Fußball, Oberliga: SSV Reutlingen – 1. FC Rielasingen-Arlen (Samstag, 15.30 Uhr). – Nach zwei Siegen in Folge möchte die Talwiesen-Elf die kleine Serie ausbauen und auch in Reutlingen punkten. Ein Sieg würde die Hegauer ins Mittelfeld der Tabelle hieven.

Zwei starke Leistungen

Nach zwei kämpferisch starken Leistungen bei den Siegen in Offenburg und gegen den 1.SV Göppingen hoffen die Verantwortlichen auf der Talwiese, dass sich die Mannschaft nach dem großen Umbruch zu Saisonbeginn nun in der taktischen Formation gefunden hat.

Zumindest die Partie gegen Göppingen lässt da durchaus hoffen. Mit dem Neuzugang Toranosuke Abe scheint das fehlende Puzzleteil zu einem auch defensiv besser funktionierenden Mittelfeld gefunden worden zu sein.

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Dazu kam am vergangenen Wochenende die vielleicht beste Leistung von Nathan Malonga, seit er im Rielasinger Trikot aufgelaufen ist. Er beeindruckte mit starken Flügelläufen und Dribblings. Dazu sind die Hegauer im Moment auch von der Kaderstärke weitaus variabler als noch zuletzt.

Malaj zuletzt auf der Bank

Pascal Rasmus ist zurück, nachdem er praktisch von Saisonbeginn aufgrund muskulärer Probleme nicht einsatzfähig war. Zuletzt konnte sich Trainer Michael Schilling sogar den Luxus leisten, den zuletzt nicht so effizienten Torjäger Albert Malaj auf die Bank zu setzen. Somit ist der 1:0-Sieg über den bis dahin noch ungeschlagenen 1.Göppinger SV ein Mutmacher für die kommenden schweren Spiele.

Beim Gastgeber, dem württembergischen Traditionsverein, ist die Situation nicht mehr so rosig wie noch zu Saisonbeginn. Schon lange war der SSV Reutlingen nicht mehr so gut in die Saison gestartet – zehn Punkte aus den ersten vier Spielen waren so sicher nicht erwartet worden. Doch zuletzt zeigte der Trend eher nach unten, denn in den vergangenen vier Spielen gelang nur noch ein Sieg – ein glanzvoller 5:2-Erfolg über die Sport-Union Neckarsulm.

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Doch auch drei Niederlagen stehen auf der Ergebnisliste. Besonders das vergangene Wochenende war ein total gebrauchter Spieltag. Das 0:1 beim Offenburger FV war schon enttäuschend genug, wurde durch Platzverweise aber noch getoppt. Mit Luca Meixner (Rot) sowie Samuel Mayer und Kapitän Pierre Eiberger (jeweils Gelb-Rot) fallen gleich drei Spieler aus und zwingen Trainer Albert Lennerth zu personellen Umstellungen.

Lennerth rettete den Traditionsverein

Lennerth ist seit der Endphase der vergangenen Saison SSV-Trainer und rettete den schwer in den Seilen hängenden Traditionsverein vor dem drohenden Absturz in die Verbandsliga. Auch wenn die Ausfälle der drei Spieler schwer wiegen, hat der SSV Reutlingen nach wie vor herausragende Offensivspieler im Kader. Mit Onesi Kungienda (vier Tore), Jovan Djermanovic und Neuzugang Riccardo Gorgoglione (jeweils drei Treffer) hat man eine flexible Offensivreihe.

Die Statistik spricht für die Gäste: Insgesamt standen die bisherigen Auftritte der Talwiesen-Elf an der traditionsreichen Kreuzeiche unter einem guten Stern. Zwei Siege und 4:0 Tore stehen bei zwei Spielen zu Buche. (te)