Kai Blandin

Fußball-Oberliga: FC Holzhausen – FC 08 Villingen (Samstag 14 Uhr). Holzhausen, die Dritte. Das erste Duell zwischen dem FC 08 Villingen und dem Aufsteiger aus Sulz am Neckar wurde nach nur vier Minuten aufgrund eines aufkommenden Gewitters vom Schiedsrichter erst unter- und dann komplett abgebrochen, beim Nachholtermin gab es ein emotionsgeladenes 2:2-Unentschieden vor rund 2000 Zuschauern im Frieden-grund. Nun also, im für beide Mannschaften letzten Pflichtspiel des Jahres 2022, treffen sie erneut aufeinander.

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In einem Derby einen echten Favoriten auszumachen, ist ohnehin fast ein Ding der Unmöglichkeit. Erst recht nicht in dieser engen Oberliga, die Woche für Woche Überraschungen parat hält. Rein von der Tabelle her ist diese Rolle dem FC Holzhausen zuzuschreiben, steht er doch zwei Punkte vor Villingen. „Vielleicht auch, was den gesamten bisherigen Saisonverlauf betrifft. Noch dazu haben sie gerade in besonderen Spielen herausragende Leistungen gezeigt“, betont 08-Trainer Marcel Yahyaijan. Und ein solches sei dieses Aufeinandertreffen allein von der Regionalität her allemal. Der Trend hingegen spricht für die Schwarz-Weißen. Während sie in den letzten fünf Begegnungen starke zehn Zähler sammelten, kommt der Gegner in diesem Zeitraum gerade mal auf drei.

So hätten bei Holzhausen die Unterschiede zuletzt größer kaum sein können. Und dann doch wieder nicht. Erst knöpfte die Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt dem souveränen Tabellenführer von den Stuttgarter Kickers in deren Stadion einen Punkt ab, um in der Woche darauf auf eigenem Platz gegen das Schlusslicht vom Freiburger FC ebenfalls über ein Unentschieden nicht hinaus zu kommen. „Beide Ergebnisse überraschten mich nicht wirklich“, sagt Yahyaijan.

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In Abwägung all dieser Aspekte meint er darüber hinaus: „Von daher erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheidend sein wird.“ Die geballte Offensiv-Power des Gegners mit seinen gefährlichen Stürmern Janik Michel, Pascal Schoch und Fabio Pfeifhofer – immerhin hat Holzhausen bereits 44 Mal genetzt – gelte es in den Griff zu bekommen. „Aber im Spiel nach hinten weisen sie auch immer mal wieder Schwächen auf. Es kann also alles passieren: von einem Sieg, über ein Unentschieden bis hin zu einer Niederlage“, so der Coach.

Nur in einem Punkt ist sich Yahyaijan sicher. „Sie werden speziell gegen uns zu 110 Prozent motiviert sein und viel Emotionalität an den Tag legen“, erwartet er. Hier müsse seine Mannschaft kühlen Kopf bewahren, dürfe sich nicht mitreißen oder gar negativ beeinflussen lassen. „Vielmehr wird es wichtig sein, dass wir uns auf die sportliche Leistung konzentrieren“, fordert er.

In den vergangenen Wochen ist der FC 08 gut damit gefahren, immer mal wieder kleinere Anpassungen bei der Startaufstellung vorzunehmen. Um damit Alternativen von der Bank aus zu haben. „Sie haben es dann gut gemacht und unserem Spiel neuen Schwung verliehen. Deshalb kann es durchaus sein, dass wir im Vergleich zur Partie gegen Hollenbach erneut auf zwei oder drei Positionen wechseln werden. Doch wird sich dies erst nach dem Abschlusstraining entscheiden“, macht Yahyaijan deutlich. Nach überstandener Krankheit sowie der Geburt seines Sohnes Leanoluca weist Jonas Busam zwar noch etwas Trainingsrückstand auf, wird aber dennoch in den Villinger Kader zurückkehren. Wohl nicht für die erste Elf, eher als Ergänzung.

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