21. Juli, Sonntagabend – Timo Sorgius ist bei der Eröffnungsfeier der „European Youth Olympic Festival“ (EYOF) in Baku. Alle Athleten aus verschiedensten Nationen laufen ein. „Ein tolles Gefühl“, beschreibt der 16-jährige Konstanzer den Auftakt seines bisher größten Internationalen Wettkampfs. „Es ist einfach was Besonderes, für sein eigenes Land zu starten“, ergänzt der Schwimmer, der ansonsten eher für seinen Verein Wassersportfreunde Zweibrücken, als den Deutschen Schwimmverband durch das Wasser krault.

14 Läufe in Baku

Ein Tag später folgte dann der erste Wettkampftag einer langen und intensiven Woche in der Hauptstadt Aserbeidschans. Sorgius war einer von acht deutschen Nachwuchsschwimmern in Baku, mit 14 Läufen war er sogar der Deutsche mit den meisten Starts – ein Mammutprogramm für den 16-Jährigen, der aber den Eindruck macht, dies locker wegzustecken.

Ab ins Wasser: Dort fühlt sich Timo Sorgius wohl.
Ab ins Wasser: Dort fühlt sich Timo Sorgius wohl. | Bild: Peter Pisa

Medaillengewinn als Höhepunkt

Sorgius sammelte in der Woche der EYOF keineswegs nur Erfahrungen. Über 200m Freistil scheiterte er mit einer Zeit von 1:51,50 Minute nur ganz knapp an der Bronzemedaille. 13 Hundertstel fehlten auf das Podest – ein Wimpernschlag. Doch der Konstanzer musste nicht ohne Medaille aus Aserbeidschan abreisen. Mit der 4x100m-Freistil-Mixed-Staffel holten sich Sorgius & Co. die Bronzemedaille – für den 16-Jährigen der Höhepunkt in Baku.

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Wer jetzt glaubt, nach dieser anstrengenden Woche habe er sich ein paar Tage entspannt, täuscht sich. Über einen ganz kurzen Zwischenstopp in Saarbrücken, wo Sorgius im Sportinternat lebt, ging es direkt weiter zur Deutschen Meisterschaft nach Berlin – und auch da sollte zweimal der Name Sorgius fallen, wenn es um die Vergabe der Podestplätze ging.

„Bei der DM wollte ich eigentlich erst mal schnuppern“, erzählt Timo. „Dass ich zwei Medaillen gewinne, hätte ich nicht gedacht. Ich bin sehr zufrieden.“ Mit der 4x200m-Freistil-Staffel gewann er Bronze, mit der 4x100m-Freistil-Staffel sicherte sich Sorgius sogar die Silbermedaille.

Jetzt hat der 2,03 Meter große Jugendliche erst einmal Zeit, durchzuschnaufen. Bald geht es dann aber schon wieder weiter. Einen müden Eindruck macht der Nachwuchsschwimmer keinesfalls. Er stellt klar: „Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison.“