Fußball-Landesliga: Der letzte Vorrundenspieltag war für den Bezirk Schwarzwald kein guter. Nur der FC 08 Villingen II holte sich drei Punkte. Während sich Neustadt und Gutmadingen im Derby die Zähler teilten, setzte es für die vier anderen Schwarzwälder Teams hohe Niederlagen.

Mit dem 4:0-Erfolg in Schonach und den Niederlagen der Verfolger F.A.L. und Bad Dürrheim ist der FC o8 Villingen II der ganz große Gewinner des Wochenendes. Bei einem Spiel Rückstand haben die Villinger nun bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Bad Dürrheim. „Es war nicht unsere beste Saisonleistung“, sagt 08-Trainer Marcel Yahyaijan zum klaren Erfolg in Schonach. Seine Elf sei in den ersten 45 Minuten nicht zielstrebig gewesen. Das habe sich nach dem Seitenwechsel deutlich verbessert. Ein besonderes Lob verteilte Yahyaijan an die vier eingewechselten Spieler Tijan Jallow, Marcel Jerhof, Batuhan Bak und Ahmet Colak, die alle vier frischen Schwung in die Aktionen brachten. „Es ist natürlich ein Luxus, wenn du von der Bank so viel Qualität nachlegen kannst. Wir wurden danach eher noch stärker“, betont der 08-Trainer. In der fairen Partie gab es nicht eine gelbe Karte.

Alex Fischinger, Trainer des FC Schonach, hielt sich nach der Partie gegen den Titelkandidaten mit Kritik zurück. „Villingen war der erwartet übermächtige Gegner. Wir haben uns sehr gut verkauft und wenn wir die Chance zum 1:0 nutzen, kann das Spiel auch anders laufen.“ Im Gegensatz zu seinem Trainerkollegen aus Villingen hatte Fischinger nicht die personellen Möglichkeiten, um von der Bank neue Qualität zu bringen. Er habe von seiner Elf dennoch eine „Riesensteigerung“ im Vergleich zur Partie vor einer Woche in Gutmadingen gesehen. Schonach ist nun im Besitz der Roten Laterne, was nicht ganz überraschend kommt. Fischinger: „Wir stehen zu recht ganz hinten, weil wir zu viele Ausfälle hatten. Es gab zwar einige Lichtblicke, doch ohne die wichtigen Stammspieler ist nicht mehr machbar.“ Gefreut hat sich der Trainer, dass im Verein Ruhe herrsche, weil alle die Situation realistisch einschätzen können.

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Mit dem 1:1-Pausenstand beim Hegauer FV schien für den FC Bad Dürrheim noch einiges möglich, doch nach 90 Minuten stand eine 1:5-Niederlage an der Anzeigetafel. Ein Nackenschlag war das schnelle 1:2 nach dem Seitenwechsel. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Nach der Partie in Furtwangen war es unser zweites schwaches Spiel in der Vorrunde. Ich habe die Rückschläge einkalkuliert“, sagt Trainer Enrique Blanco. Immerhin hat seine Elf einen Punktschnitt von 1,86 und mit Platz zwei weiterhin eine gute Ausgangsposition. Dass wichtige Spieler fehlten, will Blanco nicht als Ausrede gelten lassen. „Natürlich tut es brutal weh, wenn gewisse Spieler ausfallen und die Qualität darunter leidet. Andererseits zeigt sich, dass einige Spieler noch nicht so weit sind, um die Lücken gleichwertig auszufüllen. Die Erkenntnis ist nicht neu“, fügt Blanco an. Der Hegauer FV habe die Fehler der Kurstädter knallhart ausgenutzt.

