Die beliebte Regatta wird am Freitag, 17. Juni, pünktlich um 19.30 Uhr vom Raddampfer und Startschiff „Hohentwiel“ angeschossen. Im vergangenen Jahr war die Rund Um coronabedingt von Juni auf Ende September verlegt worden. Während der gesamten Wettfahrzeit von 24 Stunden war der Wind aber dermaßen flau, dass von den gestarteten knapp 240 Booten, trotz des festgelegten verkürztem Kurses, nur ganze sieben innerhalb des Zeitlimits das Ziel vor Lindau wieder rechtzeitig erreichen konnten.

In diesem Jahr hoffen die Verantwortlichen des Lindauer Segel-Clubs, dass der Wind ein Einsehen mit den Seglern hat. Fest steht schon jetzt, dass die Nacht, falls es keine oder nur wenige Wolken gibt ziemlich hell sein dürfte, da zwei Tage vor der Rund Um Vollmond war.

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Zu den Favoriten zählen auch in diesem Jahr wieder die schnellen Racer, von denen die meisten Katamarane sind. Wieder am Start ist auch der Vorjahressieger Ralph Schatz vom LSC, der mit seiner „Orange Utan“ seit Jahren ganz vorne mitsegelt. Ebenfalls ausgesprochen schnell unterwegs sind immer der Bregenzer Fitz Trippolt mit seiner „Skinfit“, der Schweizer Rund Um-Sieger Sammy Smits mit seiner „Green Horny“ und Christian Sach.

Der Rekord für die knapp 100 Kilometer lange Strecke steht übrigens schon seit dem Jahr 2008: Damals segelte der Niederländer Jonny Hutchcroft mit seiner Crew auf der „Holomato“ in der sagenhaften Zeit von nur vier Stunden, 41 Minuten und 37 Sekunden die „Rund Um“.

Ein Hingucker: die mehr als 100 Jahre alte „Bayern“

Mutmaßlich wenig Siegchancen hat dagegen das Team um Skippern Resi Bach (LSC). Das von der Lindauerin gesteuerte Boot, die mehr als über 100 Jahre alte 8mR-Yacht „Bayern“, dürfte aber zu den gefragtesten Fotomotiven gehören.

Resi Bach ist übrigens immer noch die einzige Frau, die das Traditionsschiff als Skipperin fahren darf und das, obwohl zur Stammcrew der traumhaften Segelyacht etliche Frauen gehören. Die Bayern hat übrigens zu der Zeit, als es noch keine hochgerüsteten High-Tech-Boote gab, die „Rund Um“ auch schon zwei Mal gewonnen.

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Alle teilnehmenden Yachten sind in diesem Jahr mit einem so genannten GPS-Tracker ausgestattet, sodass die Position der Boote via LSC-Homepage oder App jederzeit verfolgt werden kann. Der Regattaverlauf wird aber auch im Zelt neben dem LSC live kommentiert. Für alle, die lieber an Land bleiben, gibt es nach dem sehenswerten Start nach zweijähriger Pause wieder ein Hafenfest mit abwechslungsreichem Programm.

Nach Angaben der Verantwortlichen bei der Stadt Lindau, wird es aus „Respekt vor den Menschen in und aus der Ukraine“ kein Feuerwerk geben. Bleibt zu hoffen, dass die Nacht spannend wird und die ersten Segler bald zurück in Lindau sein werden.