Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – TSB Schwäbisch Gmünd (Samstag, 17 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Mit dem TSB Schwäbisch Gmünd erwartet die HSG Konstanz II eine sehr unbequeme Aufgabe. „Das wird brutal schwer, darauf geht jetzt sofort der Fokus“, gab Trainer Matthias Stocker schon nach dem letzten Spiel die Marschroute vor.

HSG in der Favoritenrolle

Eine Aufgabe, bei der sich die jüngste Mannschaft der Oberliga wieder einmal mit der Favoritenrolle auseinandersetzen muss, das möchte der Übungsleiter gar nicht abstreiten. Die Tabelle macht es ihm allerdings auch nicht möglich. Formell empfängt der Tabellendritte den Vorletzten. Eine klare Sache also? Genau vor dieser Haltung warnt Stocker eindringlich. „Der TSB steht mit dem Rücken zur Wand“, erklärt er. „Es gab einen Trainerwechsel, und die Formkurve ist ansteigend. Das ist eine gute Mannschaft, mit dem Personal müssen sie eigentlich nicht da unten stehen.“ Allerdings musste Schwäbisch Gmünd einige ganz bittere Niederlagen in letzter Sekunde schlucken. Bestes Beispiel: das Spiel am vergangenen Wochenende. Mit einem Kraftakt wurde der 32:32-Ausgleich erzielt – doch mit der Schlusssirene der Treffer zur 32:33-Niederlage gegen starke Weinsberger kassiert.

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Lange Durststrecke 2019

Vor der Saison hatte man sich das angesichts des guten Kaders anders vorgestellt beim TSB. „In der Oberliga geht es gerade extrem eng zu, da ist es schwer, wenn man unten steht, dann laufen Dinge gegen dich“, so Stocker. Dabei spricht er aus eigener Erfahrung. In der letzten Spielzeit musste sein Team nach einer furiosen Erfolgsserie plötzlich eine lange Durststrecke durchstehen und geriet selbst noch einmal kurzzeitig in Nöte. Nun jedoch profitiert man von der Sonnenseite, von drei Siegen in vier Spielen im Jahr 2020.

Konstanz muss konstanter werden

Was nach einer gewissen Konstanz – zumindest in den Ergebnissen – klingt, ist für den 32-Jährigen jedoch alles andere als konstant. „Unser Spiel“, stellt er fest, „ist noch sehr wellenförmig. Gegen Söflingen hatten wir sehr gute und sehr schlechte Phasen. In Bittenfeld läuft alles – allerdings nach einem Katastrophen-Start.“ Den Trend aus den letzten Spielen möchte man bei den Gelb-Blauen dennoch nur zu gerne fortsetzen und an das tolle Comeback in Bittenfeld anknüpfen. Zwar sehe man nicht ständig auf die Tabelle, rückt Stocker den Fokus ins Hier und Jetzt, „aber wenn, dann ist es natürlich schön.“

„Gutes Spiel abliefern“

Auf dem dritten Tabellenplatz würde er seine Mannschaft auch gerne nach dem Heimspiel gegen Schwäbisch Gmünd sehen. „Jetzt wollen wir ein gutes Spiel abliefern, die Tabelle interessiert nicht. In der Pause können wir mal einen Blick riskieren“, grinst er. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden. Im Wissen, dass wir an einem gebrauchten Tag böse auf die Nase fallen können.“ (joa)