Herr Melchert, bereitet der Blick auf die aktuelle Bilanz der HSG Vergnügen oder doch etwas Bauchschmerzen?

Summa summarum sind wir voll im Soll. Wenn man die Spiele genauer analysiert, wird aber deutlich, dass wir in ein bis zwei Begegnungen mehr Punkte hätten mitnehmen können. Zudem zeigt sich, dass das obere und untere Drittel der 2. Bundesliga sehr ausgeglichen ist. Das wird wohl bis zum Ende so laufen. Für eine detaillierte Einschätzung ist es aber noch zu früh.

Sind Sie zufrieden, wie sich die sehr junge Mannschaft in der 2. Bundesliga präsentiert?

Wir haben gezeigt, dass wir – insbesondere daheim – gegen jeden mithalten können. Auswärts unterlaufen uns noch zu viele leichte Fehler. Das wird gnadenlos bestraft. Wenn wir wüssten, woran es liegt, dass das vor allem in der Fremde passiert, würden wir es abstellen.

Was fehlt in den entscheidenden Situationen?

Es besteht schon ein deutlich spürbarer Unterschied zur 3. Liga. In der 2. Bundesliga werden die Fehler sofort konsequent ausgenutzt. Das muss man lernen und die Fehler schnellstmöglich so gut wie möglich abstellen.

Am Samstag, 20 Uhr, empfängt die HSG als Tabellen-15. den 17. Was steht in diesem Abstiegskracher gegen Emsdetten auf dem Spiel?

Es ist eine wichtige Partie. Natürlich wollen wir gegen die Teams, die mit uns unten stehen, gewinnen. Aber es ist kein Endspiel. Ein wichtiges Heimspiel, das wir gewinnen wollen. Damit sind die Ziele gesetzt.

Ist die Kaderplanung für die nächste Saison schon angelaufen?

Wir sind mittendrin. Mit Felix Krüger, Kapitän Tom Wolf und Joschua Braun konnten wir bereits mit drei Spielern frühzeitig verlängern. Weitere Gespräche laufen und werden nach meiner Ellenbogen-Operation fortgeführt. Ich habe früh mit den Gesprächen begonnen, in den nächsten Monaten werden sie finalisiert. Wir werden bald positive Nachrichten vermelden können.

Zur Person

Andre Melchert ist 39 Jahre alt und stammt aus Velbert. Melchert ist seit 2002 bei der HSG Konstanz. Zunächst als Spieler in der 2. Bundesliga (rechter Rückraum und Kreis) und ab 2009 als Co-Trainer. Seit 2014 ist der leidenschaftliche Schalke-Anhänger zudem Sportlicher Leiter der HSG Konstanz. Der 1,94 Meter große Applications-Manager ist verheiratet und hat drei Töchter. Am Samstag um 20 Uhr empfängt die HSG Konstanz in der Schänzlehalle den Tabellen-17. TV Emsdetten. (joa)