Fußball-Oberliga: 1. FC Rielasingen-Arlen – SV Linx (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen Talwiese). – Mit dem achten Punktspiel binnen 29 Tagen endet für den 1. FC Rielasingen-Arlen die Serie von vier Englischen Wochen. Der kleine Kader ist dabei an seine Grenze, und vielleicht auch darüber hinaus gekommen. So war die Leistung am Mittwoch bei den Stuttgarter Kickers auch aller Ehren wert, die Hegauer hatten es dem Favoriten so schwer wie möglich gemacht.

Partie gegen Kickers kostete Kraft

Am Ende musste sich die Talwiesen-Elf zwar mit 1:4 geschlagen geben, konnte aber mit erhobenem Haupt vom Feld gehen, musste sie doch, zusätzlich zu den Langzeitverletzten, auf drei Stammspieler verzichten. Die Mentalität war stark, aber es war auch ein Spiel, das enorme Kraft gekostet hat.

Rielasingen-Arlen erwartet eine schwere Partie

Ob die drei Stammspieler zurückkehren, ist noch sehr unsicher. Gianluca Serpa sollte auf jeden Fall wieder dabei sein, er fiel aufgrund eines länger geplanten privaten Termins in Italien aus. Offen ist auch, ob Albert Malaj (verletzt) und Laurin Tost (krank) eingesetzt werden können. In welcher Besetzung auch immer: Am Sonntag können sich die Hegauer auf der Talwiese auf ein schweres Spiel einstellen. Mit dem SV Linx kommt ein Gast nach Rielasingen, der um den Klassenverbleib bangt.

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Der Abstiegskampf verspricht Spannung und vielleicht auch Dramatik. Da den Abstieg der SG Sonnenhof Großaspach aus der Regionalliga nur noch ein kleines Fußballwunder verhindern kann, werden sechs oder fünf Mannschaften (bei Aufstieg des Zweiten der Oberliga) absteigen müssen. Zwischen Platz 14, den der Freiburger FC mit 35 Punkten (erster sicherer Abstiegsplatz) belegt, und Platz 18 (1. FC Bruchsal) liegen gerade einmal zwei Punkte, selbst der TSV Ilshofen hat auf Platz 19 mit 30 Punkten noch kleine Chancen.

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Dazu kommt, dass Dorfmerkingen (35 Punkte) und auch Bruchsal noch ein Nachholspiel austragen dürfen. Und mittendrin auf Platz 15 steht der SV Linx, der zuletzt sechsmal sieglos blieb, darunter waren allerdings ein 0:0 gegen Freiberg und eine knappe 1:2-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers.

Auch Linx kämpft mit Personalproblemen

In Linx ist man sich der Gefahr der Situation natürlich bewusst, und somit erwarten die Gastgeber am Sonntag eine Mannschaft auf der Talwiese, die eigentlich auf Sieg spielen muss. Dass auch der SV Linx seit Wochen mit Personalproblemen zu kämpfen hat, ist ebenfalls eine Folge des engen Spielplans. Am Mittwoch hatten die Ortenauer allerdings spielfrei.

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Aber gerade die Leitfiguren waren zuletzt angeschlagen. Adrian Vollmer (im nächsten Jahr Spielertrainer beim Landesligisten SV Stadelhofen) kämpft schon seit Wochen mit muskulären Problemen. Marc Rubio, der erfolgreiche Torjäger, kommt in dieser Saison bisher auf nur elf Einsätze, ist aber mit sieben Treffern der erfolgreichste Torschütze (zusammen mit David Assenmacher). Immer wieder müssen die Linxer Spieler einsetzen, die sie in normalen Zeiten geschont hätten. „Wir gehen momentan ein hohes Risiko ein, aber die Moral in der Truppe ist gut. Aufgeben gibt es nicht, wir stehen immer wieder auf“, lobt Coach Thomas Leberer sein Team.

Leberer hat großen Respekt vor der Talwiesen-Elf: „Da hat sich viel Qualität entwickelt – und der Kunstrasen ist ein Nachteil für uns, weil der Gegner alle Trainingseinheiten und Spiele darauf absolviert.“ (te)