Fußball-Landesliga: Mit gleich zwei Schwarzwald-Derbys bot der 14. Spieltag am Samstag einige Brisanz. Gutmadingen und Neustadt gingen aus den Spielen als Sieger hervor. Die volle Punktzahl strichen auch der FC 08 Villingen II und der FC Bad Dürrheim ein.

Der FC 08 Villingen II hat nach dem 2:1-Heimsieg im Spitzenspiel gegen die Spvgg F.A.L. bereits sieben Punkte auf den Zweitplatzierten aus Bad Dürrheim. „Wir spielen attraktiven Fußball und setzen unsere Erfolgsserie auch ohne Verstärkungen aus dem Oberliga-Kader fort. Es ist schon beeindruckend, wie meine Spieler die Vorgaben umsetzen“, lobt Trainer Marcel Yahyaijan. Für ihn war die Partie am Samstag „ein echtes Spitzenspiel“ mit einem starken Gegner, wobei die 90 Minuten von der Taktik geprägt waren. Erstmals überhaupt richteten die Villinger ihre Taktik etwas nach dem Gegner aus. „Auch das hat gefruchtet. Es war tatsächlich die Parte der beiden besten Mannschaften der Liga“, ergänzt der 08-Trainer.

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Mit dem 4:2-Sieg gegen Denkingen eroberte der FC Bad Dürrheim den zweiten Platz, hat aber eine Partie mehr als F.A.L. ausgetragen. Schon nach 16 Minuten führte die Elf von Trainer Enrique Blanco mit 2:0, lehnte sich danach aber ein Stück zu weit zurück. Nach dem 2:2-Ausgleich wurden die Kurstädter wieder stärker. „Wir hatten vor uns nach der Pause eine Phase, die mir nicht gefallen hat. Da hat sich gezeigt, dass du in der Liga 90 Minuten konstant auftreten musst oder bestraft wirst“, sagt Blanco, der für die letzten 30 Spielminuten in der Analyse nur ein Wort fand: „Überragend“. Den Trainer freut auch, dass sich nun bereits elf Spieler in die Torschützenliste eingetragen haben.

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Schon vor dem Derby gegen Schonach hatte Steffen Breinlinger, Trainer des FC Gutmadingen, ein gutes Gefühl. Die Leistungskurve seiner Spieler zeigte zuletzt klar nach oben. Nach dem 5:0-Erfolg bescheinigte Breinlinger allen eingesetzten Spielern „eine vorbildliche Leistung“. Die Mannschaft sei nie satt gewesen und habe immer versucht, weitere Treffer nachzulegen. „Wir haben nahtlos an die sehr guten Trainingsleistungen angeknüpft und sind in der Abwehr wieder sattelfest“, freut sich Breinlinger, um dann doch ein kleines Manko zu benennen. „Wir müssen bei der Chancenauswertung effizienter werden. Auch am Samstag haben wir gute Möglichkeiten ausgelassen. Wir sind also noch längst nicht da, wo ich mit der Mannschaft hin will“, betont der Trainer. Die Tatsache, dass die Tore von fünf verschiedenen Spielern erzielt wurden, freute Breinlinger.

Für den FC Schonach war das 0:5 ein deftiger Rückschlag. „Ich habe elf starke Gutmadinger Spieler und 14 schlechte Schonacher gesehen. Nach 45 Minuten hätte ich sieben Mal wechseln können, wenn es möglich gewesen wäre“, macht Trainer Alex Fischinger deutlich. Nichts habe im Spiel seiner Elf gestimmt. „Es kann nach drei Minuten auch schon 0:3 stehen. Wir sind orientierungslos auf dem Platz herum gelaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so chancenlos agieren“, ergänzt Fischinger. Aufgrund der weiterhin knappen Personalsituation sehnt der Trainer nun den Schnee herbei und ergänzt augenzwinkernd. „Eigentlich schon seit August.“ Fischinger muss nun wieder Aufbauarbeit leisten, denn an den kommenden zwei Spieltagen stellen sich der FC 08 Villingen II und der FC Singen in Schonach vor.

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Auch der FC Löffingen ging im Derby gegen Neustadt (0:2) leer aus. „Neustadt hat es besser gemacht als wir. Wir haben zwei ganz blöde Tore kassiert. In den ersten 45 Minuten war kaum Bewegung in unserem Spiel. Wir hätten noch ein, zwei Stunden spielen können und wohl nicht mehr getroffen“, analysiert Trainer Uli Bärmann. Seine Elf habe in Halbzeit eins nie zum eigenen Spiel gefunden. Auch wenn für Bärmann der Elfmeter vor dem 0:2 „sehr fraglich“ war, so habe seine Mannschaft danach viel zu selten die Initiative ergriffen und es so zugelassen, dass der Konkurrent aus der nur 13 Kilometer entfernten Wälderstadt die Punkte mitgenommen hat. Zudem zeigte sich, dass einige Spieler nach Krankheiten oder Verletzungen noch nicht ganz fit waren. Schlussmann Dominik Osek zählt dazu. Er stellte sich nach den Ausfällen von Marcel Wetterer und Michael Langenbacher in den Dienst der Mannschaft.

Vier Wochen brannte beim FC Neustadt die rote Laterne, die dank des Erfolgs in Löffingen an den FC Überlingen weitergereicht wurde. „Wir hatten schon vor dem Derby einen Aufwärtstrend. Umso schöner ist es, diesen jetzt mit dem Sieg bestätigt zu haben“, freut sich Trainer Zejlko Cosic. Seine Elf habe defensiv nichts anbrennen lassen und sich in Unterzahl nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Die Gelbrote Karte für Herman Takuete ärgerte Cosic. „Er ist ein erfahrener Spieler, der sich nach einer ersten Verwarnung etwas zurücknehmen muss. Ich wollte ihn vom Platz nehmen, doch nach einem erneuten Foul kam mir der Schiedsrichter eine Minute zuvor“, fügt Cosic an.

Das am Wochenende abgesagte Spiel zwischen dem FC Furtwangen und Stockach wird wahrscheinlich an Ostern 2020 nachgeholt. Der Grippevirus, der zur Spielabsage führte, hat die Mannschaft unterdessen weiterhin fest im Griff. „Am Montag gab es vier weitere Krankmeldungen und zwischenzeitlich hat es auch mich erwischt“, sagt Trainer Mustafa Gürbüz. Sein Co-Trainer leitete am Montag die Übungseinheit mit den wenig verbliebenen Spielern.

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