Fußball-Landesliga: Drei der sieben Schwarzwälder Teams in der Landesliga durften sich zum Auftakt über drei Punkte freuen. Genauso viele Mannschaften aus der Region gingen am 1. Spieltag leer aus.

Mit dem souveränen 4:0-Sieg gegen Neustadt legte der als Titelkandidat gehandelte FC 08 Villingen II einen perfekten Start hin. „Es gibt nahezu nichts zu kritisieren. Meine Mannschaft hat gleich im ersten Spiel die eigene Messlatte sehr hochgelegt. Ganz überraschend kam der Auftritt nicht, denn nach den zuvor gewonnenen Eindrücken war ich mir nahezu sicher, dass wir eine sehr gute Leistung abrufen können“, meinte 08-Trainer Marcel Yahyaijan zufrieden. Seine Elf habe „technisch sauber“ agiert und noch dazu einen attraktiven Fußball geboten.

Chancenlos war hingegen der FC Neustadt. „Wir waren läuferisch und technisch klar unterlegen. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war zu groß. Villingen bringt von der Bank Spieler aus dem Oberliga-Kader und wir wechseln Spieler aus unserer Kreisliga-Elf ein. Das muss sich zwangsläufig auch auf dem Platz auswirken“, sagt Neustadts Trainer Zejlko Cosic. Für ihn ist die Niederlage kein Beinbruch, wusste er doch vorher, dass die Punkte wahrscheinlich gegen andere Konkurrenten geholt werden müssen. „Villingen ist nicht unser Gradmesser. Ich hätte mir dennoch etwas mehr Gegenwehr erhofft. Zumindest ein Treffer wäre auch möglich gewesen“, ergänzt Cosic.

Den Bericht und Videos zum Derby FC 08 Villingen II gegen FC Neustadt finden Sie hier:

Groß war beim Aufsteiger FC Gutmadingen die Freude, dass mit dem 2:1-Erfolg gegen Löffingen gleich drei Zähler auf der Habenseite verbucht wurden. „Es war eine kleine Standortbestimmung. Die drei Punkte geben Selbstvertrauen“, freut sich Trainer Steffen Breinlinger. Ihm gefielen das Engagement und die Körpersprache seiner Spieler. Erst gegen Ende der Partie habe die Elf etwas ihre Linie verloren. „Es ist nicht so, dass diese Mannschaft nun einen Bonus bei mir hat. Im Training müssen die Leistungen bestätigt werden. Bei uns drängen sich auch weitere Spieler auf“, betont Breinlinger. Ein gutes Debüt gab Bernd Weets. „Er passt sportlich und charakterlich zu einhundert Prozent zu uns“, lobt Breinlinger den Neuzugang vom SV Überauchen. Unterm Strich habe jedoch die gesamte Mannschaft ihre Leistungen gebracht, sodass die Gutmadinger nun auch zuversichtlich nach Gottmadingen reisen. Dort hat die Breinlinger-Elf noch eine Rechnung offen, warf doch Gottmadingen-Bietingen die Gutmadinger vor einer Woche aus dem südbadischen Pokalwettbewerb.

Gerne hätte der FC Löffingen zumindest einen Punkt aus Gutmadingen entführt. Doch die Elf von Trainer Uli Bärmann kam in der ersten Hälfte nicht auf Touren. „Wir mussten in der Pause einige Dinge ansprechen, die mir bis dahin nicht gefallen hatten. Wir haben unsere Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt und auch die Bälle viel zu schnell wieder verloren. Die ersten 45 Minuten waren wir etwas schläfrig und behäbig“, resümiert Bärmann. Nach dem Seitenwechsel lief es besser, doch der Anschlusstreffer fiel zu spät, um noch die Wende zu schaffen. „Wir hatten auch nach dem 1:2 noch eine gute Möglichkeit, doch alles lässt sich nicht aufholen. Das Engagement der zweiten 45 Minuten hätte ich mir vom Start weg gewünscht“, fügt Bärmann an, dessen Elf nun am kommenden Samstag mit dem FC 08 Villingen II eine ganz große Nummer vor der Brust hat. Allerdings haben die Löffinger in der Vergangenheit die Villinger schon oftmals kräftig geärgert.

