Handball, 3. Liga: TV Willstätt – HSG Konstanz 26:29 (14:19). Sehr freundschaftlich ging es vor und nach dem Spiel zu, in dem sich viele alte bekannte Gesichter gesehen hatten. Im Spiel war davon aber nicht viel zu sehen.

Krüger beim TVW im Innenblock

Willstätt hatte mit dem Ex-Konstanzer Felix Krüger einen starken, kompromisslosen Hünen im Innenblock einer guten Deckung. Damit stellten die Ortenauer das Zentrum gut zu und Konstanz tat sich insbesondere in der Anfangsphase sowie in den ersten Minuten nach der Pause schwer.

Schlüssel in der Offensive

Für Jörg Lützelberger lag der Schlüssel zum Erfolg dennoch in der Offensive. Wenngleich in Maximilian Wolf vor und Leon Grabenstein nach dem Seitenwechsel erneut zwei starke Keeper der Rückhalt waren, der an diesem Tag nötig war. Wolf wehrte einen Siebenmeter ab, Grabenstein sogar deren drei. Alle vier Strafwürfe der Gastgeber fischten die beiden somit weg und bereiteten den Weg dafür, dass sich der Spitzenreiter nach rund sieben Minuten, in denen Willstätt mit 5:4 vorlegte, auf 14:8 wegzog (20.).

Lob vom gegnerischen Trainer Andersen

Der Head Coach der HSG konnte sich darauf verlassen, dass das Tempospiel nach vorne einmal mehr fruchtete. Dafür gab es gar Lob von Ole Andersen, ehemaliger dänischer Nationaltrainer und nun für den TVW verantwortlich. „Eine klasse Mannschaft. Schnell, breit aufgestellt, mit Klasse-Torhütern“, beschreib er die Konstanzer.

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„Ich glaube, da hätten wir lange weiterspielen können, es wäre schwierig geworden, zu gewinnen.“ Andersen wäre aber nicht Andersen, wenn er nicht gleich noch eine Kampfansage hinterhergeschickt hätte. „Wir verfolgen Konstanz so lange es geht, bis sie irgendwann ihre erste Niederlage bekommen.“

Lerneffekte für die HSG

Die HSG dürfte neben den in einem nicht einfachen Auswärtsspiel nicht gefährdeten zwei Punkten wieder Lerneffekte mitgenommen haben. Lützelberger: „Wir hatten eine wilde Woche hinter uns. Mit vielen Ausfällen, Krankheiten und Verletzungen.“ Matthias Hild und Jannes Timm konnten gar nicht eingesetzt werden, Aron Czako nur in den letzten Minuten. „Die Mannschaft hat das wirklich gut gemacht. Ist cool geblieben als wir fast sieben Minuten nach der Halbzeit für das erste Tor benötigt haben, hat andere Lösungen gefunden und Unterstützung von der Bank bekommen.“

5:0-Lauf von Willstätt am Ende

Nach einer kurzen Schwächephase zog die HSG ihre Kreise mit acht Toren Vorsprung. Bis die Spannung in den letzten drei Minuten merklich abgefallen war und Willstätt noch von 21:29 auf 26:29 verkürzte. „Wir haben aus meiner Sicht auch souverän gewonnen“, so der 36-Jährige, der dennoch nicht zufrieden mit dem 5:0-Lauf der Willstätter war.

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„Nicht cool, wollen wir anders machen. Das wissen die Jungs, das können die Jungs und werden sie auch wieder machen.“ Nächster Prüfstein ist am Freitag, 20 Uhr, der VfL Günzburg. Sie wollen Ole Andersen noch etwas warten lassen, die siegeshungrigen Konstanzer.

HSG Konstanz: Wolf, Grabenstein (beide Tor); Stotz, Fehrenbach, Czako (2), Hild, Mauch, Herbel (1), Beckmann (1), Braun (1), Bornhauser (5), Wendel (5), Schramm (2), Ingenpaß, Köder (8/4), Knezevic (4).