2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TGM Mainz-Gonsenheim (Samstag, 20 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Der TSV Mimmenhausen steht wieder vor einem richtungsweisenden Spiel, wenngleich auch aus anderen Gründen als noch Wochen zuvor. „Wenn du eine Partie gut spielst“, verdeutlicht Christian Pampel, „dann ist das wie mit der Schwalbe, die noch keinen Sommer macht.“

Aber Mimmenhausen habe gegen Gotha, Leipzig, Hammelburg, Friedrichshafen, Freiburg und Haching („zumindest vier Sätze lang“) „sehr gute Leistungen“ abgeliefert, deshalb stellt der Spielertrainer zu Recht und stolz fest: „Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht!“

Die Saison ist noch nicht in trockenen Tüchern

Nun ist es so, dass Pampel überhaupt nichts von Meriten hält, solange die Saison nicht in trockenen Tüchern ist. Davon sei der TSV Mimmenhausen, der sich nach diesem Lauf aber schon zu den etablierten Teams der zweiten Liga zählen darf, des Trainers Ansicht nach noch weit entfernt. „Wir müssen am Ball bleiben“, verlangt er. Bloß jetzt keine ruhige Kugel schieben, sich auf den Erfolgen ausruhen, lautet seine Warnung. „Wir sind immer noch nicht soweit, dass die Duelle zum Selbstläufer werden“, mahnt Pampel.

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Sollten seine Worte nicht bei allen seinen Mannen den Gehörgang überwinden, könnte ein Blick auf das Mainzer Duell in der vergangenen Saison für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Das haben Fans und Spieler so schnell nicht vergessen. Mimmenhausen stand vor eigenem Publikum mit dem Rücken zur Wand, konnte das 1:3 im vierten Satz mit einem 32:30 gerade noch abwenden – und gewann den Tiebreak mit 15:11.

„Wir dürfen nicht nachlassen.“
TSV-Spielertrainer Christian Pampel

Der Tabellenzehnte kommt am Samstag mit neuem Zuspieler und einem neuen Außenangreifer, hat zuletzt nicht die Rolle in der Liga spielen können wie noch die Punkterunde zuvor (neun Spiele, drei Siege). Aber Pampel kümmert das nicht. „Wir dürfen nicht nachlassen, gerade weil wir unser Soll bis hierhin schon übererfüllt haben“, sagt der Spielertrainer.

Das Ziel: Nur nicht 0:3 oder 1:3 verlieren

Die Vorgaben an die Mannschaft sind klar, die wohl auch an diesem Wochenende ohne Lukas Ott auskommen muss. Heiko Schlag hatte ihn vergangenes Wochenende gut vertreten. Unabhängig davon, wer am Samstag letztlich auflaufen wird. Für Christian Pampel gibt es nur ein einziges Ziel: „Wir dürfen nicht 0:3 oder 1:3 verlieren.“ Mit allen anderen Resultaten kann der Diagonalangreifer leben. Vorausgesetzt Kapitän Michael Diwersy und Crew „geben Gas“, von an Anfang bis Ende. Nicht nur der Punkte wegen. Mimmenhausen hat jetzt einen guten Ruf zu verlieren.