Hier geht's zum Spielbericht und Videos von der Partie Gutmadingen gegen Löffinden:

Mit einem etwas flauen Gefühl im Magen ging Mustafa Gürbüz, Trainer des FC Furtwangen, in das erste Punktspiel seiner Elf gegen die Spvgg. F.A.L., denn in der Vorbereitung ließen die Bregtäler viele Wünsche des neuen Trainers offen. Doch wieder einmal bewahrheitete sich der alte Spruch, dass einer schlechten Generalprobe eine gute Premiere folgt. „Wir haben lange getüftelt, in welcher Formation wir in die Partie gehen. Letztlich sind alle Vorstellungen und Wünsche aufgegangen“, bilanziert Gürbüz den etwas überraschenden 1:0-Erfolg seiner Elf. Besonders gefallen hat Gürbüz, dass sich seine Elf exakt an die Absprachen gehalten hat. „Wir sind als echte Mannschaft aufgetreten. Das ganze Team hat sich ein dickes Lob verdient. Wir hatten 70 Prozent Ballbesitz und hätten sogar höher gewinnen können. Es war eine super Leistung.“ Da am kommenden Wochenende in Furtwangen das Stadtfest stattfindet, wurde die nächste Partie in Schonach auf Mittwoch, 28. August, verlegt.

Den Bericht vom Furtwanger Auftaktsieg finden Sie hier:

Ohne Tore aber mit einem Punkt startete der FC Bad Dürrheim gegen Stockach in die neue Saison. Trainer Enrique Blanco setzte auf eine Vielzahl an jungen Spielern, sodass mit Sime Fantov, Jonas Schwer und Stefano Campisciano nur drei erfahrene Akteure in der Start-Elf standen. „Die Jungs haben es gut gemacht. Wir haben eine starke Offensive der Stockacher nicht zur Entfaltung kommen lassen. Auch ein Sieg wäre für uns möglich gewesen.“ Zweimal trafen die Kurstädter Aluminium. Da fehlten nur Millimeter zum Treffer. „Wir haben ein gutes Kurzpassspiel gezeigt, aber auch vertikal und horizontal schöne Ballstafetten gezeigt. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt gilt es noch kleine Sachen zu korrigieren“, ergänzt Blanco.

Den Spielbericht zur Partie Bad Dürrheim gegen Stockach finden Sie hier:

Die große Personalnot beim FC Schonach vor der Partie in Singen verschärfte sich vor dem Spiel noch, als Trainer Alex Fischinger zwei weitere Absagen hinnehmen musste. „Wir haben 23 Spieler im Kader. Davon stehen mir 13 zur Verfügung. Darunter sind drei Torhüter und nur drei Spieler, die schon in der vergangenen Saison in der Liga zum Einsatz kamen“, legt Fischinger seine Nöte offen. Mit dem 17-jährigen Lars Kaltenbach wurde sogar ein ganz junger Akteur ins kalte Wasser geworfen und spielte bei der 1:5-Niederlage 90 Minuten lang. „Den Jungs, die zum Einsatz kamen, mache ich keinen Vorwurf. Sie haben für den Verein gespielt und alles gegeben. Klar ist aber auch, dass wir in der Konstellation nicht konkurrenzfähig sind“, so Fischinger, dessen Elf durchaus ein besseres Ergebnis hätte erreichen können. „Zweimal klärte Singen auf der Linie. Wir hatten unsere Möglichkeiten“, so Fischinger, der nun hofft, dass in den kommenden zehn spielfreien Tagen zumindest drei bis vier Akteure zurückkommen.

Hier gehts zum Bericht und Videos der Begegnung Singen gegen Schonach: