Volleyball, 2. Bundesliga: Alpenvolleys Haching II– TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Bayernwerk Sport-arena). – Der TSV Mimmenhausen habe auch unter diesen alles andere als optimalen Bedingungen Lust, beim Tabellensiebten Volleyball zu spielen. Sagt jedenfalls Spielertrainer Christian Pampel. Und wer den ehemaligen Weltklassespieler kennt, der weiß, dass das keine Phrase ist.

Birkenberg fällt aus

Trotz des Ausfalls von Bogdan Birkenberg. Der Mittelblocker hat sich vergangenen Samstag in Friedrichshafen die Bänder gedehnt und fällt für das Duell mit den Bundesligareservisten aus. „Bogdan ist hart im Nehmen“, sagt sein Trainer, „er kann ohne Krücken laufen,.“ Aber die Blau-Gelben werden wohl auf ihn verzichten müssen. Und „Pampi“, wie sie ihn respekt- und liebevoll in Mimmenhausen nennen, laboriert an einer zwickenden Achillessehne. Der ehemalige Weltklassespieler aber lässt offen, ob er am Samstag dennoch auflaufen wird.

Pampel fordert: „Alles reinhauen!“

Konkret dagegen wird der Diagonalangreifer beim Abstecken seiner Ziele. „Wir fahren nicht irgendwohin und geben einfach die Punkte ab“, lässt Pampel keinen Zweifel daran aufkommen, dass er und die Mannschaft alles tun werden, um vor den Toren von München erfolgreich zu sein. „Wir müssen das Beste aus dieser wenig erfreulichen Situation herausholen“, appelliert er an seine Spieler, dass sie „jetzt erst richtig Gas geben, alles reinhauen.“ Lukas Ott, Jonas Hoffmann und die Kollegen „müssen jetzt eben mehr Verantwortung übernehmen“.

Optimistischer Trainer

Weil der TSV Mimmenhausen in zahlreichen Duellen, nicht nur in der bisher so prächtig verlaufenen Runde, bewiesen hat, dass er den Kopf niemals hängen lässt, trotz aller Widrigkeiten immer weiter spielt („das haben wir auch vergangenes Wochenende in Friedrichshafen gemacht“), ist sich Christian Pampel sicher, dass seine Mannen seinen Appell eigentlich gar nicht extra bräuchten. „Sie werden das Beste daraus machen, alles geben und auch aus dieser vertrackten Situation das Positive mitnehmen.“

Auch deshalb, weil kein den Kopf und die Arme lähmender Druck auf der Mannschaft lastet. Die Saison ist schließlich gelaufen. Alles, was jetzt noch kommt, ist die sprichwörtliche Kirsche auf der Sahnetorte.

Fasnachtsmaske für Johannes Becker?

Mit einer großen Portion trockenem Humor beschreibt Christian Pampel ein paar Lösungsmöglichkeiten für das Spiel in der närrischen Woche: „Wir legen zwei Trikots auf die Auswechselbank, setzen Johannes Becker eine Fasnachtsmaske auf, und dann wechseln wir ihn eben immer wieder ein.“ Damit hätte Mimmenhausen auf jeden Fall stets einen gelernten Mittelblocker auf dem Feld. Weil das aber nicht geht, wird wohl einer der „jungen Spieler oder einer aus der zweiten Mannschaft“ in den Genuss kommen, in der Zweitligapartie den „Horizont etwas zu erweitern.“

„Ein gutes Volleyballspiel abliefern, und wenn es dann zu einem Punkt oder zu Punkten reicht, ist das gut“ – so lautet die Marschroute von Pampel & Co. Sollte der TSV Mimmenhausen erfolgreich sein, dann hat der Spielertrainer am Ende doch noch ein echtes Problem. Er wird weiterhin Fragen nach der möglichen Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga beantworten müssen.