2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Blue Volleys Gotha (Samstag, 20 Uhr, BZ Salem). – Sie haben es schon begriffen, müssen sich aber manchmal noch zwicken, um es wirklich glauben zu können: Der TSV Mimmenhausen ist Tabellenführer! Eine Sensation, und die verlangt nach einem grundsätzlichen Wechsel in den Ansichten über diese Saison. „Ich denke, wir haben das kapiert, dass wir Spitzenreiter sind“, sagt Christian Pampel.

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Ein neues Ziel muss her

Das Saisonziel Klassenerhalt ist längst in trockenen Tüchern, ein neues Ziel muss her. „Wir hatten bis jetzt einen guten Lauf, und jetzt schauen wir, dass wir den so lange wie möglich am Leben erhalten.“ Allerdings sieht der ehemalige internationale Top-Diagonalangreifer darin alles andere als einen Selbstläufer: „Das heißt aber nicht, dass das für uns jetzt automatisch so weitergehen muss!“ Zurücklehnen kommt garantiert nicht in Frage.

Pampel „will immer gewinnen“

Pampel ist „ein schlechter Verlierer“, wie er selber sagt. Ihm ist völlig wurscht, unter welchen Tabellenkonstellationen Mimmenhausen und Gotha aufeinandertreffen. „Ich will immer gewinnen“. Entsprechend akribisch deshalb auch die Vorbereitung auf das zehnte Heimspiel der Saison, das mit dem neunten Heimsieg enden soll. Der TSV Mimmenhausen hat einen Ruf zu verteidigen: Auch in der Kategorie ist er der Beste seiner Klasse.

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Gotha mit viel Qualität

Gegner auf die leichte Schulter nehmen, war, ist und wird nicht Pampels Ding. Egal, ob Kriftel oder Gotha. Alle sind eine Herausforderung für ihn. Der Tabellenfünfte besonders, obwohl er sich selbst als „Außenseiter“ bezeichnet. Ganz so klar ist das nicht. Gotha ist immerhin die viertbeste Auswärtsmannschaft der Zweiten Liga. Das Team von Trainer Jonas Kronseder habe „viel Qualität“ mit „sehr guten Einzelspielern“, lobt Pampel. Lauri Jylhä, zum Beispiel. Der finnische Außenangreifer wurde schon viermal zum „Wertvollsten Spieler“ gewählt. Oder Außenangreifer Robert Werner (3). Pampel übrigens fünfmal.

Unberechenbare Thüringer

Unangenehm seien die Duelle mit den Thüringern auch aus einem ganz anderen Grund, so Pampel. Man wisse nie, ob sie ihre Qualität aufs Parkett bringen. „Die brechen manchmal ein“, weiß der TSV-Spielertrainer nicht zuletzt aus dem 3:0-Erfolg im Hinspiel. Das mache den Schlagabtausch schwieriger, denn darauf verlassen können man sich nicht. Aber „wir sind Favorit“, nimmt Pampel Rolle und Bürde an, und deshalb „wollen wir auch punkten“.

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Machbare Aufgabe

Keine leichte, aber eine machbare Aufgabe. Dabei hilft, dass der TSV Mimmenhausen den „Punkten nicht mehr hinterherlaufen muss“ (Pampel), entsprechend locker in die Partie gehen kann, und dass die sportlichen Herausforderungen seit einiger Zeit auf mehrere Schultern verteilt sind. „Ich bin ja nur fünfmal MVP in 13 Spielen geworden“, freut sich Christian Pampel.