3. Liga, Frauen: Die Drittliga-Handballerinnen des SV Allensbach haben einen großen Umbruch hinter sich. Sieben Spielerinnen haben den Verein vom Bodensee im Sommer verlassen, sechs Neue sind zum Team gestoßen, das entsprechend durchwachsen mit einer Niederlage, einem Sieg und einem Unentschieden in die Saison gestartet ist.

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Die Allensbacher Zugänge sind sich einig: Wenn das neu formierte Team erst einmal eingespielt ist, dann werden auch die Ergebnisse besser. Die meisten wollen mit ihrer Mannschaft in der Tabelle oben anklopfen. Wir stellen die neuen Gesichter beim SVA vor, die zudem im Video ein wenig von sich selbst verraten.

Laura Epple

Laura Epple
Laura Epple | Bild: Fotodesignts

Die 22-jährige Kemptenerin ist bereits vor drei Jahren aus Ismaning vor den Toren Münchens, wo sie in der A-Jugend-Bundesliga aktiv war, nach Allensbach gewechselt. Die Linksaußenspielerin hat beim SVA bereits in der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt und trainiert seit Ende der vergangenen Runde im Drittligateam mit. „Oben mitspielen“, will Epple in der Tabelle und persönlich „verletzungsfrei bleiben und mich weiterentwickeln, um mehr zu spielen“.

Video: Feiertag, Ingo

Laura Strosack

Laura Strosack
Laura Strosack | Bild: Fotodesignts

Auch die 21-jährige Altenheimerin ist nicht ganz neu in Allensbach. Die linke Rückraumspielerin kam vom Oberligisten TuS Altenheim in der vergangenen Saison an den Bodensee, doch ein Kreuzbandriss, bereits der zweite in ihrer jungen Karriere, zwang sie zu einer Pause. Die Studentin der Wirtschaftswissenschaft hofft nun, „verletzungsfrei zu bleiben, Mut zu haben und eine erfolgreiche zu Saison spielen“. Was ein Erfolg für das neue Team wäre, kann sie schwer einschätzen. „Wir haben schon drei Punkte hergegeben“, sagt Strosack.

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Jennifer Grathwohl

Jennifer Grathwohl
Jennifer Grathwohl | Bild: Fotodesignts

Auch die 27 Jahre alte Überlingerin möchte sich nach fast einem Jahr Pause wegen eines Knorpelschadens im Knie zurück in den Sport kämpfen. Zuvor war die Kreisläuferin beim HSC Kreuzlingen in der Nationalliga A, der höchsten Liga der Schweiz, aktiv. Der SV Allensbach ist für die „Physiotherapeutin mit Leib und Seele“, wie Grathwohl sich selbst beschreibt, „eine gute und attraktive Adresse“ im Frauenhandball. „Wir können deutlich mehr“, sagt die 27-Jährige über das Team. „Wenn wir uns ein bisschen gefunden haben, ist nach dem großen Umbruch schon einiges drin.“

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Katharina Bok

Katharina Bok
Katharina Bok | Bild: Fotodesignts

Die 19-Jährige ist die nächste Neue, die aus dem Krankenstand zurück aufs Handballparkett finden möchte. Bok, die sich in der Rückraummitte und am Kreis am wohlsten fühlt, hat gerade erst einen Kreuzbandriss auskuriert und will nun „mit der alten, beziehungsweise einer besseren Leistung zurückkehren“. Der Teenager kommt aus Wangen im Allgäu und spielte vor der Verletzung zwei Jahre für die SG BBM Bietigheim, bei der Reserve der Aktiven in der 3. Liga und in der A-Jugend-Bundesliga. „Wenn wir das spielen, was wir können, dann können wir oben angreifen“, sagt Bok, die im Oktober ein Biologiestudium beginnt.

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Dovile Ilciukaite

Dovile Ilciukaite
Dovile Ilciukaite | Bild: Fotodesignts

Die erste der neuen Litauerinnen ist 28 Jahre alt und spielte zuletzt beim Zweitligisten Trier im Rückraum. Im August des vergangenen Jahres hatte die Nationalspielerin den Wechsel nach Deutschland gewagt. In Allensbach, wo sie derzeit auf der Suche nach einem Job ist, fühlt die 28-Jährige sich wohl. „Das ist ein schöner Ort zum Leben“, sagt sie, „ich mag es, wenn Städte nicht so groß sind.“ Mit ihrer neuen Mannschaft hat Ilciukaite noch einiges vor. Am liebsten würde sie mit dem SV Allensbach dort spielen, wo sie bereits war: in der 2. Bundesliga. Dazu hofft sie, dass die Fans die Daumen drücken, wie sie im Video auf Englisch sagt.

Video: Feiertag, Ingo

Greta Rinkeviciute

Greta Rinkeviciute
Greta Rinkeviciute | Bild: Fotodesignts

Die 20-jährige Litauerin ist zum ersten Mal im Ausland. Die Linksaußenspielerin wechselte vom HC Garliava an den Bodensee, wo sie glücklich darüber ist, mit Dovile Ilciukaite eine Landsfrau im Team zu haben. Gemeinsam lernen die beiden gerade Deutsch. „Sehr schwer“ sei das, sagt Rinkeviciute auf Englisch, „es fällt mir leichter, es zu verstehen als zu sprechen“. In ihrer neuen Heimat möchte sie nun sowohl persönlich als auch sportlich neue Erfahrungen sammeln sowie mit der Mannschaft „so weit wie möglich oben mitspielen“.

Video: Feiertag, Ingo