Fußball-Landesliga: FC LöffingenFC Neustadt (Samstag, 15 Uhr). Es ist für beide Vereine das Derby. Ganze 13 Kilometer liegen zwischen beiden Städten an der Bundesstraße 31. Die Rivalität ist groß und viele Emotionen werden von außen reingebracht. Die Trainer Uli Bärmann (Löffingen) und Zejlko Cosic (Neustadt) werden nicht tief in die Motivationskiste greifen müssen. Das Derby selbst ist Motivation genug. Vor rund einem Jahr feierte Löffingen im Derby auf eigenem Platz einen 4:1-Erfolg. Neustadt revanchierte sich Mitte Mai mit einem 2:0-Heimsieg.

„Es ist ein Prestige-Duell, aber nicht nur für uns. Neustadt wird es ähnlich sehen. Es wäre schön, wenn die Partie viele Fans animieren würde, sich die 90 Minuten anzusehen“, sagt Löffingens Trainer Uli Bärmann. Er machte seinen Spielern mehrfach deutlich, die Neustädter nicht am letzten Tabellenplatz zu messen. Außerdem gab Bärmamn seinen Spielern mit, die Emotionen etwas herauszunehmen. „Mir ist wichtiger, die Aggressivität sinnvoll auf dem Platz einzusetzen. Da gilt es auch in einigen Situationen den Kopf einzuschalten. Keinem Trainer wäre geholfen, die Partie in Unterzahl beenden zu müssen“, fügt Bärmann an.

Mit zuletzt zwei Siegen in Folge scheinen die Löffinger auf einem guten Weg zu sein. Im Erfolgsfall wäre die Marke von 20 Punkten geknackt. Änderungen in der Startformation gegenüber dem 4:2-Sieg in Schonach wird es wohl geben. Nico Klein musste verletzte vom Platz und trainierte unter der Woche nur leicht. Torhüter Dominik Osek ist ebenfalls angeschlagen und für das Derby fraglich. Sein Vertreter, Marcel Wetterer, weilt im Ausland. Zwischen den Pfosten könnte daher Michael Langenbacher stehen.

Auch beim FC Neustadt hat die Partie einen hohen Stellenwert. „Alle Spieler geben im Training Vollgas und jeder möchte gerne spielen. Ich werde mir eine Taktik ausdenken, mit der wir den Gastgeber nicht nur ärgern, sondern im besten Fall schlagen können“, betont Cosic. Neustadt ist aktuell die einzige Elf der Liga, die auswärts noch kein Spiel gewonnen hat. Daher steht für Cosic fest: „Samstag wäre der ideale Tag, um das zu ändern.“

Mit den Leistungen der vergangenen zwei Partien war der FCN-Trainer weitgehend zufrieden, auch wenn die zwei zuletzt verlorenen Punkte in Gottmadingen noch immer schmerzen. Bis auf Aleksa Nikolic, der mit einer schweren Bänderverletzung lange ausfällt, kann Cosic nahezu nach Wunsch aufstellen. Er setzt vor allem auf die erfahrenen Akteure wie Arne Mundinger, Fabia Papa oder Tobias Gutscher, die schon einige dieser Derbys gespielt haben.

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