Jugendfußball: Thomas Müller, Marco Reus, Mario Götze, Julian Draxler, Joshua Kimmich oder David Alaba haben etwas gemeinsam: Sie alle spielten beim MTU-Cup in Friedrichshafen. Die besten der besten Nachwuchsfußballer aus Europa zeigen dort ihre sehenswerten Fertigkeiten Jahr für Jahr. Auch am 30. November und 1. Dezember.

Von Beginn an mit großartigen Vereinsnamen besetzt, sucht das U-15-Turnier in Europa seinesgleichen, ist nur schwer noch zu steigern, falls überhaupt. Aber VfB-Manager Klaus Segelbacher ist das mit der 17. Ausgabe doch gelungen. Der nimmermüde Organisator hat noch eine Schippe draufgelegt auf ein ohnehin hochattraktives Teilnehmerfeld.

Weit und gut vernetzt, immer auch dort vor Ort, wo sich die Verantwortlichen der europäischen Topklubs auf Sportkongressen treffen, hat er (auf eigene Kosten) „mit dem Präsidenten von Atletico Madrid ein paar Minuten“ sprechen können – und mit „hartnäckiger Freundlichkeit, gut vorbereitet“, den Spanier davon überzeugt, dass es Zeit wird für eine Premiere in Friedrichshafen.

Bei der Zusage von Atletico ist es nicht geblieben. Peter Moor, den CEO des Liverpool FC, hatte er („ein schöner Zufall“) damals dort auch getroffen und dafür gesorgt, dass der Nachwuchs von der Anfield Road nun auch zum erlesenen Kreis der MTU-Cup-Teams gehört. „Vier englische Mannschaften und vier spanische zusammen in einem Turnier“, sagt Segelbacher, „dass das mal möglich wird, hätte ich nie gedacht.“

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2019 ist das so. Mit Barcelona, der Titelverteidiger kommt wie immer mit zwei Mannschaften, Atletico Madrid und Valencia sind die Iberer so stark vertreten wie nie zuvor. Dazu bester europäischer Fußball von der Brexit-Insel: Manchester United, Liverpool, Chelsea und Arsenal wollen Barcelona den vierten Triumph vermasseln.

Trotz dieser großen Namen wollen die deutschen Teilnehmer, allen voran der FC Bayern München, Borussia Dortmund, der FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf, nicht nur Statisten im Fußballtempel ZF-Arena sein. Dazu kommen mit den türkischen Fußballern aus Izmir, den Slowenen aus der Hauptstadt Ljubljana und Ajax Amsterdam potente Kontrahenten.

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Kaum den ersten Anpfiff erwarten können aber auch die lokalen Mannschaften. Ihnen werden zwar keine Chancen eingeräumt, die Gruppenphase zu überstehen. „Aber in den zehn Minuten auf dem kleinen Spielfeld ist ihnen schon so manche Überraschung gelungen“, sagt Klaus Segelbacher. Einzig dem Leistungszentrum MTU Friedrichshafen darf etwas mehr zugetraut werden. Auch ohne einen Marco Reus oder Manuel Götze in seinen Reihen.

Die erste Partie am Samstag, 30. November, wird um 8.30 Uhr angepfiffen. Das Auftaktmatch bestreiten Schalke und Chelsea.