Fußball-Landesliga: Nach zwei Spieltagen hat von den 16 Landesligisten nur der FC 08 Villingen II noch eine blütenweiße Weste. Am anderen Ende der Tabelle warten noch vier Teams auf den ersten Punkt, wobei Schonach erst eine Partie ausgetragen hat. Wie schon am ersten Spieltag, gab es auch am Wochenende wieder mehrere Ergebnisse, die so eher nicht zu erwarten waren.

Sechs Punkte, fünf eigene Treffer und die Null bei den Gegentoren: Das ist die Bilanz des FC 08 Villingen II nach 180 Minuten. Die oft als Staffelfavorit gehandelte Mannschaft hat einen perfekten Start in die neue Saison hingelegt. Auch beim 1:0-Erfolg in Löffingen war FC 08-Trainer Marcel Yahyaijan von den Leistungen seiner Spieler angetan. „Wir haben ein schönes Spiel gezeigt. Es hat von außen viel Spaß gemacht, zuzuschauen.“ Seine Elf habe die Partie kontrolliert und sei auch im Kopf bereit für das Derby gewesen. Die Einstellung habe in jeder Minute gestimmt. Die Elf scheint immer besser zusammenzuwachsen. Gefreut hat sich Yahyaijan, dass mit Furkan Sari einer der jüngeren Spieler eine starke Leistung gezeigt habe. Generell aber möchte der Coach keinen Spieler herausheben, da alle ihre Aufgabe erfüllt haben.

Uli Bärmann, Trainer des FC Löffingen, sah von seiner Elf eine deutliche Steigerung gegenüber der Auftaktpartie in Gutmadingen. Pech für die Löffinger, dass sie nach rund einer halben Stunde bereits den verletzten Alexander Schuler ersetzen mussten. „Alexander ist mit seiner Kreativität ein wichtiger Eckpfeiler bei uns. Florian Isele hat es danach gut gemacht, ist aber ein anderer Spielertyp“, so Bärmann. Für Bärmann präsentierten sich die Gäste als würdiger Meisterschaftsfavorit. „Sie haben noch zwei, drei gute Chancen ausgelassen, was uns im Spiel gehalten hat. Uns hingegen hat im Angriff etwas die Fortune gefehlt. Wir werden die positiven Dinge mitnehmen und wollen es im nächsten Spiel in Singen besser machen“, kündigt der Löffinger Trainer an. Dann solle auch die Null getilgt werden. Mit Ilias Sidi-Yacoub freut sich Bärmann unter der Woche auf einen Rückkehrer.

Einen 0:1-Rückstand steckte der FC Bad Dürrheim in Walbertsweiler weg und sicherte sich mit einem 3:1-Erfolg den ersten Saisonsieg. „Wir sind nach dem 0:1 ruhig geblieben, weil wir bis dahin eine ordentliche Partie gezeigt haben. Die Jungs haben sich gegenseitig motiviert und schließlich auch belohnt. Das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Bad Dürrheims Trainer Enrique Blanco. Der Trainer hatte im Vorfeld seine Akteure nicht nur taktisch, sondern auch mental auf die Partie gut eingestellt. „Viele der Spieler kennen es bisher nicht, vor einer Zuschauerkulisse zu spielen, die bedingungslos die eigene Elf unterstützt. Da musst du ruhig bleiben. Das habe ich versucht zu vermitteln und es hat auch geklappt“, freut sich Blanco. Mit vier Punkten aus zwei Spielen sei seine Elf auf Kurs, auch wenn es noch viel zu früh sei, daraus etwas abzuleiten. Blanco: „Wir sind immer noch im Lernprozess, was sich auch an einigen Fehlern zeigt. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Jungs aus den Fehlern lernen.“ Bad Dürrheim bekommt am dritten Spieltag der Saison mit der Spvgg. F.A.L. den bisher größten Brocken vorgesetzt.

Steffen Breinlinger, Trainer des FC Gutmadingen, hatte sich richtig auf den Abstecher zum SC Gottmadingen-Bietingen gefreut. Schließlich absolvierte er dort zwei gute Jahre als Spieler. Das Wiedersehen ging mit der 0:6-Pleite seiner Schützlinge aber richtig nach hinten los. Dabei spielte seine Elf 25 Minuten in Überzahl. doch genau in der Phase schlug es viermal im eigenen Kasten ein. „Wir haben uns in Überzahl vorführen lassen. Weitere Gründe für die Niederlage sind, dass wir es nicht verstehen, unsere Chancen zu nutzen und dann auch noch Fehler machen, die du dir in der Liga nicht erlauben darfst.“ Die erste Halbzeit seiner Elf fand Breinlinger noch „sehr stark“. In dieser Phase habe es die Mannschaft nicht geschafft, das Spiel in die gewünschten Bahnen zu lenken. „Gehen wir in Führung, läuft die Begegnung ganz anders.“ Doch die Tore wurden nicht erzielt und später sei auch „ein Stück weit Selbstaufgabe“ hinzugekommen. Breinlinger: „Vielleicht war es ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Wir mussten erkennen, dass wir keine Chance haben, wenn wir nicht immer ans Limit gehen. Das müssen wir sehr schnell verinnerlichen.“

Einmal mehr gab es am Wochenende überraschende Ergebnisse. Der 3:2-Erfolg des FC Neustadt gegen den FC Singen gehört in diese Kategorie. „Die drei Punkte stehen verdientermaßen auf unserer Seite. Singen hat versucht, uns mit einem Flachpassspiel auseinander zu nehmen. Wir haben es durch Rick Kiefer gut verstanden, Singens Spielmacher Christian Jeske zu neutralisieren. Damit war für uns schon viel gewonnen“, freut sich Trainer Zejlko Cosic. Kiefer, ein Sechser, traf sogar zur 1:0-Führung. Gefallen hat Cosic, dass seine Elf mutig aufgetreten sei und sich auch vom zwischenzeitlichen 1:1 nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Es war eine gute Leistung, auch wenn uns ab der 70. Minute die Puste immer mehr ausging. Uns fehlen die Alternativen auf der Bank, um mit schnellen Spielern den vierten Treffer nachzulegen. Letztlich freue ich mich riesig über den Erfolg.“

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