2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TV/DJK Hammelburg 3:1. – Der TSV Mimmenhausen hat trotz seiner prekären Personalsituation das Siegen nicht verlernt. Der Tabellenführer setzte sich gegen den Tabellenachten aus Hammelburg nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle mit 16:25, 27:25, 25:16 und 25:21 durch.

Hatte vergangenen Samstag nur noch ein Ersatzspieler auf der TSV-Auswechselbank gesessen (Zuspieler und Kapitän Michael Diwersy), waren es dieses Mal nominell drei: er, Spielertrainer Christian Pampel und Timo Neßler, ein Mittelblocker aus der zweiten Mannschaft.

Erster Satz geht klar an die Gäste

Nicht verwunderlich, dass Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung den Teamspirit besonders einforderte. Der aber hilft nur, wenn die Burschen keine Fehler machen. Taten sie aber und verhalfen Hammelburg nach ausgeglichenem Beginn (6:8) zu einem beruhigenden Vorsprung zur ersten Mimmenhauser Auszeit (13:8).

Und weil die Unterfranken so gut wie keine Fehler machten, mit ihren Aufschlägen die TSV-Annahme schwer unter Druck setzten, blieb es beim klaren Vorsprung der Gäste, die den ersten Durchgang mit 25:16 gewannen.

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Das änderte sich nach dem Wechsel: Plötzlich bekam Hammelburg so gut wie keinen Aufschlag mehr übers Netz. Zur ersten Technischen Auszeit stand es 16:9 für Mimmenhausen. Vor allem der Block stoppte die Hammelburger Angreifer, der Service setzte die DJK-Annahme vor große Probleme (21:11).

Trotz des Vorsprungs mussten die Fans aber noch richtig zittern. Die Gastgeber brachten keine Angriffe mehr durch, Hammelburg holte auf (23:23), blieb aber ohne Satzgewinn, weil – angespornt vom stimmgewaltigen Fanclub und den Zuschauern – der TSV zwar drei Satzbälle benötigte, aber mit dem 27:25 den Ausgleich perfekt machte.

Am Ende funktioniert es wie am Schnürchen

Die zehnminütige Satzpause für ein Sponsorenevent hatte Mimmenhausen weniger geschadet als Hammelburg. Die Gäste waren mental noch gar nicht richtig wieder im Spiel, da stand es 1:8 aus ihrer Sicht. Alles funktionierte wie am Schnürchen, der Block ließ wenig durch, die Feldabwehr hielt die Bälle im Spiel (16:5). Der TSV ließ nur noch drei Satzbälle zu (24:14), dann war das souveräne 25:16 perfekt.

3:1 – oder Satzausgleich? Die Frage blieb lange Zeit unbeantwortet. Mal führte Mimmenhausen mit zwei oder drei Punkten, ließ dann aber Hammelburg wieder herankommen. Was bis zum Ende funktionierte: der Block. Unglaublich, wie stark der gelernte Außenangreifer Severin Hauke und Johannes Becker ihren Job erledigten.

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Den Rest besorgten die Hammelburger mit Eigenfehlern und das stabile Side out des TSV (8:7, 16:13). „Oh wie ist das schön!“, sangen die Fans! „Das ist ein historischer Sieg“, freut sich Christian Pampel darüber, „dass die Jungs ohne mich gewonnen haben. Das finde ich toll!“

TSV: Hauke (6), Ott (17), Hoffmann (18), Becker (10), Cipollone (Zuspieler), Schlag (3), L. Diwersy (Libero).