2. Volleyball-Bundesliga: Wenn‘s irgendwie möglich sei, wünscht sich Christian Pampel, möge die zweite Saison in der zweithöchsten deutschen Liga etwas freundlicher für Mimmenhausen verlaufen als die erste. „Ich würde mich echt riesig freuen“, sagt der Spielertrainer, „wenn wir schon zwei Tage vor Saisonende den Klassenerhalt in der Tasche hätten.“ Bloß nicht noch einmal solch ein nervenaufreibendes Rennen um den Ligaerhalt wie vergangene Saison. Aber für den kürzlich 40 Jahre alte gewordenen Modellathleten zählt unterm Strich nur eines, egal ob früh oder auf den letzten Drücker: Eine weitere Saison in der 2. Bundesliga sichern! Dafür haben er, Abteilungsleiter Klaus Diwersy und die vielen Helfer während der vergangenen Saison und in der volleyballfreien Zeit gearbeitet.

Kader hat sich leicht verändert

Der Kader hat sich leicht verändert. Zum einen, weil Diagonalangreifer Kolja Hüther und Libero Tobias Diwersy ihre Laufbahn beendeten, Ersatz gesucht wurde. Reagiert haben Pampel & Co. auch aufs Mittelblockerproblem. „Außen haben wir das im Laufe der Saison immer besser in den Griff bekommen“, sagt er. Aber nicht in der Mitte. Dort waren seine Jungs meist zu klein. Johannes Becker ist zwar nur ein paar Zentimeter größer als Bogdan Birkenberg und Tobias Streibl (Julius Schrempp ist verletzt), aber der Neuzugang vom Drittligisten USC Konstanz „springt sehr gut und hat lange Arme“.

Auf den Außenbahnen langfristige Alternative

Auf den Außenbahnen, vergangene Punkterunde ebenfalls eine Schwachstelle aufgrund von Verletzungen, hat Pampel nominell zwar nicht mehr Spieler als zuletzt. Aber sowohl Jonas Hoffmann (einer der herausragenden Angreifer der Liga) als auch Michael Kasperczak (aufgrund seiner Schulterverletzung noch nicht bei 100 Prozent) sind verletzungsfrei. Und vom Neuzugang Severin Hauke, er kam von den Youngstars Friedrichshafen, hofft Pampel, dass der 19-Jährige mit seinen „tollen körperlichen Voraussetzungen und guter Technik“ eine langfristige Alternative wird.

Cipollone echte Bereicherung

Eine echte Bereicherung kommt auf der Zuspielposition nach Mimmenhausen. In der Region und darüber hinaus ist Federico Cipollone kein Unbekannter. Der 25-Jährige hat beim VfB Friedrichshafen das Volleyballspielen erlernt, mit den Youngstars in der Zweitliga gespielt und beim TV Rottenburg 1. Bundesliga. Federico kehrt von einem Gastjahr in Frankreich zurück an den Bodensee. Auf dessen „gewitzte Spielweise, seine überraschenden Pässe“ setzt Pampel. Und der TSV Mimmenhausen insgesamt natürlich auf den ehemaligen Nationalspieler. Pampel bremst: „Ob ich noch einmal solch spielerische Qualität auf den Platz bringen kann, mal sehen.“ Wird er müssen. Lukas Alexander Ott wird als zweiter Diagonalangreifer geführt. Keiner darf annehmen, dass der talentierte junge Meersburger adäquater Ersatz für Pampel sein kann.

Klassenerhalt noch ein Tick schwerer

Dennoch sind „wir auf dem richtigen Weg“, ist Christian Pampel überzeugt, erneut für tolle Heimspiele, spannende Matches und den Klassenerhalt sorgen zu können. Dabei ist sich die Nummer 4 bewusst, dass das noch einen Tick schwerer wird. Die Liga spielt mit 14 Teams, das Volleyball-Internat Frankfurt ist noch dazugekommen. „39 oder 40 Punkte“ brauche es fürs Saisonziel. „Knapp die Hälfte aller Spiele müssten wir gewinnen.“ Am Samstag kann der TSV Mimmenhausen beim Aufsteiger GSVE Delitzsch damit beginnen, dem Wunsch des Trainers einen Schritt näher zu kommen.