Fußball-Landesliga: Vier der sieben Schwarzwälder Landesligisten gingen am elften Spieltag leer aus und kassierten teils hohe Niederlagen. Keine Blöße gaben sich die Teams aus Villingen und Bad Dürrheim, während Schonach einen Teilerfolg aus Gottmadingen mitbrachte.

Auch im elften Saisonspiel wahrte Tabellenführer FC 08 Villingen II seine Serie an ungeschlagenen Partien. In Welschingen siegte die Elf von Trainer Marcel Yahyaijan mit 2:1 gegen den Hegauer FV. „Wir haben gut in die Partie gefunden. Wir hätten das Spiel schon früher entscheiden können, treffen aber weiterhin im letzten Drittel noch nicht immer die richtigen Entscheidungen. Die Einstellung der Spieler hat gestimmt“, sagt Yahyaijan. Seine Elf feierte im fünften Auswärtsspiel den fünften Auswärtssieg.

Mit einem 2:0-Erfolg gegen die SG Dettingen festigte der FC Bad Dürrheim seinen dritten Platz. „In Halbzeit eins habe ich von meiner Mannschaft gesehen, was ich sehen wollte. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns etwas defensiver aufgestellt, da wir um die gute Offensive der Gäste wussten. Auch das hat mir gefallen, weil wir sehr kompakt aufgetreten sind“, resümiert Trainer Enrique Blanco. Einziges Manko sei erneut die Chancenauswertung gewesen. Mit Lenti, Buccelli und Cil hatte der Trainer gleich drei Spieler eingesetzt, die zuletzt nicht in der Anfangsformation standen. Blanco machte einmal mehr seine Ankündigung wahr, gute Trainingsleistungen zu belohnen. Gesetzt ist hingegen Moritz Karcher zwischen den Pfosten, der wieder überzeugte.

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Vor einer Woche zeigte der FC Furtwangen beim 3:0-Derbysieg gegen Bad Dürrheim eine bärenstarke Leistung. Beim 0:4 am Samstag in Überlingen schlug das Pendel in die entgegengesetzte Richtung aus. „Unser mit deutlichem Abstand bisher schwächstes Saisonspiel. Ich habe mich mehrfach gefragt, ob da wirklich meine Mannschaft auf dem Platz steht. Das war nichts““, analysiert Trainer Mustafa Gürbüz. Der Trainer war nach den 90 Minuten so sauer, dass er sogar auf eine Besprechung verzichtete, diese am Montagabend aber dafür umso deutlicher nachholte. „Wir waren fahrlässig und sind nie in die Zweikämpfe gekommen. Wie man sich so komplett ausgewechselt präsentieren kann, ist mir ein Rätsel“, fügt Gürbüz an. Einmal eine Vorstellung die das Prädikat „fast perfekt“ erhält und einmal eine Vorstellung aus der Kategorie „Totalausfall“. Nur Schlussmann Christoph Wehrle nahm Gürbüz aus der Kritik heraus. Ohne Wehrle hätte es noch schlimmer kommen können.

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Dem FC Schonach gelang mit dem 2:2 in Gottmadingen ein Achtungserfolg. Nach zwei Minuten 0:1 hinten, nach zehn Minuten 2:1 vorne – die Partie begann spektakulär und ging so weiter, als Torhüter Fabian Tiel in der 28. Minute die Rote Karte sah. „Es war ein Foul, aber schon die gelbe Karte wäre zu viel gewesen. Ich bin eineinhalb Jahre in Schonach und in der Zeit hat keiner meiner Spieler die Rote Karte gesehen. Da wir anschließend umstellen mussten, war klar, welch schwere 70 Minuten auf uns warten“, resümiert Trainer Alex Fischinger, dessen Elf es gelang, den Gegner weitgehend vom Tor fernzuhalten. So blieb es bei nur einer Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen. Mit einer Knieverletzung musste diesmal Niklas Ketterer vom Platz, was die Sorgen des Trainers vergrößert. „Wie die Jungs in Unterzahl gespielt haben, nötigt mir Respekt ab“, lobt der Trainer.

Der FC Löffingen kassierte in Walbertsweiler eine böse 1:6-Klatsche. „Der ganze Tag lief nicht im Interesse des FC Löffingen. Es begann schon vor der Partie“, sagt Trainer Uli Bärmann. Mit Torhüter Dominik Osek und Florian Hofmann fielen schon zwei Spieler vor der Partie aus. Der angeschlagene Johannes Kaufmann war laut Bärmann nur dabei, „um Trost zu spenden“. Nach 40 Minuten musste Torhüter Marcel Wetterer mit Verdacht auf zwei Rippenbrüche vom Platz und schließlich blieb auch der angeschlagene David Baumann in der Pause gleich in der Kabine. Bärmann hatte sich trotz der vielen Ausfälle mehr versprochen. „Letztlich war unsere Leistung nahe am Offenbarungseid. Wir werden jetzt deutliche Worte finden, müssen aber auch kühlen Kopf bewahren. Der jüngste Trend ist besorgniserregend“, betont Bärmann, der ebenso einige Vier-Augen-Gespräche ankündigt, zumal seine Elf nun den Tabellenzweiten aus Frickingen erwartet. Eine Partie, in der mit Osek und Wetterer wohl gleich zwei Torhüter fehlen werden.

Auch wenn der FC Gutmadingen beim 0:2 in Stockach ohne Punkte vom Platz ging, so sah Trainer Steffen Breinlinger einige gute Ansätze. „Wir haben gegen einen starken Gegner gut mitgehalten. Sehr gut hat mir unsere erste Halbzeit gefallen. Da haben wir uns taktisch ausgezeichnet präsentiert.“ Auch in Unterzahl habe seine Elf nie aufgeben. „Diese Partie sowie das Spiel vor einer Woche bestärken mich darin, dass wir aus dem zwischenzeitlichen Tief heraus sind. Die Leistungen in den Trainingseinheiten sowie in den Spielen haben wieder deutlich angezogen“, lobt Breinlinger. Diese Eindrücke gelte es nun zu bestätigen, auch wenn mit Walbertsweiler und F.A.L. jetzt zwei Gegner warten, die aktuell auf einer Erfolgswelle surfen.

Das 0:2 bei der Spvgg. F.A.L. war für den FC Neustadt bereits die sechste Saisonniederlage. Eine Pleite beim Tabellenzweiten, die beim Schlusslicht einkalkuliert werden musste. „Die Gastgeber haben das Spiel bestimmt. Wir haben uns mit bescheidenen Mitteln gewehrt. Lange schien sogar ein Punktgewinn möglich, doch ein individueller Fehler brachte uns in Rückstand“, bilanziert Trainer Zejlko Cosic. Wieder einmal zeigte sich, dass die Elf aus den wenigen eigenen Möglichkeiten zu wenig macht. So bleibt es bei elf Toren in elf Spielen. „Ich bin nach der Niederlage nicht am Boden zerschmettert. Das Ergebnis stimmt natürlich nicht, aber mit der Leistung meiner Elf bin ich weitgehend einverstanden. In Frickingen kann es auch noch schlimmer kommen“, ergänzt Cosic, der nun auf die kommenden Schwarzwald-Derby-Wochen setzt, beginnend mit der Partie am Samstag gegen Schonach.

Videos von der Partie Spvgg F.A.L. gegen Neustadt finden Sie hier:

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