Als „Ein-Punkte-Spiel“ bezeichnet Steffen Breinlinger, Trainer des FC Gutmadingen, die 1:1-Punkteteilung in Neustadt. „Es war eine sehr zerfahrene Partie mit viel Mittelfeldgeplänkel. Wir haben zu wenig Mut gezeigt und uns viele Ballverluste erlaubt. Zu Beginn der Partie war das noch anders, weshalb die 1:0-Pausenführung auch noch in Ordnung ging“, analysiert Breinlinger die 90 Minuten. In Halbzeit zwei habe seine Elf dann noch zurückhaltender agiert, weshalb sich der Ausgleich abzeichnete. In der Nachspielzeit hätte seine Elf auch noch das 1:2 kassieren können. „Wir haben viel zu defensiv gespielt, obwohl das nicht unser Ziel war. Neustadt war da kompakter und auch zweikampfstärker“, so Beinlinger.

Nur zu gern hätte Zejlko Cosic, Trainer des FC Neustadt, aus der Partie gegen Gutmadingen drei Punkte mitgenommen. „Unser Treffer zum 1:1kam fünf, sechs Minuten zu spät. Gutmadingen hat eine gute erste Halbzeit gespielt und die Stärken gezeigt, die wir erwartet hatten“, sagt Cosic. Der eine Punkt hilft nicht, um einen direkten Abstiegsplatz zu verlassen. „Es war nicht so, dass Gutmadingen die reifere Spielanlage gezeigt hat. Sie waren konterstark, was mich aber nicht überrascht hat“, ergänzt Cosic. In Halbzeit zwei sei seine Elf nicht mehr in Bedrängnis gekommen, doch aus den eigenen Möglichkeiten wurde zu wenig gemacht.

Mit einer 0:3-Niederlage kehrte der FC Furtwangen vom Gastspiel beim FV Walbertsweiler zurück. Furtwangen holte aus den vergangenen vier Partien somit nur einen Punkt und erzielte in diesem Zeitraum auch nur einen Treffer. Die Elf von Trainer Mustafa Gürbüz ist somit in den zweistelligen Tabellenrängen angekommen. „Wir haben in 90 Minuten zweimal auf das Tor der Gastgeber geschossen und hatten keinen einzigen Eckball. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, aber mehr ist gegenwärtig nicht drin. Einige Spieler bräuchten dringend einmal eine Pause, aber bei unserer engen Personalkonstellation kann ihnen ich ihnen nicht geben“, so Gürbüz. Er musste am Morgen der Partie die Absagen von Jan Meier und Johannes Wehrle entgegennehmen, was die Chance der Bregtäler reduzierte. Für Gürbüz ist die Elf an einer Grenze angekommen, in der sie eine Auszeit bräuchte, zumal zuletzt einige Akteure durch den Virus noch geschwächt waren. Gürbüz: „Natürlich haben wir einen Abwärtstrend, doch den können wir realistisch einschätzen, weil wir die Gründe kennen.“

Nach der 1:6-Pleite am 26. Oktober in Walberstweiler kassierte der FC Löffingen am Samstag beim SC Gottmadingen-Bietingen wieder ein 1:6. Der junge Torhüter Marcel Wetterer hielt sogar einen Elfmeter und verhinderte damit eine noch höhere Niederlage. Schon nach vier Minuten lagen die Löffinger zurück. „Wir wollten lange die Null halten. Der Plan ging leider nicht lange auf. Dennoch lässt sich dieses 1:6 nicht mit dem vor vier Wochen vergleichen. Wir waren diesmal nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, betont Bärmann. Beide Elfmeter gegen seine Elf brachten ihn auf die Palme. „Beim ersten Elfmeter ging kein Foul voraus und beim zweiten war die Situation außerhalb des Strafraumes.“, so Bärmann, der den Schiedsrichter aber nicht zu sehr kritisieren wollte. „Ein junger Mann, dem Fehler unterlaufen können.“ GoBi habe verdient gewonnen, nicht aber in der Höhe. Bärmann: „Wenn die Partie 0:2 oder 1:3 endet, wäre das realistisch gewesen.“

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