Fußball-Landesliga: FC 08 Villingen II – FC Furtwangen (Samstag, 14 Uhr). Vierfaches Wiedersehen im Friedengrund: Während auf Furtwanger Seite mit Trainer Mustafa Gürbüz und Ali Günes zwei ehemalige Villinger auf ihren alten Verein treffen, spielen bei der Zweitvertretung des FC 08 mit Steffen Holzapfel und Florian Kaltenbach zwei Spieler, die im Vorjahr noch das Trikot der Bregtäler trugen.

.... Steffen Holzapfel (FC 08 Villingen II). Bilder: kat/Verein
.... Steffen Holzapfel (FC 08 Villingen II). Bilder: kat/Verein | Bild: Verein

Zwei Jahre lang war Mustafa Gürbüz als Trainer im Jugendbereich des FC 08 Villingen unter Nachwuchskoordinator Marcel Yahyaijan tätig. Der jetzige Trainer der Villinger U 23 kennt Gürbüz daher bestens. „Ich weiß, wie Mustafa spielen lässt und wie er seine Mannschaften einstellt. Das ist für mich sicherlich ein kleiner Vorteil. Dennoch wollen wir uns auf uns konzentrieren, dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und die drei Punkte behalten.“

Beide Teams stellen mit jeweils drei Gegentreffern die stabilsten Defensiven der Liga. Mit einer Abwehrschlacht rechnet Yahyaijan aber nicht. „Ich kann mir auch ein 4:3 gut vorstellen. Furtwangen ist stets auf eine stabile Defensive bedacht. Wir werden mehr Ballbesitz haben und müssen Lösungen finden.“ Dabei helfen können Maurice Dresel und Manuel Passarella, die nach Verletzung und Sperre wieder zur Verfügung stehen. Fraglich sind die Einsätze der noch kranken Tijan Jallow und Florian Kaltenbach. Sicher ausfallen werden Tim Zölle, Niklas Heini, Marcel Cardoso (alle verletzt) und auch Steffen Holzapfel, der privat verhindert ist. Aufgrund der zahlreichen Ausfälle ist Verstärkung aus dem Oberliga-Kader nicht ausgeschlossen.

Furtwangens Trainer Mustafa Gürbüz blickt sehr positiv auf die Rückkehr in den Friedengrund voraus. „Natürlich freue ich mich auf dieses Spiel. Ich habe nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis zum FC 08. Wir haben uns damals im Guten getrennt, weil ich aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr genug Zeit hatte. Ich kenne viele Spieler wie Furkan Sari, Nico Effinger oder Niklas Heini noch aus ihrer U 19-Zeit“, erklärt Gürbüz. Die Gegneranalyse vereinfacht dies allerdings nicht. „Wir bereiten uns auf Villingen wie auf jeden anderen Gegner vor. Ich weiß, was auf uns zukommt. Die Qualität der Villinger spricht für sich“, warnt Gürbüz, der die Oberliga-Reserve noch stärker sieht als im Vorjahr. „Sie haben an Qualität drauf gelegt und sind offensiv wie defensiv richtig stark. In der Innenverteidigung haben sie mit Tim Zölle eine Rakete. Sie sind alle fußballerisch sehr gut ausgebildet und überlassen im Spielaufbau nichts dem Zufall. Vorne spielt mit Florian Kaltenbach ein ehemaliger Furtwanger, der gerade wie am Fließband trifft.“

Mit sechs Toren hat Kaltenbach bereits zwei Tore mehr erzielt als die gesamte Furtwanger Mannschaft. Für Gürbüz ist also klar, woran er mit seinem Team arbeiten muss. „Wir haben in jedem Spiel hundertprozentige Chancen, verwerten sie aber nicht. Das ärgert mich extrem. Würden wir die Möglichkeiten besser nutzen, würde es in der Tabelle anders aussehen. Dennoch sind wir mit dem aktuellen Stand zufrieden“, sagt Gürbüz. Bis auf den beruflich verhinderten Jan Meier ist der Kader der Bregtäler komplett. Erstmals in dieser Saison steht auch der zweite Rückkehrer Ali Günes bei Furtwangen zur Verfügung. Gürbüz: „Ich muss abwarten, ob es gleich für einen Einsatz reicht.“