Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Alpenvolleys Haching II (Samstag, 20 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Kontrastprogramm für den TSV Mimmenhausen. Der hatte vergangene Woche mit den Volleyballern aus Leipzig einen Gegner am Netz, der eher die eigene Kragenweite verkörperte. Mit einer entsprechend disziplinierten und konzentrierten Leistung gelang der Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel ein überzeugender 3:0-Erfolg.

Gäste haben sechs Siege aus neun Spielen

Die Vorzeichen für die Partie am Samstag sehen dagegen anders aus. Neun Spiele hat die Bundesligareserve aus Unterhaching und Innsbruck absolviert, sechsmal hat die Multi-Kulti-Truppe mit Profis aus sechs Nationen (Deutschland, Tunesien, Rumänien, Bulgarien, Serbien und Frankreich) als Sieger das Spielfeld verlassen. Zahlen, die eine beredte Sprache sprechen. Ist der TSV Mimmenhausen also Außenseiter vor eigenem Publikum?

„Wir sind im Soll, nicht in der Pflicht“
TSV-Trainer Christian Pampel

Christian Pampel sieht das nicht so. „Wir sind keine Außenseiter“, sagt der Diagonalangreifer selbstbewusst. Klar, Haching sei eine gute Mannschaft, zollt er Respekt. Das habe das Team von Trainer Stanislav Pochop in dieser Saison schon bewiesen. Aber seine Mannschaft eben auch. Und sie habe mit dem Sieg in Leipzig dafür gesorgt, dass Kapitän Michael Diwersy und Crew ganz entspannt in dieses Topduell gehen können. „Wir sind im Soll, nicht in der Pflicht“, sagt Pampel zufrieden.

Gäste reisen ohne Stammzuspieler an

Umso größer wäre deshalb die Freude im Mimmenhauser Lager über weitere, zunächst einmal nicht eingeplante Punkte. Ob es ein Vorteil ist, dass Haching einen schwerwiegenden Verlust zu kompensieren hat? Pampel sieht die Verletzung von Stammzuspieler Eric Paduretu, Sohn des ehemaligen Hachinger Bundesligatrainers und Geschäftsführers, eher zwiespältig. Auf der einen Seite sei diese gravierende Schwächung kein Nachteil für Mimmenhausen.

Auf der anderen Seite aber habe der Bundesliga-Ersatzlibero und Zweitligasteller Moritz Gärtner schon bewiesen, was er kann. Der 18-Jährige wurde schon „zum MVP gewählt, so schlecht ist der also nicht“ (Pampel).

Dennoch will der TSV Mimmenhausen da den Hebel ansetzen. Gelingt es den Gastgebern, ihn zu verunsichern („er weiß ja, dass er alleine ist und liefern muss“), stehen die Chancen ganz gut, im siebten Saisonspiel etwas fürs Habenkonto und den Klassenerhalt zu tun. Auch gegen ein „sehr athletisches Hachinger Team mit viel Spielerprogramm“.