelb-Blauen in dieser Phase erst Katharina Bok, die mit einer Platzwunde direkt ins Krankenhaus musste, und Greta Rinkeviciute, die nach einem Torwurf unglücklich auf ihrer Hand landete. Trotz der beiden Ausfälle ging ein Ruck durch die Mannschaft, und das Team vom Bodensee, angeführt von der starken Sarah Rothmund, nahm das Heft in die Hand. Zur Halbzeit stand es 10:14.

Blitzstart nach der Halbzeit

So schwach das Team von Trainerin Sandra Reichmann und Teamchef Oliver Lebherz in das Spiel gestartet war, so stark kamen die Allensbacherinnen aus der Kabine zurück. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie den Vier-Tore-Rückstand in eine Führung und waren wieder voll in der Partie. Die Defensive arbeitete deutlich besser als zu Beginn. Der SVA führte immer wieder mit zwei Toren, verpasste es durch individuelle Fehler im Spielaufbau aber, den Deckel drauf zu machen.

Die SG Kappelwindeck/Steinbach blieb dran. Die Junioren-Nationalspielerin Elies erzielte in der Schlussphase nochmals fünf Tore – unter anderem einen Doppelschlag zum 25:25. Im letzten Angriff nahm sich Laura Epple auf Linksaußen den entscheidenden Wurf und versenkte diesen unter tosendem Jubel. Doch auch die Gäste schlossen ihren letzten Angriff erfolgreich ab, und so blieb es am Ende bei einem an diesem Tag gerechten unentschieden.

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Trotz der Ausfälle waren die ersten 20 Minuten dieser Partie eine der schwächsten Saisonleistungen des SV Allensbach. Die Einstellung stimmte allerdings, die Mannschaft kämpfte sich eindrucksvoll zurück und kompensierte auch die personellen Rückschläge im weiteren Spielverlauf.

Mit dem Unentschieden haben die Allensbacherinnen vorläufig den Sprung auf Platz drei geschafft. Am Samstag treten sie bei der TG 88 Pforzheim an, die wie Kappelwindeck/Steinbach ebenfalls jeden Punkt im Abstiegskampf braucht. (asp)

SV Allensbach: Kuntz, Leenen (Tor); Grathwohl, Rothmund (10/4), Willauer (1), Maier (4), Bok (1), Gisa, von Kampen (2), Epple (3), Rinkeviciute (1), Allgaier (1), Scholl, Ilciukaite (3). – Z: 230.

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