Handball, 2. Bundesliga: HSG Konstanz – ThSV Eisenach (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Am Samstag, 20 Uhr, ist die Wartezeit nach knapp zwei Monaten ohne Heimspiel für die Zweitliga-Handballer der HSG Konstanz vorbei. Mit einem wichtigen Heimspiel gegen den ThSV Eisenach startet die HSG in die heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt. Sein Debüt feiert dabei Winter-Neuzugang Markus Dangers.

Richtungsweisendes Duell

Für beide Mannschaften steht ein richtungsweisendes Duell an. Eines, in dem sich die Gastgeber nur zu gerne Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen würden und Wiedergutmachung für die äußerst unglückliche 26:27-Hinspielniederlage betreiben wollen. Damals führten die Konstanzer lange mit sechs Toren und hatten den Auswärtssieg schon vor Augen, schenkten allerdings den komfortablen Vorsprung binnen Minuten her und mussten am Ende völlig geknickt die weite Heimreise antreten. Michael Haßferter hatte den – vermeintlich – letzten Wurf schon toll pariert, doch der Ball prallte statt ins Tor- ins Seitenaus. Der kroatische Neuzugang Ante Tokic traf mit der Schlusssirene mitten ins Herz der Gelb-Blauen. „Das sind die Sachen, aus denen man lernen muss“, erinnert sich HSG-Cheftrainer Daniel Eblen an die schmerzhafte Erfahrung und sagt: „Wir waren sehr grün. Ich denke, wir haben daraus gelernt.“ Vor allem in Sachen Mentalität und Abgezocktheit sollte seine Mannschaft in engen Phasen nun weiter sein, wenn sie auch immer noch manchmal dazu neigt, zu überdrehen oder zu vorsichtig zu agieren und dabei in die Extreme verfällt.

Viel Qualität bei Eisenach

Ob Konstanz gegen den 31 Jahre lang in der höchsten Liga der DDR und zehn Jahre in der 1. Bundesliga vertretenen Traditionsverein wieder auf die Erfahrung der zuletzt fehlenden Top-Torschützen Paul Kaletsch und Tom Wolf sowie Neuzugang Felix Jaeger und Felix Krüger bauen kann, wird sich erst kurzfristig am Spieltag entscheiden. Auf der Gegenseite stehen mit Balz Voncina (36), Stanislaw Gorubtschuk (31), Adrian Wöhler (32) und Duje Miljak (36) ganz erfahrene Stützen im Aufgebot. „Dazu kommen junge Spieler mit ganz viel Talent wie Yoav Lumbroso“, so der HSG-Coach. „Die internationale Mannschaft ist sehr gezielt zusammengestellt worden, das sieht man. Auf jeder Position gibt es mindestens zwei Spieler, die das entsprechende Niveau haben.“ Selbiges bescheinigt Trainerikone Sead Hananefendic der HSG Konstanz. „Eine eingespielte Mannschaft mit starkem Rückraum und gutem Zusammenspiel mit dem Kreisläufer, schnellen Flügelspielern, die einen modernen Handball pflegt, explosiv und willig, hätte durchaus mehr Punkte haben können“, konstatiert der 71-Jährige.

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Eine neue gewichtige Option bietet sich den Konstanzern seit Dienstag mit dem nachverpflichteten Kreisläufer Markus Dangers. Der in 58 Spielen 204 Mal für den Schweizer Vizemeister Pfadi Winterthur erfolgreiche Kreisläufer bringt mit 103 Kilogramm bei 1,90 Meter Körpergröße eine ungeheure Durchschlagskraft mit. „Ein netter Kerl, körperlich sehr fit“, freut sich Daniel Eblen. „Er könnte uns im Angriff zügig helfen. Michel Stotz hat sich allerdings in den letzten Monaten auch toll entwickelt, vor allem in der Abwehr. Zusammen mit Markus im Angriff ist das ein wichtiger Entwicklungsschritt. Das wollen wir für uns nutzen.“ Außerdem setzt der 45-Jährige große Hoffnungen auf die langersehnte Rückkehr in die Schänzlehalle und den Rückhalt – gerade in den entscheidenden Situationen – von der Tribüne.

Punkte sind das Ziel

Denn von guten Leistungen ohne Lohn hat man genug bei der HSG. Die entscheidenden Phasen so zu gestalten, dass „wir auch auf der Anzeigetafel das bessere Team sind“, so der Übungsleiter, ist das Ziel, für das alle sehr intensiv und zielstrebig arbeiten.