Fußball-Landesliga: Das gab es lange nicht, dass an einem Spieltag keiner der Schwarzwälder Landesligisten ein Spiel gewinnt. Sechs der sieben Teams mussten sich mit einem Zähler zufrieden geben. Bad Dürrheim ging als einziger Vertreter der Region ganz leer aus.

Nullachter lassen erstmals Punkte liegen

Ausgerechnet auf eigenem Platz hat der FC 08 Villingen II beim 2:2 gegen Gutmadingen die ersten Punkte liegen lassen. Selbst eine zweimalige Führung half der Elf von Trainer Marcel Yahyaijan nicht. „Wir haben es verpasst, dem 1:0 weitere Treffer folgen zu lassen. Ich habe mir die kompletten 90 Minuten noch einmal auf Video angeschaut und musste erneut erkennen, dass der Schiedsrichter keine klare Linie hatte. Das war sicherlich nicht spielentscheidend, aber wir sind völlig aus dem Konzept gekommen“, betont der 08-Trainer. Seine Elf müsse auf derartige Situationen noch cleverer agieren und sich besser an den Matchplan halten,

Gutmadingens Trainer sehr zufrieden

Sehr zufrieden war Steffen Breinlinger, Trainer des FC Gutmadingen, nach der Partie in Villingen. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben uns kaum technische Fehler geleistet und sind nah an unser Leistungsmaximum herangekommen. Auch unsere Effektivität im Torabschluss hat mir gefallen“, lobt Breinlinger. Vor dem 0:1-Rückstand hätte Alexander Stein sogar für die Gutmadinger Führung sorgen können, scheiterte aber am glänzend reagierenden Otte im Villinger Tor. „Das war überragend gehalten und schade für uns, denn dann kann so ein Spiel ganz anders laufen“, ergänzt Breinlinger. Seine Spieler hätten sich nicht versteckt. Auch der 0:1-Rückstand warf die Gutmadinger nicht um. Breinlinger: „Wir haben unser Herz in die Hand genommen.“

Bei Furtwangen lassen Kräfte nach

Nach zwei Siegen musste sich der FC Furtwangen gegen Neustadt mit einer 1:1-Punkteteilung begnügen. „Für uns ist es ganz klar ein gewonnener Punkt. Neustadt war agiler. Nach dem Spiel unter der Woche in Schonach war bei uns ein Kräfteverschleiß erkennbar. Die Jungs waren gegen Ende der Partie kaputt. Daher bin ich mit dem Zähler sehr zufrieden“, resümierte Furtwangens Trainer Mustafa Gürbüz. Ein Sonderlob verteilte er an seinen Schlussmann Christoph Wehrle, der mit zwei, drei Paraden einen höheren Rückstand verhinderte. „Da waren einige Szenen dabei, die hält kein anderer Torhüter der Liga“, so Gürbüz.

Neustadt verliert zwei Punkte

Ein gewonnener Punkt für Furtwangen, zwei verlorene Zähler für den FC Neustadt: So sieht es Neustadts Trainer Zeljko Cosic. „Das Spiel müssen wir einfach gewinnen. Ich bin vom Ergebnis, nicht aber von unserer Spielweise enttäuscht. Wir waren spielerisch die klar bessere Mannschaft und hatten genügend Torchancen.“ Auch Cosic lobte den Furtwanger Schlussmann. „Wenn wir das 0:2 oder gar 0:3 machen, ist das Spiel durch. An unserer Chancenverwertung werden wir arbeiten müssen“, kündigt Cosic an. Für ihn war die Partie trotz der zwei verschenkten Zähler ein Schritt in die richtige Richtung.

Bad Dürrheim hadert mit Schiedsrichtern

Nach zwölf Minuten führte der FC Bad Dürrheim gegen die Spvgg. F.A.L. bereits mit 2:0 , doch nach 90 Minuten stand eine 2:4-Heimniederlage. Über 70 Minuten mussten die Kurstädter in Unterzahl spielen. „Die Rote Karte gegen uns kann man geben. Was aber danach vom Schiedsrichter an Entscheidungen gegen uns kam, war nicht mehr normal. Nach dem Abpfiff haben sich Verantwortliche vom Verband und der Schiedsrichterobmann bei mir für die Leistung des Schiedsrichters entschuldigt. Ich weiß, dass wir einen Schiedsrichtermangel haben, aber einige dieser Unparteiischen sind der Landesliga nicht gewachsen“, ärgert sich Trainer Enrique Blanco. Seiner Elf sei ein klarer Elfmeter verwehrt worden. Im Gegenzug fiel das 2:3. Blanco: „Der Schiedsrichter habe in das Spiel eingegriffen. Das kann nicht sein. Meinen Spielern mache ich keinerlei Vorwürfe.“

Löffingen macht aus 0:2 ein 2:2

Nach nur zehn Minuten lag der FC Löffingen in Singen mit 0:2 zurück. Es drohte eine Pleite, zumal schon nach rund einer halben Stunde Torjäger und Vereinsvorsitzender Benjamin Gaudig vom Platz musste. Löffingen fing sich und nahm mit dem 2:2 einen Zähler mit. „Die erste Halbzeit von uns war schlecht. Wir waren verunsichert, was sich durch die schnellen Gegentreffer verstärkte. Wir haben uns regelrecht in die Pause gerettet. Da habe ich einige Dinge angesprochen“, blickt FCL-Trainer Uli Bärmann zurück. Seine neuen Impulse fruchteten. „Es konnte nur besser werden“, so Bärmann. Seiner Elf genügten sechs Minuten, um aus dem 0:2 ein 2:2 zu machen.

Erster Punkt für Schonach

Die Null ist weg. Mit dem 2:2 bei der SG Dettingen-Dingelsdorf holte der FC Schonach den ersten Punkt in der laufenden Saison. „Wenn du in der 94. Minute den Treffer zum Ausgleich schaffst, ist der Punktgewinn sicher etwas glücklich“, resümiert Schonachs Trainer Alex Fischinger. Er würdigte den großen Willen seiner Spieler. Nach 87 Minuten lagen die Schonacher noch mit 0:2 zurück, gaben sich aber zu keinem Zeitpunkt auf. „Das Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir hatten vor dem 0:1 schon zwei Aluminiumtreffer. Ganz unverdient ist der Punkt also nicht“, sagt der FCS-Coach. Bitter war, dass Torjäger Gildas Asongwe erneut verletzt vom Platz ging. Fischinger: „Auf ihn kann ich nicht verzichten. Wir müssen ihn bis zum Sonntag wieder zum Laufen bringen.“

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