Fußball, Landesliga: Mühsam schleppte sich die Fußball-Landesliga in die Winterpause, denn zwei der drei angesetzten Nachholspiele wurden verlegt, und zwischen dem FV Walbertsweiler-Rengetsweiler und dem VfR Stockach fielen keine Tore. Höchste Zeit für Ruhe und Regeneration oder auch für korrigierende Personalmaßnahmen. Doch obwohl die Wechselmöglichkeiten in der „Transferperiode II“ eingeschränkt sind, scheint sich einiges zu tun.

So hat der SC Konstanz-Wollmatingen zuletzt nicht nur Trainer Kürsat Ortancioglu verabschiedet, sondern weitere fünf Akteure des Kaders, die teilweise wegen des Studiums nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit Kevin Schröder folgt ein SC-Spieler dem Ex-Trainer in die Schweizer Nachbarschaft zum FC Kreuzlingen. Zudem wird Sven Bode, mit 57 Landesligatreffern in den letzten dreieinhalb Jahren erfolgreichster SC-Torjäger, mit der zweiten Mannschaft der Stuttgarter Kickers in Verbindung gebracht, da er in Stuttgart studiert. Unterm Strich bedeutet das, dass Neu-Coach Mohamed Karaki vor der schweren Aufgabe steht, eine Restsaison mit reduziertem Kader und ohne große sportliche Perspektive über die Bühne bringen zu müssen. Denn zehn Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter FC Radolfzell sind bei nur noch zwölf ausstehenden Spielen und mit reduziertem Personal kaum aufzuholen.

Zunächst schien man sich beim FC Singen 04 nach dem Abstieg aus der Verbandsliga und den Abwanderungen zahlreicher Spieler mit einer Phase der Konsolidierung in der Landesliga abgefunden zu haben. Nun aber lief es zuletzt in der Liga hervorragend, der schleppende Start in die Saison ist fast schon vergessen, die Hohentwieler befinden sich dicht hinter Mitabsteiger und Tabellenführer FC Radolfzell. Die Blau-Gelben scheinen Blut geleckt zu haben und wollen nun doch noch intensiver um Meisterschaft und Aufstieg mitmischen. Eine ganze Reihe von Namen kursieren, mit Gianpierre Notarpietro, in der letzten Runde noch beim SC Konstanz-Wollmatingen in zentraler Position agierend, scheinen sich die Singener schon einig zu sein.

An der Spitze zeichnet sich ein Duell der alten Rivalen FC Radolfzell und FC Singen 04 ab, da die DJK Donaueschingen zuletzt schwächelte und rasch reichlich Boden verloren hat. Auch die SpVgg F.A.L., die zunächst mit einer Siegesserie zu Saisonbeginn den Eindruck hinterließ, den Verbandsligaabstieg im Sommer am besten verkraftet zu haben, dürfte mit zwölf Punkten Rückstand auf Radolfzell kaum mehr in den Kampf um den Titel eingreifen können.

Hinter der SpVgg F.A.L. beginnt mit dem FV Walbertsweiler-Rengetsweiler auf Rang sieben auch schon die Abstiegszone. Denn zwar legte der SC Pfullendorf in der Verbandsliga eine beeindruckende Serie hin und verdoppelte in vier Spielen sein Punktekonto, da der SCP aber ebenso wie der FC Neustadt immer noch stark abstiegsgefährdet ist, muss die Landesliga weiter mit fünf Absteigern rechnen.

Unter den elf Teams, die diesen extremen Abstiegskampf ab Anfang März 2017 wieder aufnehmen, befindet sich auch die SG Dettingen-Dingelsdorf. In der Saison 2012/13 war Serdar Kokal mit sieben Treffern erfolgreichster SG-Torschütze, nun hat er seit seinem Amtsantritt als Trainer schon sieben Punkte in drei Spielen geholt. Zwar stimmt der sportliche Trend, doch die Lage ist nach wie vor ernst, denn die Konkurrenz wird in der anstehenden Vorbereitung und auch in Sachen Transfers sicher nicht schlafen. Auch beim Tabellen-13. hofft man, dass es dem neuen Coach gelingt, das Potenzial im Kader heraus zu kitzeln, aber auch eventuell die eine oder andere punktuelle Verstärkung anzulocken.

Planungssicherheit werden die Landesliga-Trainer am 31. Dezember haben, wenn die Abmeldezeit abläuft, beziehungsweise am 31. Januar. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen sich die Vereine über die Freigabe geeinigt haben.